Donnerstag, 24. September 2020

Réunion und Mauritius Tag 12+13: Wanderung durch den Cirque de Mafate

Auf den heutigen Morgen hatten wir uns diesmal sogar bereits schon gestern Abend vorbereitet und unsere Wanderrucksäcke nicht nur mit Proviant, sondern auch allem Nötigen für eine Bergwanderung samt Übernachtung gepackt. 
Denn uns erwartete eine Zweitages-Tour durch den Cirque de Mafate
Nächtigen würden wir in einer Wanderherberge - einer so genannten Gite -  im Ort Marla, der nur zu Fuß oder per Helikopter zu erreichen war. Falls ihr nach dem Lesen auch diese beeindruckende Wanderung einplanen und gehen möchtet, findet ihr sie übrigens ebenfalls im Rother Wanderführer als Tour 40 beschrieben. 
Der Hubschrauber war neben den eigenen Füßen das einzige Transportmittel um in die Dörfer Marla oder La Nouvelle zu gelangen

Der Hubschrauber samt Transportgütern auf dem Weg nach Marla im Hintergrund

Auch wir machten uns vom Col de Boeuf aus nun auf den Weg.

Startpunkt der Wanderung war der Pass
Col de Boeuf auf 1.960 Meter. 

Dass die Tour sehr beliebt unter den Besuchern von Réunion war zeigten die zahlreichen auf dem offiziellen und kostenpflichtigen Parkplatz abgestellten Mietwagen. Aufgrund der hohen Gebühren von 12 Euro pro Nacht entschieden wir uns jedoch für einen etwas unterhalb gelegenen und dafür unbewachten Parkplatz. Entsprechend achteten wir darauf, nichts von Wert im Auto zurückzulassen.
Gegen 10 Uhr starteten wir unsere Wanderung vom offiziellen Parkplatz aus und folgten zunächst für circa 20 Minuten der breiten Passstraße, bis wir den Col de Boeuf erreichten.
Dort erwartete uns direkt etwas Action in Form eines Transporthubschraubers von Mafate Helicopteres, der Marla und die anderen Dörfer versorgte und auf der winzigen Fläche des Passes gekonnt landete. Bei den dafür nötigen Flugkünsten kann man auf Mafate Helicopteres denke ich auch gut für Rundflüge vertrauen, zumal sie im Vergleich zu den anderen Anbietern wie Corail günstiger waren. 
Vom Pass selbst eröffnete sich uns ein beeindruckendes Panorama auf den Talkessel mit seinen massiven steilen Bergwänden und wir konnten in der Ferne auch bereits das Dorf Marla entdecken, zu dem der Hubschrauber im Viertelstundentakt Fracht flog.
Der Weg war überwiegend gut ausgebaut und sehr idyllisch.

Wir tauchten fast in eine andere Welt ein!

Das hier oben wie auch heute nasse Wetter hinterließ seine Spuren auf dem Pfad.

Auf dieser schönen Freifläche legten wir eine erste kurze Pause ein. 

Ab hier begann erst der eigentliche und aufgrund des wechselhaften und teils regnerischen Wetters überwiegend matschige und steinige Weg. Die vielerorts verlegten Holzbohlen verhinderten zwar, dass man im Schlamm versank, waren aufgrund der Nässe jedoch ziemlich rutschig. Daher waren wir einmal mehr um unsere Wanderstöcke froh. 

Abseits von diesen kleinen Herausforderungen war der Weg jedoch sehr schön und führte meist durch dichten Wald. 
Eine erste kurze Rast legten wir auf einer lichten Wiese auf ungefähr dem ersten Drittel des Weges ein. Diese wirkte mit ihren hohen und in der Sonne golden strahlenden Gräsern fast wie eine Savanne in Afrika.
So beeindruckte uns einmal mehr Réunion mit seiner landschaftlichen Diversität!
Denn auch danach wechselte die Vegetation erneut und führte uns durch einen märchenhaften Tamarindenwald mit entspannt neben dem Weg liegenden Kühen und kleinen Hügeln.
Ein regelrechter Märchenwald erwartete uns auf der Plaine des Tamarins.

Die mit Flechten bedeckten krummen Bäume wirkten fast wie Lebewesen.

Der Ort war so schön, dass man eigentlich gar nicht weitergehen wollte. 

Neugierige und bei so einer Landschaft sicherlich auch sehr glückliche Kühe.

An einer späteren Abzweigung entschieden wir uns für die etwas längere aber lohnenswerte Passage über die den Rivière des Galets überspannende Hängebrücke.
Da wir uns wie immer viel Zeit für Fotos genommen und öfters kleine Pausen eingelegt hatten, erreichten wir das auf 1.629 Metern gelegene Marla schließlich nach circa fünf Stunden. 
Auf unser wartete dort die bunt gestrichene Gite Yolande Horeaux mit vier kleinen Zimmern pro Häuschen und sauberen Sanitäranlagen in einem separaten Gebäude. Bei unserem Zimmer 6 fehlte zu unserer Überraschung allerdings die Fensterscheibe. Diesen Hinweis nahmen unsere Gastgeber jedoch relativ gleichgültig hin, da wir ja noch einen Fensterladen hätten, den wir schließen konnten und außerdem würde es nicht kalt werden. 
Letzteres entsprach jedoch nicht ganz der Wahrheit wie wir später in der Nacht feststellen würden. Gefroren hatten wir jedoch dank der warmen Bettwäsche tatsächlich nicht. Ich mit meinen 2 Metern Körperlänge musste mich allerdings bei den nur 1,90 Metern langen Betten auf die Embryohaltung beschränken. :-)
Für Warmwasser und Licht sorgten übrigens Solarzellen und es gab darüber hinaus keinen Strom beziehungsweise Steckdosen im Zimmer. Daher ladet wie wir am besten alle elektronischen Geräte vor der Wanderung voll auf und nehmt genug Ersatzakkus für die Kameras mit.
Überraschenderweise war der Handyempfang wie fast überall auf Réunion auch hier oben mitten im Nirgendwo astrein und das Datennetz auch sehr schnell!
Schöner Wasserfall und Hängebrücke über den Rivière des Galets

Die kleine Kirche von Marla

Die Snackbar im Dorfzentrum

Angekommen an unserer Unterkunft, der Gite de Marla

Das Abendessen wurde an einem großen Tisch serviert, der überwiegend mit französischen Touristen besetzt war mit denen wir während des Essen ein paar nette Gespräche führten.
Es wirkte alles sehr entspannt und fast familiär. 
Als Aperitif gab es einen selbstgemachten Rumpunsch, der einen zumindest etwas aufwärmte, denn inzwischen war es ganz gut klamm geworden. Das Hauptgericht bestand aus Salat, Reis, Linsen und Ziegenfleisch. Als Nachtisch wartete ein selbstgebackener Kuchen auf uns.
Geschmacklich war alles zwar keine Sterneküche aber gute Hausmannskost und man wurde vor allem auch satt.
Im gleichen Speiseraum nahmen wir auch am nächsten Morgen um sieben Uhr unser Frühstück bestehend aus Kaffee, Orangensaft, Baguette, Butter und Marmelade zu uns. Das war typisch kontinental aber auch erneut ausreichend.
Für das Abendessen mussten wir übrigens 22 Euro und für das Frühstück 8 Euro pro Person berappen. Das hätten wir unter normalen Umständen als stark überteuert empfunden, aber man musste bedenken, dass hier alles per Hubschrauber eingeflogen wurde. 
Tolle Morgenstimmung in Marla

Blick auf die massive Steilwand von Le Maido

Die Vegetation zu Beginn des Weges war wieder ganz anders als gestern.

Im Flussbett des Rivière des Galets

An den namensgebenden kugelrunden drei Steinen von Trois Roches legten wir eine Pause ein. 

Das Wasser ergoss sich hier vom Fluss hinab in die Klamm von Trois Roches

Bei strahlend blauen Himmel mit Blick auf die umgebenden Berge, die gestern noch von dichten Wolken ab Mittags verdeckt waren, brachen wir gegen acht Uhr zum zweiten Teil unserer Wanderung auf.
Bereits nach wenigen Wanderminuten wurde es etwas abenteuerlich in Form eines recht rutschigen Abstiegs durch ein Geröllfeld kurz hinter Marla und etwas später wartete auch noch eine Bachüberquerung auf uns.
Danach führte der Weg durch ein imposantes Tal mit Blick auf den hochaufragenden Bergkamm von Le Maido
Einen kurzen Abstecher für eine erste Pause und ein kaltes Fußbad legten wir am Flussufer von Trois Roches mit den namensgebenden drei großen runden Steinen ein.
Mit der Entspannung war es danach leider vorbei, denn es erwartete uns ein längerer und fast kontinuierlicher Aufstieg zum Dorf La Nouvelle, das größer und auch etwas touristischer als Marla war. 
Wir überquerten die steppenähnliche Hochebene der Plaine aux Sables.

Riesige Agaven am Wegesrand

Angekommen in La Nouvelle. In dem dortigen Bistro machten wir Mittag.

Neben gutem Essen konnte man auch diverse flüssige Köstlichkeiten probieren.

Blick auf La Nouvelle

Lohnenswerter Abstecher zum Aussichtspunkt im Nordosten des Dorfes

Dort ließen wir uns im 
Le Bistrot des Songes an einem der Tische im Freien nieder und gönnten uns eine kalte Erfrischung sowie einen Mittagssnack. Auch hier war aufgrund der abgelegenen Lage wie bereits in Marla alles deutlich teurer als normal. So kosteten uns zwei Sandwiches mit zwei Cola insgesamt 16 Euro, waren dafür aber lecker, groß und mit Käse überbacken.
Genau das Richtige für uns zwei Wanderer!
Danach ging es mit leider gut gefülltem Bauch erst einmal kontinuierlich bergauf, bis wir die Plaine des Tamarindes erreicht hatten und von dort aus weiter bis zum Pass Col de Boeuf. 
Um 17 Uhr erreichten wir schließlich den großen Parkplatz und gestrigen Ausgangspunkt unserer zweitägigen Wanderung durch den Cirque de Mafate.
Die Bänke vor dieser hübsch bemalten Hütte boten ein willkommene Verschnaufspause während des Aufstiegs.

Zurück in der wunderschönen Plaine des Tamarins.

Wir wurden erneut neugierig beobachtet. :-)

Rückblickend war es trotz teils etwas anstrengenden Passagen eine tolle Wanderung durch eine sehr unterschiedliche und wunderschöne Landschaft und diese sollte meiner Meinung nach in keinem Réunion-Urlaub fehlen. Auch 
wegen der tollen friedlichen Stimmung, wenn man morgens mitten in den Bergen aufwacht.
Christian

Freitag, 18. September 2020

Réunion und Mauritius Tag 11: Der Sentier Scout, Hell-Bourg, Salazie und die Cascade du Voile de la Mariée

"Auf dem schmalen Grat"
Das war nicht nur Teil einer Redewendung, sondern auch Bestandteil unserer Wanderung auf dem Sentier Scout in den Bergen bei Salazie am heutigen Vormittag und zu finden im Rother Wanderführer als Tour 42.
Ein strahlend blauer Himmel und toller Blick auf die Berge begrüßten uns heute morgen.

Auf unserer großen überdachten Terrasse ließ es sich perfekt frühstücken!

Blick in den Talkessel von Salazie

Führten die ersten Kilometer noch durch teils dichten Wald und auch etwas abenteuerlich entlang einer Steilwand, fühlten wir uns circa eine Stunde nach Beginn der Wanderung wie auf einem Höhenflug. Denn wir überquerten den nur mit wenigen Metern sehr schmalen Grat Les Deux Fesses von dem aus sich ein tolles Panorama auf den Cirque de Mafate und den spitz geformten Piton Cabris bot.
Im Hintergrund erhob sich zudem imposant der steile Kraterrand von Le Maido sowie von Cap Noir, die wir bereits während unserer Wanderungen der letzten Tage besucht hatten. 
Am nächsten Bergkamm und bevor aus dem Weg ein weiterer steiler Abstieg wurde kehrten wir wieder um, denn der Rückweg ab hier führte uns bereits fast ausschließlich bergauf und wir wollten unsere Ausdauer nicht über Gebühr beanspruchen.
Grundsätzlich war der Wanderweg auch an den schmalen Passagen gut gesichert und zu meistern, aber Personen mit ausgeprägter Höhenangst würde ich ihn dennoch nicht empfehlen.  
Zu Beginn der Wanderung tauchten wir erst einmal in den dichten Bergwald ein.

Die Vegetation war dank der feuchten Luft sehr artenreich.

Blick auf den Grat, den wir später noch überqueren würden.

Diese Passage trieb unseren Adrenalinlevel etwas nach oben! :-)

Auf dem schmalen Grat Les Deux Fesses

Blick vom Grad zurück auf die Berge

Ausblick auf den markanten Piton Cabris

Zurück im Auto fuhren wir in Richtung Salazie und legten einen ersten kürzeren Stopp im Örtchen Grand Ilet ein bevor wir Hell-Bourg und Salazie erkundeten. 
Hell-Bourg mit seinen zahlreichen alten und schön restaurierten Häusern sowie seiner entspannten Atmosphäre würde ich rückblickend sogar als das schönste Dorf von Réunion bezeichnen! 
Auf dem kleinem Platz an der Hauptstraße kehrten wir ein in der Bäckerei Cascade Gourmande auf Kaffee und Kuchen, die beide nicht nur gut, sondern auch angenehm günstig waren.
Die Kirche von Grand Ilet

Auf diesem hübschen kleinen Platz in Hell-Bourg genossen wir Kaffee und Kuchen von der dortigen Bäckerei Cascade Gourmande.

Schöne und authentische Architektur in Hell-Bourg

Wenn man die Hauptstraße entlangspazierte kam man diversen hübschen alten Häusern vorbei.

Alte Apotheke im Dorfzentrum

Auf dem Rückweg nach Salazie legten wir noch einen Fotostopp an der Haltebucht kurz vor dem Ort ein, um die beeindruckenden Wasserfälle der Cascade du Voile de la Mariée auf digitales Zelluloid zu bannen.
Danach besichtigten wir noch das kleine pittoreske Zentrum rund um die Kirche von Salazie, bevor wir uns wie bereits gestern im Score Supermarkt mit Vorräten eindeckten.
Auf dem Foto sieht man leider nur einen Teil der zahlreichen Wasserfälle der Cascade du Voile de la Mariée.

Das Rathaus von Salazie

Die Kirche mutete an wie eine Miniaturversion der Notre Dame in Paris.

Alte Brücke im Nordosten des Zentrums von Salazie

Abends und zurück in unserem Ferienhaus bereiteten wir uns in der gut ausgestatteten Küche Spaghetti Carbonara zu und befeuchteten unsere Gaumen mit hellem Bourbon sowie dem dunkleren Fischer Bier, das mir persönlich sogar besser als ersteres schmeckte.
Christian

Montag, 14. September 2020

Réunion und Mauritius Tag 10: Wanderung zum Trou de Fer

"Wenn der Weg das Ziel ist!"
Dies sollte das Motto des heutigen Tages werden und auf die eigentlich bereits für gestern geplante Wanderung zum Trou de Fer und auch die spätere Fahrt nach Salazie zutreffen.
Die Entscheidung die Wanderung aufgrund des gestrigen schlechten Wetters auf heute vorschoben zu haben, erwies sich als richtig, denn heute hatte es aufgeklart und die Sonne lachte uns an, als wir das Hotel nach dem Frühstück und dem Check-out verliessen. 
Die Wanderung zum "Höllenloch", dem Trou de Fer findet ihr im Rother Wanderführer übrigens als Tour Nr. 50 beschrieben.
Startpunkt der Wanderung bei der Gite de Bélouve

"Into the Jungle" hätte auch Motto des Weges sein können!

Viele Stege und Treppen wie diese sollten dabei noch auf uns warten.
Auf der Fahrt hinauf in die Berge zog es dann leider wieder zu, doch am Wanderparkplatz unterhalb der Gite de Bélouve auf circa 1.500 Metern angekommen, zeigte sich sogar die Sonne wieder etwas. Daher beschlossen wir, auch aufgrund der recht langwierigen Anfahrt, es zu wagen und machten uns auf den Weg.
Dieser war zu Beginn teils sehr verwurzelt und durch die Nässe ziemlich schlammig. Aber zahlreiche Holzstege mit Drahtgitterbelag und -Treppen vor allem auf den späteren Abschnitten waren sehr hilfreich und verliehen einem die nötige Bodenhaftung. 
Abgesehen von diesen kleinen Widrigkeiten würde ich die Wanderung als eher einfach zu gehen bezeichnen, da man keine großen Höhenunterschiede überwinden musste. 
Für die Rundwanderung solltet ihr ohne Pausen mit circa 3,5 Stunden kalkulieren. Solltet ihr wie wir aber gern Fotos machen rechnet am besten mindestens eine Stunde oben drauf.
Der Sumpf Grande Mare

Sogar ein Tenrek konnten wir am Wegesrand entdecken!

"Weichenstelle" an der der Rundweg den Abstecher zum Aussichtspunkt des Trou de Fer machte.

Ohne die Holzstege und Treppen wäre ein Vorankommen auf dem nassen und matschigen Untergrund unmöglich gewesen.
Ein kleiner Hinweis: Wir sind den Rundweg aufgrund eines Tipps einer netten Wanderin entgegen dem Uhrzeigersinn gegangen, da der anfängliche Abstieg auf einem Waldweg bei den heutigen nassen und matschigen Bedingungen deutlich einfacher als auf dem schlammigen Pfad der regulären Gehrichtung war.
Auch wenn das Wetter wie heute nicht optimal ist, oder vielleicht sogar gerade dann kann ich euch diese Wanderung absolut empfehlen.
Denn die meiste Zeit wandert ihr durch Wald, der an vielen Stellen sehr dicht ist und entsprechend wie ein Urwald und verwunschen anmutet - zudem schützt euch das Blätterdach gut vor dem Regen. 
Die Holzstege verhindern außerdem, dass ihr nasse Füße bekommt und so die tolle Vegetation, bestehend aus Bäumen, Farnen und diversen anderen Pflanzen, genießen könnt. Wenn ihr etwas Glück habt, entdeckt ihr sogar wie wir auch ein paar Tiere wie etwa das Tenrek, das wie eine Mischung aus Igel und Spitzmaus anmutet und ursprünglich aus Madagaskar stammt.
Am Aussichtspunkt angekommen warteten auch bereits ein paar Ratten auf uns, die offensichtlich hier ihre Kantine hatten. :-)
Ich fand sie nett anzusehen, meine Frau dagegen gar nicht.
Naja, es bleiben am Ende des Tages halt Ratten mit den bekannten Problemen, die die Nager mit sich bringen.
Für ein paar Minuten schien es sogar das Wetter wieder besser mit uns zu meinen, denn es klarte kurz auf und so konnten wir einen Blick auf den bisher von dichten Wolken verborgenen Wasserfall des Trou de Fer erhaschen. Dieser ergoß sich tief unter uns beeindruckend in die zu Recht als Höllenloch bezeichnete steile Schlucht.
Die Treppen und Stegen waren zudem mit einem Drahtgitter überzogen, was sie auch bei Nässe nicht rutschig machte.

Angekommen an der Aussichtsplattform des Trou de Fer. Außer Wolken sahen wir erst einmal fast nichts.

Kurz lichtete sich die Wolkendecken und man konnte einen Blick auf den Wasserfall erhaschen.

Eine der Ratten, die geduldig und nicht aggressiv darauf warteten, dass ein paar Krumen von der Brotzeit der Wanderer für sie abfielen.
Wir brachen schließlich wieder auf und entgegen der Beschreibung im Wanderführer entschieden wir uns für den breiten Forstweg Allée Cavalier als Rückweg. Denn die Wanderer, denen wir begegnet waren, sahen ziemlich verschlammt aus und hatten uns davon abgeraten hatten, den normalen Weg zu gehen.
Auf der zweiten Hälfte des Rückwegs machten wir noch einen kurzen und lohnenswerten Abstecher zu einem großen Tamarindenbaum.
Der einfach zu gehenden dafür aber auch im Vergleich eher unspannende Forstweg führte uns bis zur Straße und von dort ging es noch ein kurzes Stück entlang bis zu unserem Wanderparkplatz.
Der Rückweg über die Allée Cavalier

Kurzer Abstecher zu einem riesigen Tamarindenbaum
Von dort aus benötigten wir noch gute eineinhalb Stunden mit dem Auto bis zu unserer Unterkunft bei Salazie und auch hier war die Fahrt durch die Schlucht das Ziel und ein ebenso interessantes Erlebnis wie bereits auf der Fahrt nach Cilaos.
Nach ein paar Orientierungsproblemen erreichten wir schließlich am frühen Abend unsere Unterkunft, die auf einem ruhigen Grundstück außerhalb von Salazie gelegen war. 
Wir wurden bereits von unserer sehr netten Gastgeberin erwartet, die uns kurze Zeit später unser geräumiges Ferienhaus samt großer Veranda zeigte und mit der wir noch etwas plauderten, bevor wir uns ans Auspacken und später ans Kochen machten.
Christian
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