Samstag, 19. November 2022

Ostsee Rundreise Tag 20: Am Weststrand und in Ahrenshoop auf Fischland-Darß-Zingst

Nach einem zugegebenermaßen recht kurzem Gastspiel in Zingst, stand für heute bereits die Weiterfahrt zum nächsten Übernachtungsort in Zierow bei Wismar an. So ganz wollten wir uns allerdings noch nicht von der tollen Landschaft der Fischinsel Darß-Zingst verabschieden und legten kurz vor Ahrenshoop auf dem Waldparkplatz Drei Eichen einen Zwischenstopp ein. Dafür mussten wir allerdings eine Parkgebühr von fünf Euro pro Tag entrichten.
Von dort fuhren wir mit unseren Fahrrädern circa fünf Minuten durch den Wald bis wir den Weststrand erreicht hatten. Denn hier wo der Wald bis quasi zum Meer reichte befand sich dessen schönste Stelle mit einem breiten und kilometerlangen weißen Sandstrand. 
Fahrradparkplatz am Weststrand

Was für ein Traumstrand!

Lucky Catch! :-)

Wir waren direkt begeistert von der tollen natürlichen und ruhigen Atmosphäre  fernab jeglichem Gedrängels in den Touristenorten mit ausreichend Platz für jeden. Dazu glitzerte das kristallklare Wasser in der Sonne und der sehr flache Einstieg war ideal auch für Kinder.
Nach einem kurzem Strandspaziergang suchten wir uns auch sogleich ein hübsches Fleckchen, schlugen unsere Picknickdecke auf und machten einfach mal ....nichts! :-)
Nach diesem entspannten Start in den Tag fuhren wir mit den Rädern weiter bis in das kannte Ostseeabad und Künstlerdorf Ahrenshoop
Dort gönnten wir uns ein leckeres Bismarck-Fischbrötchen und eine gut gewürzte Fischboulette im Fischhus bevor wir die diversen schönen Reetdachhäuser besichtigten.
Angekommen in Ahrenshoop

Man passierte zahlreiche hübsche alte Häuschen.

Hortensien umrahmten dieses Reetdachhaus

Am Strand beim "Weg zum Hohen Ufer" stellten wir unsere Räder ab und brachen auf zu einer Wanderung entlang der Steilküste bis zum Strand von Wustrow. Hier zogen unsere Aufmerksamkeit vor allem diverse ins Meer gestürzte ehemalige Bunker aus dem zweiten Weltkrieg auf sich. 
Für die insgesamt circa 6 Kilometer lange Wanderung benötigten wir mit diversen Fotostopps übrigens knappe zwei Stunden. 
Zurück in Ahrenshoop belohnten wir uns erneut mit einem Fischbrötchen, diesmal in der Fischkate. Hier war der Matjes jedoch etwas zu salzig für meinen Geschmack. Zumindest aber gestärkt konnten wir so die Rückfahrt zum Parkplatz Drei Eichen angehen.
An der Steilküste "Hohes Ufer" in Ahrenshoop

Die Küste erodierte zusehends und riss dabei alte Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg mit in die Tiefe.

Ins Wasser gefallene Bunker bei Wustrow.

Ein schöner Platz an der Sonne war nicht nur bei Touristen beliebt! :-)

Toller Rastplatz mit Ausblick am oberhalb der Küste entlangführenden Rad- und Wanderweg.

Mit dem Auto fuhren wir nun erneut durch Ahrenshoop am späten Nachmittag und legten einen letzten Stopp im schönen kleinen Hafen Althagen am südlichen Ende des Ortes ein.
Dort im Restaurant Räucherhaus roch es schon wieder sehr einladend und auch das selbstgebraute Fischland Bier klang verlockend. Dessen winzige Brauerei befand sich ebenfalls am Hafenbecken und lustigerweise im gleichen Haus wie die öffentlichen Toiletten. :-)
Für ein Essen reichte die Zeit leider nicht mehr, aber wir teilten uns noch ein leckeres kleines Bernsteinbier, denn ich musste uns ja noch sicher ins circa eineinhalb Stunden mit dem Auto entfernte Wismar beziehungsweise nahegelegene Zierow fahren, wo wir für heute Nacht im Hotel Zierow einquartiert waren.
Pittoreskes Reetdachhaus oberhalb der Hafens Althagen

Im Räucherhaus gönnten wir uns ein Bier aus eigener Herstellung.

Tolle Abendstimmung am Hafen Althagen

Perfekt restaurierte alte Segler der "Holzbootfreunde Fischland"

Die Bootshütten erinnerten uns an unseren Aufenthalt an der Mecklenburger Seenplatte zu Beginn unseres Urlaubs.

Mit dem auf Koffergröße in einer Bewegung zusammenfaltbaren Fahrradträger XT2 von Thule waren und sind wir sehr zufrieden.

Nach dem Einchecken entschieden wir uns im nahegelegenen Café Romy zu Abend zu essen.
In Bezug auf das schöne Ambiente und die Freundlichkeit der Besitzerin war dies eine gute Wahl, leider jedoch nicht in Bezug auf das Essen, denn die Pizza für 8,50 Euro war eindeutig aus der Tiefkühltruhe!
Christian

Dienstag, 11. Oktober 2022

Ostsee Rundreise Tag 19: Fischland Darß-Zingst

Nach insgesamt sechs Nächten auf Rügen und vielen schönen Eindrücken, sei es von der Insel selbst, nahe gelegenen Städten wie Stralsund oder auch der Insel Hiddensee gestern, sagten wir heute "Auf Wiedersehen". 
Vor uns lag eine gute Stunde Fahrt mit dem Auto auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und zu unserem nächstem Übernachtungsort Zingst. 
Rügen machte uns den Abschied allerdings ziemlich schwer, denn heute strahlte uns die Sonne wieder bei blauem Himmel ins Gesicht!
Das Kurhaus von Zingst

Am kilometerlangen Sandstrand von Zingst

Die alte Seenotstation in Prerow

Die Fahrt durch den wunderschönen Wald bei Prerow war eines der Highlights des Tages!

Angekommen in Zingst war der Abschiedsschmerz jedoch schnell vergessen, als wir einen ersten Abstecher zum kilometerlangen weißen Sandstrand machten. Dann schwangen wir uns auf unsere Fahrräder und radelten circa 40 Minuten bis zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft im Westen bei Prerow.
Der kurze Abstecher zum dortigen Aussichtspunkt "Hohe Düne" lohnte sich leider eher nicht, da aufgrund der Bäume und des zu kleinen Turms kaum etwas zu sehen war.
Umso schöner war jedoch der Fahrradweg durch den stillen Wald mit seiner abwechslungsreichen Vegetation und teils intensivem Pinienduft. Insgesamt waren wir mit zahlreichen Fotostopps knappe 1, 5 Stunden Fahrt auf dieser gefühlten "Radlerautobahn" unterwegs bis wir am Leuchtturm Darßer Ort ankamen. Ohne Stopps benötigt ihr dafür circa nur die Hälfte der Zeit.
Hier gibt es übrigens einen großen Fahrradparkplatz und auch die Möglichkeit einzukehren sowie auf Toilette zu gehen.
Angekommen am imposanten Leuchtturm Darßer Ort

Vom Leuchtturm aus sind es nur wenige Meter durch die Dünen bis ihr den k
ilometerlangen Traumstrand erreicht habt. Dieser wird allerdings samt dem Turm voraussichtlich in rund 50 Jahren verschwunden sei, da das Meer hier immer mehr vom Land abträgt! Also beeilt euch mit der Reiseplanung! ;-)
Zunächst unternahmen wir einen kurzen Spaziergang entlang des Weststrandes in Richtung Süden bis an die Stelle an der der Wald fast bis zum Ufer reicht. 
Zurück in der Nähe des Leuchtturms entschieden wir uns noch den dortigen kleinen Rundweg durch das Naturschutzgebiet zu erwandern für den wir insgesamt circa eine Stunde benötigten.
Am ganze 12 Kilometer langen Weststrand fand jeder einen ruhigen Platz.

Vom Wind gekennzeichnete Bäume

Blick auf den Leuchtturm vom Strand aus

Am nördlichsten Ende des Weststrandes

Hier führte ein schöner Rundweg, teils auf Bohlen, durch das Naturschutzgebiet.

Blick auf den Libbertsee am Darßer Ort

Das war eine sehr gute Entscheidung, denn hier umgab uns eine wunderschöne friedliche Landschaft und wir hatten sogar das Glück neben zahlreichen Wasservögeln sogar Rehe entdecken! Anfang liefen wir auf Holzstegen durch die Dünen, bevor der Weg später durch lichten Wald und dann Schilf führte. Von zwei hölzernen Aussichtstürmen hatten man zudem eine schöne Sicht auf die Boddenlandschaft und die Küste.
Der Eintritt für den Leuchtturm betrug übrigens 
6 Euro pro Person und war für mich im Vergleich zu den üblichen zwei bis drei Euro auf Rügen ziemlich teuer. Da wir auch keine Zeit mehr hatten, denn wir mussten noch im Hotel einchecken, entschieden wir uns auf einen Aufstieg zu verzichten.
Das Panorama von dort oben ist sicherlich jedoch fantastisch und ich hätte das Geld bei mehr Zeit dann doch investiert.
Zurück am Strand von Zingst

Den Möwen konnte man hier ganz nah kommen

Die Zuckerhut Bar

Sonnenuntergang am Zingster Strand

Was für eine fantastische Abendstimmung!

Blick von der Seebrücke aus entlang am Strand in Richtung Westen und Prerow.

Zurück in Zingst gönnten wir uns vor dem Abendessen zwei leckere Cocktails von der Zuckerhut Bar direkt an der Seebrücke von Zingst und tranken diese beiden Sundowner am Strand entsprechend bei einem wunderschönen Sonnenuntergang.
Später kehrte wir im Ort im Restaurant Zum Klabautermann ein und aßen dort gut zu Abend.
Übernachtet hatten wir im Hostel Haus 54 in einem modernen großen Doppelzimmer mit Bad und am nächsten Morgen wartete ein gutes Frühstück auf uns. Der Preis mit 120 Euro pro Nacht für ein Doppelzimmer war allerdings auch recht happig für ein Hostel.
Christian

Mittwoch, 28. September 2022

Ostsee Rundreise Tag 18: Tagesausflug nach Hiddensee

Auch heute schien Petrus wieder gut gelaunt und sorgte für bestes Wetter mit strahlend blauem Himmel.
Dies freute auch uns sehr, denn es stand ein Tagesausflug auf die Insel Hiddensee samt Mitnahme unserer Fahrräder auf dem Program. Und einen ganzen Tag im Regen auf dem Fahrrad zu fahren, hätte dann doch das Erlebnis deutlich geschmälert.
Der einzige Wermutstropfen bestand allerdings im frühen Aufstehen, denn bereits um 08:45 Uhr sollte die Fähre ablegen und wir hatten auch noch eine Dreiviertelstunde Anfahrt mit dem Auto vor uns. 
Unsere Fähre nach Hiddensee im Hafen von Schaprode

Wir hatten sogar ein paar fliegende Begleiter auf unserer Überfahrt!

Die Fahrt verlief dank der frühen Uhrzeit sehr entspannt und so stellten wir unser Auto noch mit genügend Zeit im Gepäck auf dem Großparklatz im Fährort
Schaprode für 6,50 Euro pro Tag ab. 
Etwas später und pünktlich um 08:45 Uhr legten wir mit der Auto und Personenfähre ab, denn bei dieser war auch eine Mitnahme der Fahrräder garantiert Der Preis für die Hin- und Rückfahrt für uns beide samt unserer Fahrräder und inklusive zwei Euro Kurtaxe für Hiddensee pro Person lag bei insgesamt 59 Euro.
Der strahlend blaue Himmel und ein nur schwacher Wind sorgten für eine sehr entspannte Überfahrt und nach 45 Minuten legten wir im Hafen von Vitte auf Hiddensee an.
Ankunft im Hafen von Vitte auf Hiddensee

Da die Insel autofrei ist, werden Güter hier überwiegend entweder mit dem Pferd oder dem Fahrrad bewegt.

Kurzer Abstecher an den Strand, der auch in der Karibik hätte sein können!

Die "Autobahn" von Hiddensee: Einer der vielen Fahrradwege.

Wer es bei so einer Landschaft nicht schaffte runterzukommen, dem war nicht mehr zu helfen! :-)

Wir beschlossen zunächst einmal den Norden der Insel zu erkunden und radelten über das Dorf Kloster bin in das Naturschutzgebiet Dornbusch / Nationalpark Pommersche Boddenlandschaft.
Dies erkundeten wir dann auf Schusters Rappen und hatten uns auch sehr auf den Aufstieg auf den dortigen Leuchtturm und eine tolle Aussicht gefreut, dieser war allerdings ausgerechnet heute wegen Wartungsarbeiten geschlossen.
So schlimm war dies dann am Ende doch nicht, denn auch von dem nahegelegenen Aussichtspunkt am Hochplateau eröffnete sich uns ein fantastisches Panorama über die Insel und den Bodden. Dank der heutigen besonders klaren Sicht konnte man nicht nur Rügen sondern sogar auch bis zur Kreideküste von Dänemark bei Mons Klint schauen.
Danach sattelten wir wieder auf und fuhren wieder in Richtung Süden.
Am Jacht- und Fischerhafen von Kloster

Das traditionsreiche Hotel Hitthim befand sich direkt am Hafen.

Typischer Fischkutter im Hafen von Kloster

Vom Aussichtspunkt "Großer Inselblick" hatte man einen fantastischen Blick über Hiddensee.

Blick auf den 28 Meter hohen Leuchtturm Dornbusch

Vom Plateau des Leuchtturms eröffnete sich dieser tolle Blick auf den Bodden und die Insel Rügen im Hintergrund.

Nur bereits etwas nördlich des Leuchtturmes fiel die Küste steil zum Meer ab.

In Kloster legten wir diesmal einen etwas längeren Zwischenstopp ein, bevor wir zurück bis zum 
Hafen von Vitte fuhren, wo wir uns ein paar leckere Fischbrötchen im Bistro Inselfisch zum Mittag gönnten.
So gestärkt konnten wir nun auf die nun etwas längere Fahrt weiter in den Süden der Insel aufbrechen. Diese führte uns nach circa zehn Minuten vorbei an zahlreichen schönen Heidefeldern voll Dünenheide.
Die Hiddenseer Dünenheide ist übrigens mit 250 Hektar die größte noch existierende Dünenheide im gesamten deutschen Ostseeraum.
Unser Ziel war der Leuchtturm in Gellen der direkt mit dem Fahrrad zu erreichen war und den wir nach insgesamt einer knappen halben Stunde Fahrt von Vitte aus erreichten. Am dortigen wunderschönen und kilometerlangen Strand ließen wir uns nieder und frönten für knappe Stunde dem Nichtstun, bevor wir uns wieder auf den Rückweg nach Vitte machten, um unsere Fähre um 17:30 Uhr nach Schaprode zu erwischen.
Tierische Begegnung mit zahmen Pferden auf einer Weide zwischen Kloster und Vitte.

Das interessant geformte Haus "Karusel" des dänischen Stummfilm-Stars Asta Nielsen

Filmplakate aus den 1920er Jahren zeugten von vergangenem Ruhm.

Hier konnte man sehr schön erkennen, wo das Reetdach erneuert worden war.

Insel-Idylle!

Eines der vielen hübschen Reetdachhäuser - hier im Gebiet der Dünenheide.

Der Leuchtturm Gellen - das wohl kleinste Exemplar seiner Art, das ich bisher je gesehen hatte!

Tolle Stimmung am frühen Abend auf der Rückfahrt nach Schaprode.
Mit diesem traumhaften Sonnenuntergang verabschiedete sich Hiddensee von uns.

Die Fähre war im Vergleich zu heute morgen leider proppenvoll mit sehr vielen Tagestouristen samt ihrer Fahrrädern - also genau wie wir! :-)
Das änderte aber nichts an der wunderbaren Stimmung mit einer spiegelglatten Wasseroberfläche und einer Abendsonne, die auf alles ihr sanftes Licht zauberte.
Was für ein toller Tag!
Christian
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