Sonntag, 22. Januar 2023

Madeira Tag 2: Wanderung auf der Halbinsel Sao Lourenco

Für unseren ersten Tag wählten wir direkt ein ziemliches Kontrastprogramm aus mit einer mehrstündigen Wanderung auf der Halbinsel Sao Lourenco im Nordosten Madeiras. Denn die dortige schroffe und trockene Landschaft mit ihren tief eingeschnittenen Steilküsten war so ganz anders als das restliche sehr grüne Madeira. 
Die Wanderung findet ihr übrigens auch im Rother Wanderführer Madeira als Tour 14 beschrieben - wobei ihr eigentlich keinen Guide braucht, denn es ist nahezu unmöglich, sich auf dem gut ausgeschilderten und meist auch nur in eine Richtung führenden Weg zu verirren.
Der Kreisel markierte das Ende der Stichstraße und den Anfang des Wanderweges.

Ein fast außerirdisch wirkender bizarrer Felsen gleich zu Beginn.

Anfangs wirkte die Landschaft fast wie eine Steppe.

Von unserer Unterkunft in Gaula aus erreichten wir Ponta de Sao Lourenco, den Startpunkt der Wanderung, der auch den Endpunkt der Stichstraße markierte, nach circa 30 Minuten.
Bei der Ankunft gegen 11 Uhr waren wir zwar definitiv nicht die ersten und konnten daher unser Auto nicht mehr direkt auf einem der asphaltierten Parkplätze parken, aber es fanden sich noch diverse gute und auch nicht allzu weit entfernt Möglichkeiten am breiten Seitenrand der Straße.
Im Kreisel am Eingang zur Wanderung bot sich dank eines mobilen Kiosks auch noch die Möglichkeit entweder vor oder nach der Tour etwas zu Trinken oder zu Essen zu kaufen. Sogar ein kostenpflichtiges Dixi-Klo hatte der findige Betreiber dabei.
Wir aber hatten genug Proviant in unseren Rucksäcken dabei und so brachen wir direkt auf.
Wie klein der Mensch (Mitte des Bildes) doch war! 

Blick entlang der Steilküste auf unser Ziel, den Morro do Furado samt markantem Felsentor im Hintergrund.

Kam die Sonne heraus, leuchteten die Felsen in den unterschiedlichsten Farben!

Diese imposante Felsnadel trotzte der Brandung...noch.

Zunächst einmal führte uns der insgesamt gut ausgebaute und bis auf ein paar Steigungen auch recht einfach zu gehende Weg hinab, nur um wenige Meter später wieder anzusteigen. Aber das sollte uns auf dieser Wanderung noch öfter passieren, denn man lief im Grund die Felsen der Steilküste ab. Dafür aber wurden wir nur wenige Minuten nach dem Start mit einem ersten schönen Blick auf die vom Meer umspülte Landzunge belohnt.
Diese Abwechslung, die sowohl den Weg als auch die zahlreichen unterschiedlichen Aussichten anbelangte, charakterisierte dann auch die ganze Wanderung und ich kann sagen, dass hier definitiv der Weg das Ziel war.
Entsprechend sollte man am besten mindestens 4 Stunden oder gar einen ganzen Tag einplanen, um so die Landschaft genießen zu können und auch mal an einem besonders schönen Spot eine Pause einlegen zu können.
Der Weg war einfach zu gehen, war allerdings ein ziemliches Auf und Ab.

Blick zurück in Richtung der Küste von Madeira

Bei solchen Ausblicken war der Weg das Ziel und man sollte sich entsprechend Zeit zum Genießen lassen!

Der vulkanische Ursprung Madeiras war hier unverkennbar.

Die Casa do Sardinha unterhalb des Morro do Furado

Der kleine Strand Cais do Sardinha

Je nach Laufgeschwindigkeit oder auch Anzahl an Fotostopps erreicht ihr nach etwa einer oder auch zwei bis drei Stunden das Restaurant Casa do Sardinha
Auf dessen großer und schattigen Terrasse lässt es sich übrigens prima einkehren. Wir aber machten zunächst noch einen Abstecher hinter dem Restaurant hinauf zum Aussichtspunkt Ponta do Furado.
Der Anstieg hinauf zum 160 Meter hohen Morro do Furado gestaltete sich zwar etwas mühsam da ziemlich steil, war aber dank Geländer aus Stahlseilen gut zu meistern. Zudem wurde die Mühe belohnt mit einem fantastischen Panorama auf die gesamte Landzunge von Sao Lourenco gen Westen sowie bis zum Leuchtturm Farol da Ponta de Sao Lourenco auf der östlichen Seite. 
Bevor wir uns auf den Rückweg machten, kehrten wir nun im "Haus der Sardine" ein und gönnten uns zwei warme Sandwiches sowie kalte Softdrinks. Die Preise waren recht happig im Vergleich zum restlichen Madeira, man muss jedoch bedenken, dass hier alles nur mit dem Boot herangeschafft werden muss und auch der Müll auf diese Weise wieder vorbildlich mitgenommen wird. Da verzeiht man dann auch die Toilettengebühr in Höhe von einem Euro.
Blick zurück und hinab während des Aufstiegs auf den Morro do Furado

Vom Aussichtspunkt Ponta do Furado konnte man bis zum östlichsten Ende der Insel, den ein Leuchtturm markierte, blicken.

Sehr an unserem Essen interessierter "Gast" in der Casa do Sardinha

Diese Landbrücke markierte die schmalste Stelle der Wanderung.

Rückblickend würde ich die Wanderung als ein absolutes Must-Have im Reiseplan bewerten, da man soviel tolle Ausblick hat, dabei unbeschwert wandern kann und auch noch einen wirklich einzigartigen Kontrast zum restlichen Madeira geboten bekommt. Teils fühlten wir uns sogar wie in Mordor oder auf einem anderen Planeten! 
Am Miradouro da Ponta do Rosto

Ebenfalls zu empfehlen ist noch ein Abstecher zum Miradouro da Ponta do Rosto, der einfach auf dem Rückweg mit dem Auto in wenigen Minuten zu erreichen ist. Dies hat dann den Vorteil, dass die sanfte Nachmittagssonne ein tolles Licht auf die imposanten Felsen und das Meer wirft.
Zurück in Gaula ließen wir auf unserer Terrasse diesen ersten tollen Urlaubstag auf Madeira entspannt ausklingen mit selbst gegrillten Würstchen, Tomatensalat und Brot. Dazu gab es das süffige lokale Coral-Bier.
Christian

Sonntag, 8. Januar 2023

Madeira Tag 1: Anreise und Überblick der Reise

Nach 2 Jahren Flugreise-Abstinenz bedingt durch die Corona-Pandemie, war er nun endlich da: 
Unser Urlaub auf Madeira, der sogenannten Blumeninsel, die wir immer schon einmal besuchen wollten!
Zumal wir absolut begeistert waren von unserer dreiwöchigen Reise auf die Azoren im Jahre 2017
Madeira gehörte wie wie die Azoren zu Portugal, lag auch mitten im Atlantik und war ebenfalls vulkanischen Ursprungs, was diesen Inseln ihren ganz besonderen Charakter und ihre Schönheit verlieh.
Eine der zahlreichen Blumen im Garten unserer Unterkunft und Sinnbild für Madeira.

Auf Google Maps findet ihr zur Orientierung a
lle Stationen unserer 11-tägigen Madeirareise.
Die wichtigsten Orte und Sehenswürdigkeiten unserer Madeirareise

Bevor der Spaß losgehen konnte, hieß es allerdings erstmal den circa vierstündigen Direktflug mit Condor von Düsseldorf nach Funchal hinter sich zu bringen.
Leider startete dieser dann noch mit einer Stunde Verspätung und der Starbucks-Kaffee an Bord für knapp drei Euro war auch nur eine Instantversion. Das braucht man definitiv beides nicht!
Aber wir ließen uns nicht ärgern, denn wir waren ja im Urlaub und freuten uns auf die nächsten 11 Tage voller neuer Eindrücke.
Auf Madeira angekommen klappte mit unserem Gepäck alles reibungslos und wir übernahmen unseren Mietwagen bei Avis am Flughafen, den wir online vorab  über Sunnycars gebucht hatten. 
Entsprechend der Empfehlungen in diversen Madeiraforen, inspizierten wir das Auto genau und machten Fotos aller Schäden, um so möglichen unangenehmen Überraschungen bei der Abgabe in 10 Tagen vorzubeugen. 
Laut anderen Urlaubern wurde nämlich öfter mal von den Mietwagenvermietern auf Madeira versucht, noch etwas mehr Kohle bei Abgabe durch vermeintliche neue Schäden abzuknöpfen. 
Der neuwertige Peugeot 208 war allerdings bis auf die bereits dokumentierten Kratzer top in Schuss und sollte uns während des Urlaubs immer gut und sicher ans Ziel bringen. Auch bei der Rückgabe gab es keinerlei Diskussionen oder Probleme. Der Preis mit circa 650 Euro für 11 Tage war für Madeira in Ordnung, denn hier schien generell die Mietwagen teurer als beispielsweise auf den Kanaren zu sein. Daher kann ich euch Sunnycars als Vermittler beziehungsweise Avis als Vermieter guten Gewissens empfehlen.
Die Fahrt vom Flughafen in unser Ferienhaus "Paradise View" im Ort Gaula an der Südostküste von Madeira nahm noch nicht einmal eine Viertelstunde in Anspruch. Dafür machten wir neben der sehr gut ausgebauten Autobahn direkt Bekanntschaft mit den für Madeira typischen sehr steilen und enge Gassen im Ort. Aber jeder halbwegs geübte Autofahrer bekommt das hin, macht euch hier keine Gedanken!
Grundsätzlich war Gaula dank der direkten Autobahnanbindung auch sehr gut geeignet, um von hier aus mit dem Mietwagen die ganze Insel zu erkunden und es ist nicht nötig die Unterkunft zu wechseln.
Unser Ferienhaus "Paradise View" in Gaula

Die große Küche war sehr gut ausgestattet - sogar einen alten Backofen gab es! 

Die große windgeschützte Sitzecke samt Grill hinter dem Haus.

Terrasse in Richtung der Frontseite des Hauses

Hier saßen wir jeden Morgen und Abend und genossen das tolle Panorama.

Nachdem wir unser Gepäck im Haus verstaut hatten, erkundeten wir erstmal unseren hübschen kleinen Garten und genossen von der Terrasse den tollen Ausblick tief hinab bis zur Küste. Hinter dem Haus gab es zudem noch eine Sitzecke samt Grill und das Haus wartete auf mit einem gemütlichem Wohnzimmer, einem Bad, einer gut ausgestatteten Küche sowie drei Schlafzimmern für uns allein. Und das alles für gerade einmal circa 50 Euro pro Nacht! 
Am Abend brachen wir noch einmal auf und deckten uns im nahegelegen Ort Canico im recht großen Continente Supermarkt im dortigen Einkaufszentrum mit Verpflegung und natürlich auch Grillfleisch ein. Denn bei der Möglichkeit draußen zu grillen und zu essen, wollte ich am liebsten jeden Abend was auf den Grill schmeißen und dabei das Panorama genießen! :-)
Christian

Samstag, 17. Dezember 2022

Ostsee Rundreise Tag 22: Die Altstadt und das Schloss von Schwerin

Nach einem gemütlichem Frühstück in unserem schönen Apartment brachen wir am Vormittag auf zur Besichtigung von Schwerin, der Landeshauptstadt von Mecklenburg Vorpommern. Hier warten neben vielen imposanten klassizistischen Gebäude und Kirchen vor allem auch das imposante Schloss darauf entdeckt zu werden.
Und ich kann euch sagen: Dieses toppt einfach alles und braucht sich meiner Meinung nach auch nicht vor Neuschwanstein zu verstecken! Auf jeden Fall solltet ihr einmal komplett um das Schloss herum gehen und auch die Orangerie sowie die Freitreppe und die Grotte besichtigen. Wer ein Fan von Schlossromantik ist, kann hier sicherlich auch einen halben Tag verbringen und dann auch noch die Innenräume besichtigen.
Die Staatskanzlei und das Schloss von Schwerin im Hintergrund

Die pittoreske Ritterstraße

Blick auf Staatstheater und Staatsmuseum

Wir aber wandten uns von der Staatskanzlei aus zunächst erstmal gen Norden und erkundeten die Altstadt.
Unser erstes Ziel war der Marktplatz mit dem Rathaus, von wo aus wir einen Abstecher zum nahegelegenen Dom machten und das imposante Kirchenschiff samt der wunderschönen Fenstermalereien bewunderten.
Vom Markplatz aus spazierten wir weiter entlang der Puschkinstraße bis wir die St. Nikolai Kirche, die auch Schelfkirche genannt wurde erreichten. Hier lohnte sich erneut auch in die Kirche hineinzugehen, denn diese ist ein wahres Kleinod barocker Architektur! Insgesamt hielten wir uns übrigens grob an den auf der Website Schwerin.de herunterzuladenden Stadtrundweg.
Wunderbar windschiefes Fachwerkhaus in der Altstadt von Schwerin

Auf dem Marktplatz mit Blick auf das Rathaus und das Auktionshaus

Das imposante Kirchenschiff des Doms

Sehenswert waren auch die wunderschönen Fenstermalereien!

Der Rundweg führte vom Marktplatz entlang der Puschkinstraße

Das Justizministerium erinnerte mich sehr an die Architektur von Paris

Die barocke St. Nikolai- bzw. Schelfkirche

Die Altstadt von Schwerin war eine wahre Fundgrube alten Fachwerks!

Nach wenigen Minuten Fußweg entlang der Gaußstraße erreichten wir den Pfaffenteich und schließlich auch die Friedrichstraße mit dem extrem schmalen und sehenswerten Otto Preußler Haus.
Im Bolero in der Mecklenburgstraße entschlossen wir uns mexikanisch zu Mittag zu essen. Meine Fajita war in Ordnung, wenn auch keine Geschmacksexplosion, dafür gab es jedoch eine gute selbstgemachte Limonade.
Gesättigt ging es weiter zur wunderschönen Paulskirche, bevor wir uns erneut gen Zentrum wanden und uns an den etwas anstrengender Aufstieg über eine schmale Wendeltreppe auf den Turm des Doms für zwei Euro pro Person machten. 
Die Mühen wurden jedoch belohnt mit einem tollem Blick über die Stadt und auf die in der Sonne glänzenden vergoldeten Kuppeln des Schlosses.
In der Gaußstraße

Blick auf den Pfaffenteich und die Büste des berühmten Archäologen Heinrich Schliemann

Blick vom nördlichen Ufer des Paffenteichs auf den Dom und die Friedrichstraße

Die Paulskirche

Im schönen Kirchenschiff beindruckte neben der Architektur auch die riesige Orgel!

Blick vom Turm des Doms auf Pfaffenteich, Innenministerium und Paulskirche

Blick gen Süden über den Marktplatz bis hin zum Schweriner Schloss

Dies war dann auch unser letztes Ziel für den heutigen Tag und wie erwähnt umrundeten wir es zunächst einmal zu Hälfte bevor wir uns nach 
der Besichtigung des imposanten und teils italienisch anmutenden Schlossgartens einen Kaffee in der Orangerie sowie eine sehr gute Orangen-Curry-Suppe gönnten. Sogar die Sonne ließ sich zum Abschluss und Abschied noch einmal blicken und trug mit dem tollen Schwerin dazu bei, diesen letzten Urlaubstag zu einem gelungenen Abschluss unserer Reise zu machen.
Der weitläufige Schlosspark mit dem Reiterdenkmal Friedrich Franz II.

Blick auf das Schloss von der Seeseite aus

Im Inneren des Schlossgartens

Man fühlte sich fast wie in Italien am Comer See!

Die Grotte

Blick auf die Orangerie

Die Front des Schweriner Schloss erstrahlte am Abend noch einmal für uns in der untergehenden Sonne!

Am nächsten Morgen brachen wir direkt nach dem Frühstück auf unserer ruhigen Terrasse auf zu unserer 
Rückfahrt nach Düsseldorf. Und das war auch gut so, denn aufgrund des dichten Verkehrs sollten wir für die Strecke insgesamt sogar sieben statt der geplanten fünfeinhalb Stunden brauchen. 
Einen ordentlichen Adrenalinstoß erfuhren wir nach circa einer Stunde Fahrt als uns fast noch einige Wildschweine ins Auto gerannt wären. Auf dem Rest der Strecke gab es dann glücklicherweise keine besonderen Vorkommnisse mehr und wir erreichten wohlbehalten am Abend Düsseldorf und damit das Ende unseres dreiwöchigen Roadtrips im wunderschönen Nordosten von Deutschland.
Christian

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