Sonntag, 10. Januar 2021

Berchtesgadener Land Tag 10: Seisenbergklamm, Vorderkaserklamm und Lofer

Auch heute war leider weiterhin durchwachsenes Wetter vorhergesagt und so entschieden wir uns zwei Klammen in Österreich zu besuchen. Denn zwischen engen Felswänden, wo kaum Sonne hineindringt und es von den Wänden tropfte, war es ziemlich egal, ob es sonnig war oder regnete.
Altes Wasserkraftwerk am Anfang der Seisenbergklamm

Am unteren Ende der Seisenbergklamm

Die alten Holzkanäle wurden noch immer genutzt.

Nach ungefähr einer knappen Stunde Autofahrt von unserer Unterkunft in Engedey erreichten wir die Seisenbergklamm und diese sollte ganz anders als die Wimbachklamm bei Ramsau werden. Auf uns warteten tosende Wassermassen, die sich durch enge Schlucht drängen.
Auch von der Länge, war die Seisenbergklamm mit ungefähr einer halben Stunde Gehzeit durch Klamm und in etwa der gleiche Zeit für Rückweg in etwa doppelt so groß wie die Wimbachklamm. Auch hier war der weg sicher und einfach dank zu gehen dank zahlreicher Holzstege. Der Eintrittspreis Eintrittspreis war entsprechend auch etwas höher und betrug 6 Euro pro Person.
Ein kleiner Tipp: Google führte uns zum etwas weiter entfernten Parkplatz am Landgasthof Seisenbergklamm, von wo aus es zunächst circa 5 Minuten Fußweg bis zur Klamm sind. Es gibt jedoch auch einen Parkplatz direkt am Eingang. Für die Tages-Parkgebühr mussten wir weitere 3 Euro berappen. 
Zu Beginn war die Klamm noch relativ breit.

Dank der diversen Treppen und Stege war der Weg sicher zu gehen.

Je weiter wir in die Klamm vordrangen, desto spannender wurde die Landschaft.

In zahlreichen Windungen folgte der Weg dem Lauf des Weißbach.

Das letzte Drittel der Klamm war nur noch ein schmaler Spalt zwischen massivem Gestein.

Man konnte gut nachvollziehen, wie das Wasser die Schlucht geformt hatte.

Blick zurück in die beeindruckende Klamm

Nach vielen tollen Eindrücken und einem gemütlichen leicht bergab führenden Rückweg, brachen wir direkt wieder auf zur nur wenige Fahrminuten entfernten Vorderkaserklamm. Hier betrug die Tages-Parkgebühr 4 Euro. 
Von dem ersten Parkplatz direkt kurz hinter der Landstraße folgten wir für circa 45 Minuten und zwei Kilometern einem Fußweg entlang des Flusses bis wir den Eingang zur Klamm erreichten.
Vor allem für Kinder ist der Steinzeit-Erlebnisweges spannend mit diversen Stationen in realer Größe nachgebildeter steinzeitlicher Tiere aus dem Film Ice-Age, sowie mit vielen Spielplätzen und zwei Floßteichen.
Am besten haltet ihr euch immer rechts vom Fluss überquert nicht die Hängebrücke, da ihr sonst den offiziellen Weg verlasst und dann einen schmalen Pfad direkt am Flussufer weiterlaufen müsst. Oder aber ihr macht es dann wie ich und überquert barfuß an einer flachen Stelle den Fluss, um wieder zurück auf den Hauptweg zu gelangen. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, an dem linken Ufer entlang zu laufen, zwar ist der Weg etwas beschwerlicher, er führt jedoch auch nach einiger Zeit bei der Autobrücke wieder zurück auf den Hauptweg.
Worauf leider kein Schild am ersten Parkplatz hinweist ist, dass es noch einen weiteren Parkplatz direkt an der Klamm gibt, wenn man etwa keine Lust auf einen Spaziergang hat. 
Hängebrücke im Tal entlang des Steinzeit-Erlebnisweges

Wir konnten es uns natürlich nicht verkneifen, eine Runde Floß zu fahren.

Angekommen an der Jausenstation und dem Eingang zur Vorderkaserklamm.

Am Kassenhäuschen entrichteten wir für den Eintritt 5,50 Euro pro Person und dann durften wir erstmal für ungefähr eine Viertelstunde in Serpentinen den Hang hinauf wandern. Die geringe Anstrengung war es aber wert, da die Vorderkaserklamm noch einmal einen ganz anderen Charakter hatte. So war sie im Vergleich extrem schmal und auf ihre Weise sehr beeindruckend und fast schon etwas beklammend! :-p 
Am besten zieht ihr euch eine Regenjacke nach Aufstieg über den Weg direkt vor der Klamm an, da es einem permanent von oben auf den Kopf tropft. 
Dieser Steg führte zum Eingang der Klamm.

Die Vorderkaserklamm war noch einmal schmaler als die Seisenbergklamm.

Allein inmitten von Millionen Jahren altem Fels.

Was für eine Mühe es sein muss, jedes Jahr die Klamm aufgrund von Unwettern instand zu setzen!

Blick zurück in die Klamm hinein.

Insgesamt benötigten wir für den Rundweg circa 45 Minuten und machten danach noch quasi eine Kneippkur, als wir am Flussufer der Saalach Pause machten und unsere Füße ins eiskalte Wasser tauchten. Auch hätten wir gerne noch etwas in der Jausenstation auf deren schönen Terrasse gegessen, leider war heute am Montag jedoch Ruhetag. 
Am frühen Nachmittag und auf dem Rückweg Richtung Deutschland legten wir noch einen weiteren Stopp ein und schauten uns das pittoreske Dorf Lofer an.
Im pittoresken alten Ortskern von Lofer.

Zahlreiche Restaurants und Cafés luden zum Verweilen ein.

Teils wirkte es, als würde man durch ein Freiluftmuseum spazieren.

Alte Scheune

Blick auf die Dorfkirche in Richtung der Tiroler Alpen

Der seltsam geformte Kirchturm von Schneizlreuth

Der letzte Stopp für heute war dann auch der kürzeste und spontan von uns eingelegt, um ein Foto von der Kirche in Schneizlreuth mit ihrem interessant geformten Glockenturm zu machen.
Christian

Mittwoch, 30. Dezember 2020

Berchtesgadener Land Tag 9: Die Eisriesenwelt, Werfen und Marktschellenberg

Da für heute erneut Regen vorhergesagt war, hatten wir bereits vor ein paar Tagen zwei Online-Tickets für die Eisriesenwelt in Werfen in Österreich gekauft. Der Preis betrug 28 Euro pro Person für eine 70-minütige Tour durch die Eishöhle inklusive Seilbahnfahrt. 
Haupteingang der Eisriesenwelt in Werfen

Auf dem Weg zur Seilbahn durchquerte man auch diesen Tunnel.

Angekommen auf der Bergstation auf 1.586 Metern.

Blick hinab auf das unter den Wolken liegende Dorf Werfen.

Die Stimmung hier oben mitten in den Wolken war auch irgendwie einzigartig.

Für die Anfahrt mit dem Auto benötigten wir von Berchtesgaden aus circa eine Stunde. Bei der Eisriesenwelt handelt es sich um absolutes Superlativ, denn es ist die größte Eishöhle der Welt mit über 42 Kilometer Gesamtlänge. Man erläuft davon 
geführt zwar nur ungefähr einen Kilometer, der hat es aber dennoch in sich! So gilt es insgesamt über 1.200 Treppenstufen zu überwinden, 500 davon aufwärts. Auch bereits vom Eingang aus geht es erstmal per Pedes 20 Minuten bergauf bis zur Talstation der Seilbahn.
Die Fahrt dauert dreieinhalb Minuten und dann sind es weitere 20 Minuten auf Schusters Rappen, bis man den Eingang der Höhle erreicht hat. 
Der Weg hoch oben zwischen den schroffen Felsen war auch ein Erlebnis.

Von der Bergstation waren es noch einmal knappe 20 Minuten zu Fuß bis zur Höhle im Hintergrund.

Am Höhleneingang wurden wir noch mit Karbidlampen ausgestattet.

Dort erhält man eine alte Bergmannslampe und wird in Gruppen zu je circa 30 Personen durch die Höhle geführt. Jegliche Anstrengung ist jedoch sofort vergessen, wenn man die riesigen Eis-Stalagtiten und -Formen des bis zu 5.000 Jahre alten und meterdicken Eises sieht! Auch die Höhle selbst ist aufgrund ihrer enormen Ausmaße beeindruckend und in dem nach dem Entdecker Mörk benannten Dom fühlt man sich tatsächlich wie in einem großen Kirchenschiff und auf einmal ganz klein.
Leider sind weder Foto- noch Videoaufnahmen aufgrund der hohen Taktung der Gruppen und zum Erhalt der Atmosphäre gestattet. Man kann jedoch kostenlos auf der Website der Eishöhle schöne Bilder herunterladen.
Vom Parkplatz am Berghotel Burgblick bot sich uns dieses tolle Panorama auf die Burg Hohenwerfen.

Blick von Werfen hinauf zur Bergstation der Eisriesenwelt.

Die lustige "Hutmacher-Uhr" in Werfen

Die Altstadt von Werfen war zwar recht klein, aber pittoresk und sehenswert.

Blick auf die Burg von Werfen aus.

Blick auf das imposante Tennengebirge

Das alte Rathaus von Marktschellenberg an der Berchtesgadener Ache

Die Pfarrkirche

Typisch bayerische Architektur

Die Strohpuppen gingen mit gutem Beispiel voran und trugen Mundschutz gegen Covid-19. :-) 

Danach legten wir noch eine kurze Besichtigung der pittoresken Altstadt im Dorfzentrum von Werfen ein und wärmten uns dabei wieder auf. Denn inzwischen ließ sich sogar die Sonne wieder entgegen der Vorhersage blicken!
Da bereits früher Nachmittag war, beschlossen wir im Ort im Ristorante Bella Grotta einzukehren. Die Preise für die Getränke, einen Grillteller und die Lasagne waren in Ordnung, das Essen war allerdings geschmacklich nichts besonderes. 
Auf dem Heimweg machten wir noch einen letzten kurzen Fotostopp im ebenfalls hübschen Marktschellenberg, dass sich bereits wieder auf deutscher Seite befand.
Christian

Sonntag, 27. Dezember 2020

Berchtesgadener Land Tag 8: Wimbachklamm und Zauberwald

Aufgrund des heute wechselhaften und leicht regnerisches Wetters schliefen wir uns erstmal richtig aus und starteten mit einem relativ späten Frühstück gemütlich in den Tag. 
Als sich die Wolken etwas lichteten und der Regen aufhörte, brachen wir gegen 11:30 Uhr zur Wimbachklamm bei Ramsau auf, die angenehmerweise nur wenige Fahrminuten mit dem Auto von unserer Unterkunft entfernt lag. Der Eintritt betrug faire zwei Euro pro Person dank Gästekarte, dazu kam doch die Gebühr für den kostenpflichtigen Parkplatz in der Nähe der Hauptstraße.
Von dort waren es zu Fuß noch etwa fünf Minuten, bis man den Eingang der Klamm erreichte.
Den Eintritts-Coin erhaltet ihr übrigens an einem Automaten auf der Rückseite des Souvenirladens Wollstadl.
Der Kassenautomat befindet sich hinter dem Souvenirladen Wollstadl.

Gleich zu Beginn beindruckte uns die schmale Wimbachklamm.

Dank der Stege und Treppen konnte man trotz der Nässe sicher gehen.

Bereits wenige Meter bergab hinter dem Eingang beeindruckte uns die Klamm, deren Bach unter uns toste, während zig kleine Wasserfälle von den Wänden stürzten. Auch bei Nässe und Regen wie heute, konnte man dank der angelegten Stege und Geländer sicher durch die schmale Schlucht spazieren.
Nach 15 Minuten hatten wir bereits das Ende erreicht, dazu kamen dann noch weitere 15 Minuten für den Rückweg bis zum Parkplatz.
Wir liefen jedoch vom Ende der Klamm noch etwas ins schöne Wimbachtal hinein, kehrten als Regen einsetzte nach ungefähr 20 Minuten allerdings wieder um.
Bei schönem Wetter wären wir definitiv noch weiter bis zum Wimbachschloss und eventuell sogar bis zur Wimbachgrieshütte auf 1.327 Metern gelaufen, da der Weg als "Top-Wandertour" mit der Nummer 34 im Rother Wanderführer ausgezeichnet ist.
Auf dem späteren Rückweg erstanden wir im Wollstadl noch Seife sowie leckeren Ziegen- und Schafskäse aus eigener Herstellung.
Von überall rannen kleine Wasserfälle die Felsen herab.

Dank des schlechten Wetters hatten wir die Klamm teils für uns allein.

Nach wenigen Minuten hatte man bereits den hinteren Teil der Klamm erreicht.

Am Ende wurde es zu schmal, um noch weitere Stege zu bauen.

Wir wanderten auch noch etwas ins schöne Wimbachtal hinein.

Da erst früher Nachmittag war, wollten wir trotz des Wetter noch etwas aus dem Tag machen. 
Wir entschieden uns zum nahegelegen Hintersee zu fahren, um auf dem dortigen Rundweg des Naturlehrpfades Zauberwald spazieren zu gehen, da uns hier der dichte Wald vor dem Regen halbwegs schützen würde. 
Rückblickend war es die beste Entscheidung, denn nach wenigen Metern war uns das Wetter egal, da uns der gut ausgebaute Weg in zahlreichen Windungen durch einen tatsächlich fast schon verzauberten und verwunschenen Wald an einem wildem Bach entlang führte.
Die Ramsauer Ache begleitete uns anfangs auf dem Naturlehrpfad Zauberwald.

Die Bezeichnung Zauberwald war wirklich zutreffend!

Immer wieder konnte man über kleine Pfade ans Bachufer gelangen.

Die Bäume überwurzelten die Felsen teils in den seltsamsten Formen.

Der Hauptweg war befestigt und angenehm zu gehen.

Alter Kanal am unteren Ende des Zauberwaldes.

Leider war es heute zu nass, um auf dieser hübschen Bank zu verweilen.

Das letzte Drittel des Rundweges führte uns entlang des Hintersees.

Später ging es am südlichen Ufer des Hintersees zurück bis zum Parkplatz und nachdem wir auf den letzten Metern nochmal eine ordentliche Gratis-Dusche von Petrus erhielten, beschlossen wir damit den Tag zu beschließen und freuten uns auf unsere trockene und warme Ferienwohnung.
Christian
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