Sonntag, 10. März 2019

Montenegro Tag 2: Wanderung zum Sedlo Pass im Durmitor Nationalpark

Für unseren ersten Tag im Durmitor Nationalpark hatten wir uns als Einstieg für eine leichte Wanderung im Tal von Valoviti Do zum Bergsee Suva Lokva und weiter bis zum Sedlo Pass auf 1.907 Metern ausgesucht. 
Es handelte sich dabei übrigens um die Tour 48 im Rother Wanderführer "Montenegro" (3. Auflage), den wir euch empfehlen können. So enthält das Buch diverse schöne Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in den verschiedenen Regionen Montenegros und ihr könnt euch zudem auch jede Wanderung als GPX Datei für euer Smartphone herunterladen. Kombiniert beispielsweise mit der kostenlosen und offlinefähigen Navi-App Mapfactor Navigator habt ihr damit eine hilfreiche Unterstützung, um immer den richtigen Weg zu finden.
Die Berglandschaft von Montenegro ist geprägt von saftig grünen Wiesen und kleinen Bauernhöfen
Auch bei der heutigen Tour waren wir froh um die virtuelle Unterstützung, denn auf der zweiten Hälfte der Wanderung hatten wir plötzlich keinerlei Wegmarkierung, geschweige denn einen richtigen Weg entdecken können, anhand der GPS Karte konnten wir uns aber dennoch gut weiter in Richtung unseres Ziels orientieren.
Das Wetter war heute leider nicht mehr so schön wie gestern, denn wie so oft in den Bergen, blieben die Wolken auch hier gerne mal an den Zweitausendern hängen. Glücklicherweise war es aber auch recht windig und so konnte sich immer mal wieder die Sonne zwischen den Wolken hervorkämpfen.
Schneebedeckte Berge rahmten das Tal Valoviti Do ein.

Zwar keine Wildpferde, aber es schien es ihnen hier gut zu gehen.

Blick hinein ins Tal und in Richtung Sedlo Pass

Das erste Schneefeld von vielen und auch deutlich größeren, denen wir noch begegnen würden.
Der Bergsee Suva Lokva ist eigentlich die meiste Zeit des Jahre über ausgetrocknet, als wir ihn heute erreichten, war er aufgrund der einsetzenden Schneeschmelze aber richtig groß und an zahlreichen Stellen plätscherten kleine Bächlein inmitten der saftig grünen Wiesen. 
Richtig überrascht waren wir jedoch, als wir die ersten größeren Schneeflecken passierten und je höher wir kamen, sogar über teils hunderte Meter breite Schneefelder wandern mussten. Hier waren wir dann froh, unserer Wanderstöcke im Gepäck zu haben, denn teils war der sehr schräge und gefrorene Untergrund recht rutschig! 
Allerdings fühlte man sich dabei nie unsicher, denn selbst wenn man ausgerutscht wäre, konnte man nicht in irgendeine eine tiefe Schlucht stürzen, sondern wäre allenfalls auf seinem Allerwertesten im Schnee gesessen.
Neben Wanderstöcken empfiehlt es sich selbstredend wie bei jeder Bergwanderung festes Schuhwerk, angemessene Kleidung und vor allem auch eine winddichte Regenjacke dabei zu haben. Denn selbst wenn es zu Beginn der Wanderung noch sonniges T-Shirtwetter hat, kann es hier oben bei fast 2.000 Metern schnell ungemütlich und kalt werden. So auch auf unserem späteren Rückweg als neben Wind und Wolken noch teils kräftiger Regen einsetzte. 
Wer dann nur in kurzer Hose, T-Shirt und Sandalen unterwegs ist, wird die nächsten Tage wahrscheinlich im Bett mit einer ausgewachsenen Erkältung verbringen dürfen.
Überall plätscherten kleine Schmelzwasserbäche

Kollegen wie dieser hier fühlten sich entsprechend besonders wohl.

Durch das Schmelzwasser entstanden auch diverse flache Seen.

Wenn sich die Sonne mal zeigte, sorgte sie wie hier für ein wunderschönes Farbenspiel im kristallklaren Wasser.

Der Schnee war teils noch mannshoch!

Blick zurück ins Valoviti Do 
Nach knapp drei Stunden erreichten wir schließlich unseren "Point-of-Return" den Sedlo Pass. Hier oben windete es allerdings so ordentlich, dass wir die Aussicht auf den dort aufgestellten Sitzbänken nur wenige Minuten genossen, bevor wir uns wieder auf den Rückweg und an den Abstieg machen. 
Diesen legten wir jedoch auf der Passstraße zurück, da es sich hier deutlich einfach gehen lies und sie sowieso aufgrund der zahlreichen Schneefelder für Auto nicht passierbar war. 
Dies mussten auch einige Ausflügler an dem heutigen Tag feststellen, die meist offensichtlich ganz überrascht vor dem ersten größeren Schneefeld anhielten, um dann im Rückwärtsgang mehrere hundert Meter zurückfahren zu müssen.
Daher solltet ihr im Mai oder gar im Frühjahr den Sedlo Pass mit dem Auto überqueren wollen, erkundigt euch am besten vorher in einem der Orte oder der Touristeninformation, ob die Straße überhaupt offen ist.
Selbst jetzt im Mai war die Passstraße war für Autos noch nicht befahrbar.

Der Sedlo Pass auf 1.907 Metern

Blick in das auf der anderen Seite des Passes gelegene Tal.

Auf der Bank hielten wir es trotz des schönen Panoramas aufgrund des starken Windes nicht lang aus.

Auf dem Rückweg entlang der Passstraße kamen wir auch an dieser netten kleinen, aber heute leider geschlossenen Sennhütte vorbei.

Blick zurück in Valoviti Do Tal
Zurück in Zabljak deckten wir uns am Nachmittag noch im gut sortierten Voli Supermarkt im Ortszentrum mit Proviant für die nächsten Tage ein. 
Die Preise war hier aufgrund der touristischen Lage allerdings genauso hoch wie in Deutschland.
Christian

Sonntag, 3. März 2019

Montenegro Tag 1: Ankunft, Reiseroute, Kotor und die Berge

Obwohl heute der 13. des Monats war, startete unser Flug fast pünktlich um sieben Uhr morgens von Düsseldorf mit Eurowings nach Tivat in Montenegro. 
Eine gute Voraussetzung also für einen entspannten Start in den Urlaub und es konnte eh nur besser als daheim werden, da wir gerade vor einer aufziehenden Schlechtwetterfront mit Gewitter flohen!
Wahnsinns-Panorama auf die Alpen während unseres Flugs nach Montenegro!
Wir freuten uns auf eine zweiwöchige Rundreise mit dem Mietwagen durch das kleine von Kroatien, Bosnien, Serbien und Albanien umringte Land, dessen Landschaft so überraschend vielfältig war und nahezu alles bot: Von warmen klaren Wasser und schönen Stränden an der Adriaküste, über riesige Seen und saftig grüne Wiesenlandschaften bis zu tiefen Schluchten und über 2.000 Meter hohen Bergen. Dazu wartete es noch mit einer jahrhundertealten Kultur und imposanter Architektur sowie dem einzigen Fjord Südeuropas auf!
Alle Stationen der Rundreise durch Montenegro findet ihr wie immer auf Google Maps.
Der Flug verlief ruhig bei bestem Wetter und einer tollen Sicht auf die Alpen sowie die kroatischen Inseln und Dubrovnik das wir fast direkt überflogen kurz vor unserer Ankunft, keine zwei Stunden später auf dem kleinen Flughafen von Tivat.
Unsere dann noch etwas besser werdende Stimmung, als wir einen fast fabrikneuen Dacia Sandero Stepway samt Navi von AVIS entgegennahmen, wurde nur etwas getrübt, als einer der Mitarbeiter meinte, wir sollten ja nur jeden jetzigen Kratzer fotografieren, da die Firma aufgrund des Umsatzdrucks versuchte, wohl Geld mit jedem weiteren Kratzer zu machen - selbst wenn er nicht von uns war. Eventuell war es aber auch nur eine Masche der Mitarbeiter, um ein nettes Trinkgeld bei der Abgabe herauszuschlagen, denn ich konnte mir so etwas eigentlich nicht bei einem weltweit agierenden Unternehmen vorstellen.
Dass wir in Bezug auf neue Kratzer zwei Wochen später bei der Rückgabe selbst die Kollegen des Verleihers beeindrucken würden, konnten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen. 
Warum genau, werdet ihr herausfinden, wenn ihr meine kommenden Posts fleißig lest. ;-)
Eigentlich wollten wir uns direkt auf den Weg nach Zabljak machen, das sich circa 160 Kilometer im bergigen Norden des Landes befand. 
Eine Straßensperrung aufgrund eines Triathlons in Kotor sorgte jedoch für einen ersten außerplanmäßigen Stopp, den wir sogleich für eine Besichtigung der wunderschönen Altstadt nutzten, dessen Bucht beziehungsweise Fjord, sogar UNESCO Weltkulturerbe ist.
Innerhalb der noch komplett erhaltenen dicken Stadtmauern atmete man Geschichte mit jedem Meter, die man sich zwischen den alten Häusern in den schmalen Gassen bewegte.
Wir starteten unseren Rundgang durch die Altstadt am Südtor und der Bastion Gurdic.

Wie dick und wehrhaft die Stadtmauern waren, konnte man sehr gut erkennen, sobald man sich innerhalb der Mauern befand.

Also Humor hatten sie hier schon mal! :-)

Die seitlichen Gassen in Richtung Berg waren noch schmaler als die normalen.

Auf der hübschen kleinen Pjaca od Salate

Der hintere Teil der Sankt-Tryphon-Kathedrale

Wunderschöne Tür im Seitenschiff der Kathedrale
Auf dem Pjaca Svetog Tripona mit Blick auf die Kathedrale. In der Pizzeria aßen wir später noch zu Mittag.

Die Mauer selbst war auch eine Sehenswürdigkeit, denn sie zog sich auf einer Länge von insgesamt 4,5 Kilometern sogar die steile Felswand hinauf, da sie grundsätzlich eher Eindringlinge von der Land- als der Meeresseite fernhalten sollte. 
Wir mussten uns öfter mal ermahnen auf die Uhr zu sehen, denn eigentlich wollten wir ja heute eher Strecke mit dem Auto machen, aber die unzähligen verwinkelten Gässchen ihren vielen kleinen Restaurants und Souvenirläden machten es einem sehr leicht, die Zeit zu vergessen. 
Stieg man die frei zugänglichen Teile der Mauer hinauf und blickte über die Dächer der Altstadt, beeindruckte auch der Kontrast der wuchtigen Berge auf der einen und dem blau glitzerndem Meer auf der anderen Seite. Da es sich mit leerem Magen aber schlecht Auto fuhr, entschieden wir uns, das schöne Ambiente der Altstadt noch für ein Mittagessen zu nutzen und ließen uns in der Pizzeria Sara auf der Pjaca Svetog Tripuna nieder.
Die Pizza war vom Geschmack ordentlich und die Preise mit sieben bis zehn Euro für eine Pizza gefühlt geringfügig günstiger als in den anderen Restaurants. 
Während Montenegro im Allgemeinen noch als von den Preisen durchaus attraktives Urlaubsziel bezeichnet werden kann, gilt dies jedoch nicht für Touristenhochburgen wie Kotor oder Budva, wo eher "Düsseldorfer Preise" vorherrschen. 
Ohne Menschen - was selten war - wirkte Kotor fast wie ein Freilichtmuseum!

Da wenig Platz war, baute man teils auch in die Höhe.

Schöner Platz am Nordtor von Kotor mit Blick auf die Kirche des ehemaligen Priesterseminars.

Von der Brücke des Nordtores aus konnte man auch gut die sich den Berg hinauf windende Stadtmauer erkennen.

Die vielen hübschen Souvenirläden verführten sicherlich auch die nur kurz anwesenden Besucher der Kreuzfahrtschiffe zum Kauf.

Die kleine orthodoxe Kirche Sv. Luka aus dem Jahr 1195

Auf dem Platz befanden sich sogar gleich zwei Kirchen: Rechts Sv. Luka und links die größere und jüngere Kirche des heiligen Nikola.
Auf dem Rückweg zum Auto deckten wir uns im nahe gelegenen Idea-Supermarkt, dessen Parkplatz wir genutzt hatten noch mit Proviant ein. 
Unsere Fahrt führte uns zunächst am Ufer der beeindruckenden Bucht von Kotor entlang bevor wir durch die schöne Berglandschaft des Hinterlandes kurvten, bis wir schließlich nach circa drei Stunden das im Durmitor Nationalpark gelegene Dorf Zabljak und unsere Unterkunft Villa Peaks erreichten. 
Hier oben im höchsten Ort Montenegros herrschte ein völlig anderes Klima als unten an der Küste und es lag sogar noch Schnee auf den Bergspitzen. Gut, dass wir ein paar warme Pullis und unsere Jacken dabei hatten, denn abends kühlte es sogar bis auf einstellige Grade ab!
Unser Weg nach Zabljak führte uns zunächst am Ufer des Kotor-Fjordes entlang. Hier kurz hinter dem Ort Orahovac.

Die Straße schraubte sich schließlich immer weiter hoch und eröffnete uns immer bessere Ausblicke auf die Bucht.

Sagenhafter Blick auf die Bucht von Kotor, die UNESCO Weltkulturerbe ist. Links unten im Bild der Ort Risan.

Blick auf den See Slansko Jezero kurz vor Niksic.

Die Landschaft wurde immer knuffiger, je weiter wir in die Berge fuhren.

Allein auf der Straße in den Bergen Montenegros

Das Klima veränderte sich deutlich je weiter wir uns den Bergen näherten. Dort oben lag sogar noch Schnee Mitte Mai!
Ankunft in Zabljak in unserer Unterkunft der Villa Peaks
Uns erwarteten bereits unsere sehr netten englischsprachigen Gastgeber und ein gemütliches kleines Apartment, das mit allem Notwendigen zum Frühstück machen und Kochen ausgestattet war. Wir erhielten sogleich auch noch tolle Wandertipps, da unser Gastgeber selbst oft in den Bergen zum Wandern und auch Fotografieren unterwegs war. Von den Touren hatte er auch einige beeindruckende Bilder mitgebracht und damit die Wände der Wohnung seiner jungen Familie verziert, die praktischerweise im gleichen Haus wohnten.
Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, kochten wir uns noch ein schnelles Abendessen fielen dann ziemlich schnell in die Kissen, da wir aufgrund des Flugs bereits seit halb vier Uhr morgens wach waren.
Christian

Sonntag, 24. Februar 2019

Azoren Tag 17: Sete Cidades und die Westküste von Sao Miguel

Heute am letzten Urlaubstag präsentierte sich uns Sao Miguel netterweise wieder deutlich besser, als an dem gestrigen windigen Regentag. Dazu hatten wir auch nochmal Kuchen von unseren Gastgebern geschenkt bekommen. Was wurden wir hier verwöhnt! 
Aufgrund des tollen Wetters beschlossen wir noch einmal hoch zu den Kraterseen von Sete Cidades zu fahren. Diesmal jedoch direkt zum bekannten Aussichtspunkt Vista do Rei. Leider konnte sich die Sonne hier oben noch nicht so ganz gegenüber den Wolken durchsetzen und entsprechend dunstig war es noch. 
Also nutzten wir die Zeit und erkundeten zunächst einmal die nahe gelegene Hotelruine. Dabei fühlten wir uns fast wie in einem Endzeitfilm, denn teilweise lag noch der Teppich auf dem Boden und die Badewannen standen noch in den Badezimmern. 
Das Beste an der mehrstöckigen Ruine war jedoch der perfekte Ausblick vom Dach auf den grünen und blauen See der Caldera und das Panorama war im Grunde sogar besser als vom eigentlichen Aussichtspunkt Vista do Rei. 
Von dort oben konnten wir auch gut den ab 11 Uhr einsetzenden Massenansturm samt mehrerer Busse beobachten. Als wir gegen 10 Uhr angekommen waren, hatten wir noch recht gut einen Parkplatz bekommen. Das Ganze legte sich allerdings bereits wieder so ab 12 Uhr etwas. 
Die Seen Lagoa Verde und Lagoa Azul vom Dach der Hotelruine am Aussichtspunkt Vista do Rei in der Caldera von Sete Cidades.

Die seit Jahren leerstehende Hotelruine

Nachts wollte ich hier aber nicht allein sein!

Die Atmosphäre im Hotel war fast wie aus einem Endzeitfilm.

Massenandrang gegen 11 Uhr am Aussichtspunkt Vista do Rei.

Blick vom Miradouro do Cerrado das Freiras auf den blauen (rechts) und grünen See (links).
Zurück vom Hotel am Aussichtspunkt wanderten wir etwas die Schotterstraße linkerhand hinein, die auf den Kraterrand entlang führte. Diese erwies sich aber leider als “Holzweg“, denn von dort hatten wir nicht den erhofften Perspektivenwechsel und Büsche verhinderten meist generell eine gute Sicht. Eventuell wird es später besser, aber wir wollten heute keine längere Wanderung unternehmen. 
Also kehrten wir nach einer knappen halben Stunde wieder um und fuhren mit dem Auto weiter vorbei an diversen Aussichtspunkten bis hinab in das Dorf Sete Cidades, das bis auf die hübsche Kirche im Vergleich zur imposanten Landschaft aber nur bedingt sehenswert war. 
Am grünen See, dem Lagoa Verde

Die sehenswerte kleine Kirche des Dorfes Sete Cidades 
Von hier aus machten wir uns auf den Rückweg, da wir noch in der Lagune vor Vila Franca do Campo Schnorcheln wollten. Doch heute sollte uns das Wetter einmal anders herum trollen: Sonnenschein auf dem Vulkan und Dunst im Tal beziehungsweise an der Küste!
Also bedurfte es wie so oft auf den Azoren einer spontanen Planänderung in Form einer Rundfahrt im Westen der Insel. 
Unser erstes Ziel war der Leuchtturm Farol da Ponta da Ferraria, bevor wir uns über Serpentinen immer tiefer hinab in Richtung Meer wanden, bis wir schließlich die Termas da Ferraria erreichten. 
Dort erwartete uns ein wütender Atlantik mit gigantischen Wellen, die sich mit lautem Getöse und meterhoher Gischt vor der rauen Steilküste brachen. 
Am Leuchtturm Farol da Ponta da Ferraria

Blick hinab auf das Gebäude und den Außenpool der Termas da Ferraria

Der Atlantik rollte mit aller Macht gegen die Steilküste an und sorgte für meterhohe Brecher!

Blick vom Miradouro Escalvado in Richtung des Dorfes Mosteiros

Blick zurück auf die von der Gischt der Wellen umhüllten Thermen
An unserem nächsten Halt, dem Dorf Mosteiros platzten wir mitten in ein kleines Volksfest mitsamt Spanferkel-Grill hinein. Leider war dies noch nicht durch und auch das gut bewertete Restaurant Barbosa hatte bereits vor einer halben Stunde um 16 Uhr die Küche geschlossen. Daher blieb uns nur noch, an dem Kiosk vor der Kirche zwei warme Fastfood-Sandwiches samt Cola zum Runterspülen zu holen. 
Auf der Weiterfahrt kamen wir an einer schönen Windmühle hinter dem Ort Ajuda da Bretanha vorbei. 
In Capelas stoppten wir an dessen winzigem unmittelbar unter einer steilen Felswand gelegenen Fischerhafen und erklommen noch den Aussichtspunkt oberhalb, der wie so oft ein ehemaliger Walbeobachtungsposten war. 
Nun hieß es ab nach Hause und Koffer packen! 
Vorher besuchten wir dann aber doch noch ein letztes Mal den nahegelegenen Strand der Praja Populo. Denn wir wollten einen letzten Sundowner in der Sunset Beachbar trinken und so genossen wir Mojito und Gin Tonic zusammen mit einem gut gewürztem Steak-Sandwich. 
Die Kirche von Mosteiros

Hier fand auch gerade ein zünftiges Volksfest samt Spanferkel-Grillen statt

Schöne alte Windmühle bei Ajuda da Bretanha

Der alte Fischerhafen von Capelas

Schönes Panorama am ehemaligen Walbeobachtungsposten Miradouro da Vigia das Baleias

Ein letzter Sundowner an der Praia Populo. Schee war´s! :-)
Am nächsten Morgen klingelte leider der Wecker sehr unentspannt bereits um vier Uhr, denn der Rückflug mit SATA ging um 07:20 Uhr. 
Und was wäre eine gute Geschichte ohne etwas Spannung zum Schluß!?
Daher hier noch eine kleine Anekdote und Hinweis:
Trotz gegensätzlicher Aussage des Ilha Verde Mitarbeiters bei der Anmietung unseres Autos, herrschte an diesem Sonntagmorgen um halb sechs ein riesiger Andrang an der Rückgabe und es waren nur wenige Mitarbeiter vor Ort. Daher beschlossen wir zunächst einmal einzuchecken. 
Aber auch hier war die Schlange kaum kürzer! 
Als ich dann gegen kurz nach sechs Uhr erneut zur Autorückgabestation sprintete, hatte sich die Schlange glücklicherweise komplett aufgelöst. 
Nicht jedoch am Schalter, wo ich noch meinen Pfand zurückgebucht bekommen sollte. Hier bewegte sich gar nichts, da nur eine Person Dienst machte!
So musste ich notgedrungen das Rückgabeformular ohne Bestätigung abgeben und rannte zum Securitycheck. Am Ende schafften wir es gerade noch so zum Gate, da auch die Sicherheitskontrolle ziemlich chaotisch und überfüllt war. 
Daher versucht am besten, bereits um fünf Uhr dort sein, oder das Auto am Vorabend abgeben, wenn ihr die entspannte Stimmung des mit sicher tollen Urlaubs auf den Azoren ohne Kratzer mit nach Hause nehmen wollt.
Mein Pfand wurde mir nach ein paar Tagen aber reibungslos zurücküberwiesen.
Daher Ende gut, alles gut! :-)
Christian
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