Dienstag, 8. Dezember 2020

Berchtesgadener Land Tag 6: Königssee und Obersee

Heute stand eines der absoluten Highlights des Berchtesgadener Landes auf dem Programm und zwar der Königssee
Entsprechend bekannt ist natürlich dieser touristische Hotspot und so ordneten wir uns ein in die bereits schon morgens um viertel nach acht recht ordentliche Warteschlange an den Bootsanlegern in Schönau. 
Dank drei geöffneter Ticketschalter ging der Verkauf glücklicherweise jedoch recht zügig voran. Der Preis für die große Tour nach Salet und St. Bartholomä betrug 20,20 Euro pro Person. Inkludiert waren hier auch diverse mit dem typisch bayerischen Humor vorgetragenen Informationen und natürlich das obligatorische Spiel auf dem Flügelhorn vor der sogenannten Echowand, die tatsächlich einen beeindruckenden Widerhall erzeugte. 

Die berühmte Wallfahrtskirche St.Bartholomä am Königssee

Zunächst führte uns die Bootsfahrt zur sogenannten Echowand.

Angekommen in Salet am südlichen Ende des Königssee

Nach insgesamt einer knappen halben Stunde Fahrt erreichte das Boot St. Bartholomä. Wir entschieden uns jedoch wie die meisten der anderen Passagiere, sitzenzubleiben und fuhren kurz darauf weiter bis nach Salet, dem am anderen Ende des Sees gelegenen Halt.
Auf der Terrasse der dortigen Alm machten es sich bereits erste Kunden bequem,  unser Ziel war es aber zum Röthbachfall zu wandern. Dieser war neben dem See ein weiteres Highlight, denn es handelte sich um den mit 470 Metern höchsten Wasserfall Deutschlands! 
Zunächst aber hieß es eine gute Stunde von der Anlegestelle bis zum Wasserfall zu wandern. Zwar waren die Wege überwiegend flach und angenehm zu gehen, teilweise kamen wir aber nur noch im Gänsemarsch mit zig anderen Touristen vorwärts.
Dennoch muss man das "Königssee-Erlebnis" auf jeden Fall mindestens einmal aufgrund der phänomenalen Landschaft des “Alpenfjordes“, die sich zudem in den Seen auf unglaubliche Weise spiegelt, mitgemacht haben!

Der Weg führte zunächst am idyllischen Obersee entlang.

Blick über den Obersee in Richtung Fischunkelalm.

Hier grasten gemütlich zahlreiche Kühe. Im Hintergrund der Röthbachfall.

Das letzte Stück hinauf zum Wasserfall hätte über diesen Steilhang geführt.

Ich begnügte mich mit diesem Blick auf den Wasserfall etwas unterhalb.

Am unteren Teil des Wasserfalls angekommen, waren ich allerdings offen gesagt etwas enttäuscht, denn er führte aktuell aufgrund des trockenen Sommers sehr wenig Wasser. Zudem arteten die letzten Meter in eine regelrechte Kletterei an einem sehr steilen Hang auf feuchter Erde aus, der keinerlei Sicherung bis auf diverse aus der Erde sich windenden Wurzeln bot.
Da man den größten Teil des Wasserfalls auch bereits vom Tal aus sehen konnte, entschloss ich mich, auf die nicht ganz ungefährliche Kletterei zu verzichten.
Auf dem Rückweg legten wir eine erste längere Pause am Obersee ein, der mindestens genauso schön wie der Königssee war und einen tollen Blick auf den Watzmann bot. Das Wasser war kristallklar und jetzt Ende August sogar warm genug, um darin zu Schwimmen. 
Daher nehmt am besten ein paar Schwimmklamotten und ein Handtuch mit, wenn ihr im Sommer an den Königssee fahrt, denn ihr werden selten so einen imposanten Ausblick beim Schwimmen haben! Danach könnt ihr euch am kleinen Strand in die Sonne legen und euch in der Fischunkelalm auch noch mit Essen und Getränken versorgen.
Das südliche Ufer des Obersees mit der Fischunkelalm.

In dem kristallklaren Wasser mit flachem Einstieg ließ es sich sehr gut baden.

Fischerhütte am Obersee

Wunderschöne Spiegelbilder dank des ruhigen Wassers.

Engere Passage des insgesamt recht einfach zu laufenden Weges.

Blick zurück in Richtung Fischunkelalm.

Zurück am südlichen Ufer des Königssee

Auch hier ließ es sich vor imposanter Kulisse gut schwimmen.

Nach einem kurzen Spaziergang an der schönen südlichen Uferzone des Königssee setzten wir schließlich auf die Halbinsel Hirschau über, auf der sich die berühmte Wallfahrtskirche St. Bartholomä befindet.
Die kleine Kapelle mit ihren roten Zwiebeltürmen, hinter denen sich die massiven Bergwände, unter anderem des Watzmannes, erheben, ist zugegebenermaßen das perfekte Fotomotiv!
Entsprechend voll war es dort natürlich auch, vor allem später bei der Rückfahrt in das Dorf Königssee in Schönau zog sich die Warteschlange bis zum Biergarten. 
Bevor wir nach einer ausgiebigen Erkundung des Geländes und einer kostenlosen Besichtigung der kleinen Kirche zurückfuhren, statteten wir noch dem daneben gelegenen Fischerstüberl einen Besuch ab. Hier gönnten wir uns eine Räucherforelle mit Brot, für die St. Bartholomä bekannt und die zugegebenermaßen auch verdammt lecker war. Dazu gab es noch eine frische Brezn sowie zwei alkoholfreie  Hefeweizen. 
Manchmal sind die einfachen Dinge im Leben halt die besten!
Fahrt zurück von Salet nach St. Bartholomä

An der pittoresken Wallfahrtskirche auf der Halbinsel Hirschau

Der Königssee hätte auch ein Fjord in Norwegen sein können!

Die Promenade nördlich der Wallfahrtskirche war gut zum Baden geeignet.

Traumhafter Sonnenuntergang auf unserem Balkon

Nach dem Essen flanierten wir noch etwas entlang an der nördlichen hübschen Uferzone die mit ihrem Kiesstrand und dem flachem Wasser auch zum Baden einlud. 
Dann hieß es wie gesagt leider erst einmal für fast eine Stunde für die Rückfahrt anstehen und sich irgendwie die Zeit zu vertreiben. Ich konnte die Zeit jedoch gut nutzen, um bereits eine erste Rohfassung dieses Artikels zu verfassen. ;-)
Christian

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