Sonntag, 5. Juli 2020

Réunion und Mauritius Tag 2: Das Cap Noir und der Etang de Saint-Paul

Unser erster Morgen auf Réunion startete mit einem reichhaltigen Frühstück samt frisch gepresstem Saft, Wurst, Käse und Eier für 12 Euro pro Person im Hotel auf einer kleinen Terrasse im ersten Stock. Dies war offenbar auch bei anderen Einwohnern bekannt und so erhielten wir neugierigen Besuch zahlreicher Spatzen, die sich auch gern mal über das Essen hermachten, wenn man den Tisch unbeaufsichtigt zurückließ.
Neugierige gefiederte Besucher während unseres Frühstücks
Obwohl wir gestern Abend bereits um 19 Uhr ins Bett gegangen waren, wachten wir heute erst zur Morgenstunde wieder auf und hatten fast 12 Stunden geschlafen, da uns der lange Nachtflug dann wohl doch noch etwas in den Knochen gesteckt hatte.
Nach dem Frühstück packten wir unsere Wanderrucksäcke und Kameras und machten uns mit dem Auto auf den Weg zu unserem ersten Ziel, einer Rundwanderung am Cap Noir. 
Wie auf anderen Reisen hatten wir neben einem normalen Reiseführer auch wieder den Rother Wanderführer mit im Gepäck und ihr findet die Wanderung darin direkt als Tour 1 beschrieben.
Zudem könnt ihr auf der Rother Website alle Wege komfortabel als GPX-Tracks runterladen und dann bspw. mit der kostenlosen Navi-App Mapfactor Navigator anzeigen lassen. Dadurch wird ein Verlaufen quasi unmöglich! ;-)
Blick hinab in die tiefe Schlucht des Rivière des Galets

Der Weg wurde manchmal zu einem etwas abenteuerlich anmutenden Pfad, war aber gut zu meistern.

Fantastisches Panorama vom Aussichtspunkt Cap Noir auf den Kessel von Mafate
Nach ungefähr einer Stunde Anfahrt von L'Ermitage les Bains aus erreichten wir unser Ziel. Die wenigen Parkplätze dort waren bereits jetzt gegen zehn Uhr schon belegt, aber es fanden sich glücklicherweise noch weitere am Straßenrand entlang.
Der bis auf einige steilere Passagen, teils sogar über kleine Leitern, gut zu gehende Weg bot immer wieder tolle Ausblicke in die imposante Caldera.
Stark ausgeprägte Höhenangst sollte man aber nicht haben, denn neben dem schmalen Pfad  fiel es oft direkt steil ab, viele Bäume und Buschwerk ließen es aber dennoch nicht allzu schlimm erscheinen.
Immer wieder wanderte der Blick in Richtung der beeindruckenden Berge.

Der Weg bestand auch aus einigen kleineren Kletterpassagen über solche Leitern.

Blick auf den Roche Verre Bouteille links im Vordergrund

Der Weg zurück ab dem Roche Verre Bouteille führte entlang eines Bergkammes mit schönem Blick hinab bis zum Meer. 
Nach der durch unsere vielen Fotostopps auf über zwei Stunden ausgedehnten Wanderung fuhren wir zurück bis zum Ort Savannah und deckten uns im dortigen großen Jumbo Supermarkt mit Lebensmitteln ein.
Die Auswahl war europäisch und groß, aber die Preise deutlich teurer als auf dem Festland, da nahezu alles importiert werden musste.
Hier im Ort startete auch die schöne Tour des Roches, eine ungefähr acht Kilometer lange kleine Straße, die durch das schöne Sumpfgebiet des Etang de Saint-Paul und vorbei an der Ruine der alten Wassermühle von La Perrière und vielen ursprünglichen Häusern führte.
Im Vergleich zu den Bergen eine komplett andere Landschaft: Der Etang de Saint-Paul.

Die Ruine der alten Wassermühle von La Perrière

Die Straße der Tour des Roches war umrahmt von dichter Vegetation.

Friedvolle Idylle im Etang de Saint-Paul
Nachdem wir - zurück in der Unterkunft - unsere Vorräte verstaut hatten, genossen wir noch die warme Nachmittagssonne am Strand von L'Ermitage les Bains.
Auch zum Schnorcheln war das Licht geradezu perfekt!
In den Bergen dagegen hingen inzwischen die für Réunion so typischen dicken Wolken.
Dank der schützenden Korallenbank konnten wir sehr viele unterschiedliche Fische entdecken, die fast keine Scheu zeigten. 
Das Highlight des Tages sollte uns dann in Form eines Stachelroches begegen, den ich durch Zufall entdeckte, als ich mit meiner Dji Spark Drohne noch etwas über das Wasser flog, um eigentlich nur die schöne Küstenlinie abzufilmen.
Was ein an unterschiedlichen Eindrücken reicher erster Tag!
Sonnenuntergang am Strand von L'Ermitage les Bains
Diesen beendeten wir schließlich mit Bier und Chips am Stand mit Blick auf den traumhaften Sonnenuntergang, bevor wir uns ans Kochen in unserer gut ausgestatteten Küche machten.
Christian

Samstag, 27. Juni 2020

Réunion und Mauritius Tag 1: Flug und Ankunft auf Réunion

Unsere allererste Reise auf die Inseln Réunion und Mauritius sollte nicht die einzige Premiere dieses Urlaubs sein, denn es war auch unser erstes Mal, dass wir mit dem riesigen Airbus A380 und der Airline Emirates flogen!
Aufgang in die Business- und First Class im doppelstöckigen A380.
Leider war auch der Platz zwischen uns in der Dreier-Reihe besetzt, denn der Flieger schien ausgebucht zu sein, aber der Sitzabstand in der Economy-Class ging sogar für mich als Zwei-Meter-Menschen noch in Ordnung.
Kein Vergleich mit anderen Airlines wie etwa Condor und kleineren Fliegern, in denen ich es eigentlich nur an einem Notausgang oder in der teils deutlich teureren Premium Economy Klasse aushalten kann! So konnte ich dann auch meinen Fensterplatz richtig genießen. 
Die Flugzeit bis Dubai betrug sechs Stunden und die Zeit verging dank des riesigen, im Ticketpreis inkludierten Bordprogramms und der für die Economy-Class sehr guten Mahlzeiten wie im Fluge. ;-)
Interessant war auch die Möglichkeit, über drei Außenkameras den Flug zu verfolgen, und aus dem Fenster bot sich des öfteren ein beeindruckendes Panorama hinab auf große beleuchtete Städte in der Nähe des Iraks. 
Die Economy Class

Über drei Außenkameras konnte man den Flug mitverfolgen.

Auf Wiedersehen Heimat! :-)

Tolles Panorama auf beleuchtete Städte in der Nähe des Irak
Am Flughafen von Dubai angekommen, brauchten wir zunächst etwas Zeit, um uns zu orientieren und zu unserem Anschlussgate zu gelangen, denn der "Silent Airport" war das Drehkreuz vieler Flieger aus allen Regionen der Welt und entsprechend riesig.
Dass es bereits Mitten in der Nacht war, bemerkte man aufgrund des geschäftigen Treibens überhaupt nicht. Hatte man wie wir etwas Zeit zu überbrücken und suchte nach etwas Ruhe, war dies auch kein großes Problem, denn es gab ausreichend gemütliche Sitzgelegenheiten und zudem war die Lautstärke insgesamt recht niedrig. Da es sich um einen so genannten Silent Airport handelte, fehlten die typischen lauten Durchsagen im Minutentakt. Allerdings sollte man entsprechend immer mal wieder auf die Uhr schauen und die Anzeigetafeln verfolgen, denn es wurden auch keinerlei Ansagen zum Boarding gemacht.
Am Gate im riesigen Flughafen von Dubai mitten in der Nacht
Angekommen auf Mauritius mit Blick aus dem Flughafenbus zurück auf unseren A380
Um halb drei Uhr morgen bestiegen wir den A380 erneut und es ging auf nach Mauritius
Dort gelandet, hieß es erneut umsteigen und kurz darauf flogen wir noch einmal vierzig Minuten in einer im Vergleich zum A380 fast schon lächerlich kleinen Turboprop ATR von Air Mauritius zu unserem Ziel La Réunion. Der Flieger war so eng, dass ich nur gebückt gehen konnte, und wir Schwierigkeiten hatten, unsere mittelgroßen Wanderrucksäcke in die Handgepäckfächer über uns zu bugsieren. Über den Sitzabstand will ich mich an dieser Stelle gar nicht erst auslassen!
Da der Flug aber nur eine Dreiviertelstunde dauerte, war es dennoch auszuhalten.
Zudem hatte alles bisher im Grunde bisher reibungslos geklappt und auch der Mietwagen über Maki von Jumbo Car war ein neuwertiger Clio in gutem Zustand. Lediglich das Scheibenwasser war leer, aber dies ließ sich schnell mit Kranenwasser später in der Unterkunft beheben. 
Dies war das Tropic Appart Hotel in L'Ermitage les Bains, zu dem wir von Saint-Denis aus über die schöne Panoramastraße D41 in Richtung La Montagne fuhren, um gleich auch direkt etwas von der Landschaft mitzubekommen. 
Wer dagegen nach der doch recht langen Anreise einfach nur schnell ankommen möchte, kann auch die moderne und sehr gut ausgebaute Autobahn am Meer nehmen. 
Alte Kanonen an einem Aussichtspunkt an der D41 oberhalb von Saint-Denis

Die Panoramastraße führte durch das bergige Hinterland und dichte Vegetation.
Angekommen in unserer Unterkunft, dem Tropic Appart Hotel in L'Ermitage les Bains

Unser Zimmer besaß neben der geräumigen Küche auch eine kleine Terrasse.

Am sehr schönen und kilometerlangen Strand von L'Ermitage les Bains
Unsere Unterkunft war ein modernes Apartmenthotel mit nettem Personal, die Zimmer sauber und geräumig, samt Terrasse und eigener Küche. 
Aber das Beste war die Lage, denn wir befanden uns gerade einmal zwei Gehminuten vom Strand entfernt! 
An die dortige gemütliche Beachbar Le Bénitier Plage zog es uns auch gleich nach kurzem Frischmachen hin. 
Zwar waren wir durch den Nachtflug ziemlich müde, dafür war es jetzt aber gerade erst 14 Uhr und so hatten wir noch den ganzen Nachmittag zur Verfügung. 
Auf einen wunderbaren Urlaub!
In der unmittelbar am Strand errichteten Bar herrschte eine relaxte Atmosphäre und man blickte direkt auf das Meer, dessen Wellen sich am vorgelagerten Korallenriff mit lautem Rauschen brachen. Die Temperatur war angenehm warm, aber nicht so schwül wie etwa auf den Seychellen, auch dank der angenehmen Brise. Dies und eine Platte frischer Samosas und zwei kalte Pils sorgten so für einen entspannten Abschluss des Tages und für einen perfekten Start in den kommenden dreiwöchigen Urlaub.
Christian

Sonntag, 14. Juni 2020

Reunion und Mauritius - Überblick der Reise

Rundreise La Réunion und Mauritius

Saftig grüne und sanft geschwungene Hügel im Hochland von Réunion.
Hier findet ihr einen ersten Überblick aller Stationen unserer Rundreise auf Google Maps sowie grundlegende Informationen zu den beiden zwar nur circa 200 Kilometer voneinander entfernten, aber dennoch sehr unterschiedlichen Inseln La Réunion und Mauritius. 
Alle Stationen unserer Reise auf Réunion und Mauritius findet ihr auf Google Maps.

Rückblickend stellte unser Urlaub im September 2019 auf den beiden Inseln eine perfekte Kombination aus Natur, Wandern, Baden und Kultur dar.

La Réunion - ein Wanderparadies, so europäisch wie exotisch

Trotz der Entfernung zu Deutschland ist uns das Inselleben – verglichen mit der deutschen Sommerzeit - lediglich lediglich zwei Stunden voraus. Auch sonst bemerkt man kaum Unterschiede, was die alltäglichen Dinge angeht, denn La Réunion bietet dank der Zugehörigkeit zu Frankreich eine Infrastruktur wie Europa, als Zahlungsmittel den Euro, Datenroaming und teilweise die für Frankreich mitunter sehr typischen geringen Englischkenntnisse, selbst in Hotels. Leider gibt es keinen Direktflug von Deutschland aus, so dass man sich entscheiden muss, beispielsweise mit Emirates über Dubai und Mauritius oder mit Air France über Paris zu fliegen.
Der imposante Kessel von Mafate

Diesen Märchenwald durchquerten wir auf unserer Wanderung nach Marla.

Beim Wandern hatten wir ab und zu auch mal Gesellschaft. :-)
Übernachtung auf 1.620 Metern Höhe in Marla.
Réunion ist mit seiner imposanten Natur ein wahres Wanderparadies und bietet ein sehr gutes Wegenetz sowie Unterkünfte in jeder Preislage.
Trotz meist sehr guter Straßen dauert die Fahrt zu den Startpunkten der Wanderungen aber aufgrund der oft kurvigen Gebirgsstraßen verhältnismäßig lang, daher bucht am besten mehrere Übernachtungsorte, wenn ihr keine stundenlangen Anfahrten in Kauf nehmen wollt. In den Talkessel Mafate führen dann auch gar keine Straßen mehr. Wer dort unterwegs sein möchte, schnürt sich die Wanderschuhe und reserviert sich am besten lange im Voraus einen Platz in einer der Wanderherbergen bzw. -hütten. 
Den Badenixen unter euch muss ich leider an dieser Stelle ehrlicherweise sagen, dass es lediglich an der Westküste eine Handvoll zum Baden bzw. Schnorcheln geeignete Strände gibt, beispielsweise Ermitage Les Bains. Das liegt daran, dass die meisten Buchten nicht von einem Korallenriff geschützt sind, wodurch starke Brandung, Strömungen und teils auch eine ernst zunehmende Haigefahr den Badespaß verhindern. 
Einer der Traumstrände auf Réunion: Ermitage-Les-Bains

Auf der Route de Volcan

Dschungel-Feeling auf dem Weg zum Trou de Fer

Die schöne Kirche von Salazie
Das Wetter ist in den Bergen eher kühl, die Temperaturen gehen dort oben auf 2.000 Metern Höhe im September tagsüber auch schon mal auf bis 10 °C runter. Zudem kann es auch gut nass werden. Gegen 11 Uhr ziehen oft schon die ersten Wolken auf. Wer also etwas vom Tag haben will, sollte möglichst früh zu den Bergwanderungen aufbrechen. Dann kann man das grandiose Panorama auch meist noch unter einem strahlend blauem Himmel mit der Kamera einfangen. Und fantastische Landschaften bietet La Réunion in Hülle und Fülle: abwechslungsreiche Küstenlinien, geschwungene Weiden, dichte Urwälder, mit dem Cirque de Salazie, Cirque de Mafate und dem Cirque de Cilaos drei imposante Talkessel, beeindruckende Gebirge mit über 2.000 Meter Höhe, unterschiedliche Lavalandschaften und einen der aktivsten Vulkane der Welt. 
Leben wie Gott in Frankreich: Frische Samosas und ein kühles Blondes am Strand von Ermitage-Les-Bains.
Dazu könnt ihr euch auf leckeres kreolisches Essen freuen, mit viel frischem Fisch und dazu am besten die typische entspannte Sega-Musik.
Essen gehen ist übrigens sogar fast billiger als selbst zu kochen, da die Preise im Supermarkt durch den Import geschätzt zwei bis drei mal so hoch sind wie in Deutschland. Außer Haus zu speisen ist auch sehr einfach  und absolut zu empfehlen, denn es warten neben diversen Restaurants auch zahlreiche kleine Take-Aways auf euch mit leckeren Gerichten oder auch Samosas zu einem günstigen Preis.


Mauritius - der exotische Badeurlaub

Mauritius ist ganz anders als das europäisch geprägte La Réunion, es erscheint deutlich multikultureller, ist insbesondere indisch beeinflusst und vermittelt mit seinen alten Bussen, knattrigen Mopeds, den bunten Hindutempeln, dem Linksverkehr und der Mauritius-Rupie (Wechselkurs 2019: 40 zu 1) das entsprechende Flair. Mauritius ist ein wahres Badeparadies, das Klima ist generell angenehm und nicht zu schwül (zumindest im September, als wir da waren).
Für einen echten Traumurlaub inmitten des Indischen Ozeans muss man auch in keins der teuren Ressorts einchecken, obwohl sich an einigen Küstenabschnitten viele große Hotelanlagen oft kilometerlang aneinanderreihen und so leider den Zugang zu vielen schönen Buchten verwehren.
Einer der zahlreichen Hindutempel auf Mauritius, der Siva Soopramaniar Kovil bei Bel Air

Der berühmte und sehenswerte Markt an der Waterfront von Mahébourg
Aber es bleiben noch genug tolle Strände übrig, an denen man sich völlig dem Badevergnügen hingeben kann; mitunter werden Touristen, die einen Strandspaziergang von einem der öffentlich zugänglichen Strandabschnitte aus starten, von dem Ressort-Strandwächter auch durchgewunken, wenn man nett fragt - mit der Auflage, am Wasser zu bleiben und die Anlage nicht zu betreten. Das Wasser ist übrigens angenehm warm und dennoch erfrischend.
Die Bergwelt von Mauritius bietet einige imposante Gipfel, die man erwandern und erklettern kann. Auch im Black-Rover Gorges Nationalpark finden sich eine Reihe Wandertracks, unter anderem auf den Black River Peak, den mit 828 Metern höchsten Berg der Insel.
Die wunderschöne Bucht von Cap Malheureux


Der Strand von Belle Mare ist nur einer von zahlreichen Traumstränden auf Mauritius.

Der imposante Doppel-Wasserfall Cascade Chamarel

Das Naturwunder der Terres de Sept Coueurs
Die kleinen Langschwanz-Makaken zogen die ganze Aufmerksamkeit der Besucher am Gorges Viewpoint auf sich.
Persönlich fand ich die Landschaft auf La Réunion allerdings beeindruckender, wenngleich ich zugeben muss, dass wir Mauritius auch weitaus weniger intensiv erwandert haben. Nichtsdestotrotz bietet natürlich auch dieses Eiland viele landschaftliche Highlights wie die Terres de Sept Couleurs, die Cascade Chamarel oder den weithin sichtbaren Berg Pieter Both, leicht zu erkennen anhand der auf seiner Spitze "balancierenden" Felskugel. So lässt sich ein Strandurlaub gut mit diversen Entdeckertouren kombinieren. Und lässt man dabei das Autoradio laufen, genießt man die von La Réunion und auch für Mauritius bekannte Segamusik - oder lauscht sehr interessanten indischen Klängen.
Weitaus stärker konnte uns der indische Einfluss in puncto Essen überzeugen: Viele Take-Aways bieten Samosas und andere indische Snacks oder leckere Currys feil. Ein Samosa kostet umgerechnet 30 Cent, ein Hauptgericht 6-10 Euro. Damit erfreut diese Ernährungsvariante nicht nur den Gaumen, sondern auch den Geldbeutel. Sich selbst im Supermarkt zu versorgen, ist aber auch eine Alternative. Denn die Lebensmittel sind wesentlich günstiger als auf La Réunion, gleiches gilt für das Benzin.
Rundtour oder "Sternfahrt"?
An fast jedem Ort und Strand stößt man auf Food- und Eis-Trucks sowie kleine Take-Aways mit leckeren Gerichten oder Fingerfood wie etwa die typischen Samosas.

Das Craft-Beer Flying Dodo oder Thirsty Fox muss sich nicht vor der internationalen Konkurrenz verstecken!
Wer sich viel von der Insel anschauen möchte, muss dafür meiner Meinung nach nicht unbedingt seinen Übernachtungs-Standort wie etwa auf Réunion wechseln. So ist zum Beispiel Flic en Flac mit seinem wunderschönen Strand als zentraler Standort für die Erkundung der Insel recht gut geeignet: In gut einer Stunde Fahrt ist man sowohl im Norden (Cap Malheureux) als auch im Osten (Mahébourg) der Insel. Theoretisch. Allerdings muss man meist noch etwas Stauzeit einplanen, denn rund um die zentralen Städte wie Port Louis, Phoenix oder Quatre Bornes gibt es besonders in der Rush-Hour lange Wagenkolonnen. Der Verkehrsinfarkt in den Ballungszentren gehört auf Mauritius einfach dazu. Dann ist Slalomfahren angesagt, da viele Busse, Minivans oder Lieferwagen direkt auf der Straße anhalten müssen. In ländlicheren Gegenden kurvt man hingegen um viele langsame Mopeds oder Fahrradfahrer. Aber die Straßen sind meist gut in Schuss, so dass Selbstfahrer eigentlich recht gut über die Insel kommen. 

Dienstag, 19. Mai 2020

Seychellen Tag 15: Strandtag an der Anse Royale

Heute war er leider gekommen, unser letzter Tag auf den wundervollen Seychellen! 
Um 23:45 Uhr sollten wir mit Condor am Abend zurück nach Frankfurt fliegen.
Dadurch blieb uns jedoch glücklicherweise noch im Grunde ein voller Urlaubstag, den wir am Strand der Anse Royale genießen wollten.
Zudem hatten wir lustigerweise unserem “Hausstrand“ bisher noch gar keinen längeren Besuch abgestattet.
Die Anse Royale
Wir fuhren circa fünf Minuten, bis wir das nördliche Ende erreichten, an dem sich auch ein asphaltierter Parkplatz für circa acht Autos befand und stellten dort unser Vehikel ab. Zuvor hatten wir für die Rückgabe heute Abend an der Tankstelle im Ort vollgetankt, denn die Tankstellen schlossen in der Regel auf Mahé um 20 Uhr abends. 
Angekommen am Strand wurden wir zunächst von zwei Polizisten begrüßt, die entspannt unter einem Baum den Strand bewachten.
Der schöne kleine Strand am nördlichen Ende der Bucht

Hier im Schatten eines Baumes breiteten wir unser Handtuch aus. Leider beanspruchte später die Flut diesen Platz.
Der Strand selbst war sehr schön mit zahlreichen Felsformationen linkerhand, die bis ins Wasser ragten und noch zwei weitere kleine Buchten umrahmten. Etwa zweihundert Meter vor uns im Meer befand sich eine winzige vorgelagerte Insel.
Nach rechts eröffnete sich einem die langgezogene Bucht mit der pittoresken Kirche am Ende, bei der sich auch unsere Unterkunft befand.
Während man hier auch gut im Wasser schwimmen konnte, ließ es sich an den Steinen und bis zur Insel prima schnorcheln.
An was dieser Hund wohl gerade denken mochte?

Rund um die Felsen bis hin zur kleinen Insel ließ es sich prima schnorcheln.
Am frühen Nachmittag mussten wir leider vor starken Regenschauern in unsere Unterkunft flüchten und etwas später hieß es dann auch schon "Kofferpacken".
Das schlechte Wetter machte uns letztendlich den Abschied von den Seychellen, auf denen wir insgesamt einen fantastischen Urlaub verbracht hatten, nicht ganz so schwer.
Zudem mussten wir uns von der Temperatur her gar nicht besonders anpassen, denn in Deutschland sollte es morgen an unserem Ankunftstag ebenfalls um die 30 Grad Celsius warm sein!
Die Rückgabe des Mietwagens am Abend verlief dank der App von Maki reibungslos und am Check-In war auch recht wenig los.
Mit einem anderen Emirates-Flieger waren wir die letzten beiden Maschinen, die heute noch losfliegen sollten und so kamen wir sogar vor der Zeit los und hatten doppelt Glück, da im Flieger noch Plätze am Notausgang frei waren und wir tauschen durften.
Unser Premium-Menü war diesmal zugegeben auch richtig lecker und was immer man auch über die Preisgestaltung von Condor sagen mochte, das Personal war auch auf diesem Flug sehr nett und hilfsbereit.
Anflug auf den Frankfurter Flughafen bei bestem Wetter und mit tollem Panorama auf die Stadt.
So erreichten wir zwar etwas müde aber entspannt am nächsten Morgen mein hessisches Heimatland und hatten während des Landeanflugs bei bestem Wetter noch ein fantastisches Panorama auf Bembel-Town, äh Frankfurt am Main! :-)
Kurze Zeit später erwischten wir einen ICE, der uns vom Flughafen bis nach Düsseldorf brachte.
Hiermit endete nun ganz entspannt ein an Impressionen und Erlebnisse enorm reicher Urlaub auf den drei Inseln der Seychellen Praslin, La Digue und Mahé und ich hoffe, dass ich auch bei euch das Reisefieber geweckt habe!
Christian

Freitag, 15. Mai 2020

Seychellen Tag 14: Wanderung zur Anse Major

Heute starteten wir den zweiten Versuch der Küstenwanderung von Danzil bis zur Anse Major.
Die wunderschöne und einsame Anse Major war das Ziel unserer heutigen Wanderung.
Zunächst galt es sich bei der Anfahrt jedoch erstmal durch den offenbar zu jeder Zeit vorhandenen Stau in Victoria fast 20 Minuten lang zu quälen. Danach dauerte es noch circa eine Viertelstunde bis wir den Startpunkt der Wanderung in Danzil in der Nähe des Restaurants Scala erreichten.
Vor vier Tagen mussten wir die Wanderung ja aufgrund starken Regens abbrechen, heute Vormittag war es glücklicherweise jedoch überwiegend sonnig. 
Das schöne Wetter setzte den Weg mit seinen vielen Glacis genannten Flächen aus Granit entlang der Steilküste entsprechend deutlich besser als beim letzten Mal in Szene.Teils führte dieser auch durch kleine Waldstücke und oft hatten wir einen schönen Blick auf das glitzernde Meer unter uns und die Inseln Silhouette und Ile du Nord.
Riesige Findlinge auf dem Weg zum eigentlichen Trail

Immer wieder ein toller Kontrast: Die für die Seychellen typisch braunen Granitfelsen zwischen dem Grün der Pflanzen und dazu noch das Blau des Himmels oder des Meeres.

Obwohl der Weg hier recht holprig aussieht, war er insgesamt einfach zu gehen.

Blick über das Meer zu den Inseln Silhouette und Ile du Nord

Dichte Vegetation verengte den Weg teilweise zu einem schmalen Pfad.
Nach ungefähr einer Stunde erreichten wir die Bucht, die genaugenommen eigentlich zwei sind: Eine kleinere linkerhand und die größere, die eigentliche Anse Major ein paar Meter weiter rechts.
Das Wetter dort war zunächst wolkig, doch glücklicherweise drang nach und nach die Sonne durch die Wolken. Damit war das Licht zum Schnorcheln ausreichend gut, denn dies konnte man hier an den Felsen und den Korallen wunderbar und dabei ließen sich viele unterschiedliche Meeresbewohner entdecken.
Aber auch zum Schwimmen und Sonnenbaden war die Bucht ideal!
Da sie zudem nur zu Fuß oder mit dem Boot zu erreichen war, teilte man sie sich mit gerade mal einer Handvoll anderer Touristen.
Wohl dank des etwas unbeständigen Wetters waren wir heute so gut wie allein mit der schönen Natur.

Der Weg führte oberhalb der nördlichen Steilküste entlang und bot oft ein tolles Panorama auf das Meer.

Oberhalb der Anse Major und nur wenige Gehminuten entfernt befand sich diese kleine offene Schutzhütte.
Für die Sicherheit sorgte ein sympathischer Polizist, der jeden bei Ankunft nett begrüßte und hier quasi sein Büro hatte
Mit ihm unterhielten wir uns gerade angeregt, als plötzlich ziemlich dunkle Wolken aufzogen und es kurz darauf heftig zu regnen anfing. 
So langsam hatten wir das Gefühl, dass Petrus besonders auf dieser Tour mit uns irgendwie seinen Schabernack trieb!
Nachdem wir eiligst alle Sachen zusammengepackt hatten, stellten wir uns an dem überdachten Grillplatz unter und gesellten uns zu einer Ausflugsgruppe. Der Anbieter war Ocean Girl Charter und bot Angeltouren von Beau Vallon aus an.
Die Ausflügler hatten bereits ihr Barbecue beendet und boten uns netterweise gratis einen riesigen Teller mit frisch gefangenen gegrilltem Fisch, Hühnchen und Würstchen an.
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank und solltet ihr einen Ausflug mit den sympathischen Guides machen, grüßt sie gern von uns!
Angekommen an der Anse Major

Der feinsandige Strand lud zum Relaxen ein und das klare Wasser war perfekt geeignet zum Schnorcheln und Schwimmen.

Der lustig ausstaffierte Taxi-Boot-Stand an der kleineren Bucht der Anse Major.
Als der Regen fast aufgehört hatte, machten wir uns auf den Rückweg, denn am Horizont kündigten sich bereits die nächsten Regenwolken an.
Wie für den Hinweg benötigten wir wieder ungefähr eine Stunde bis wir unser Auto erreichten. An dieser Ausbuchtung neben der Straße, auf der mehrere Mülltonnen abgestellt sind, gibt es circa 3-4 Parkplätze, die, wenn man nicht erst gegen Mittag kommt, auch eventuell noch frei sind.
Um dort hinzukommen, müsst ihr einfach am Restaurant Scala die kleine Straße ungefähr 200 Meter hinauf fahren.
Auf der Rückfahrt in unsere Unterkunft legten wir zwecks späterer Nahrungsaufnahme noch einen kurzen Halt am gut sortierten Kumar & Kumar Supermarkt nördlich der Anse Royale ein.
Christian
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