Donnerstag, 10. Mai 2018

Ein langes Wochenende an der Mosel

Uns erwartete vor kurzem dank eines Brückentages und dem ersten Mai als Feiertag ein richtig schönes langes Wochenende von Samstag bis Dienstag.
Perfekt geeignet also für einen Kurzurlaub an der wunderschönen Mosel! Und wofür so manch anderer Tourist teils über den ganzen Atlantik fliegen musste, bedeutete es für uns nur eine recht kurzweilige knapp zweistündige Fahrt von Düsseldorf aus. 
Die "Deutsche Toskana" :-) ...Raps in voller Blüte in der Eifel.
Da wir auf dem Weg die Eifel passierten, nutzen wir den Anreisetag gleich einmal für eine Wanderung auf dem Vulkanpfad bei Ettringen. Dieser war bis auf einige moderate Auf- und Abstiege recht einfach zu gehen, die erste Hälfte davon auf dem Kraterrand des Bellerberges beziehungsweise des Vulkans. Der ganze Weg hatte eine Dauer von zwei bis drei Stunden bei einer Länge von insgesamt 6,6 Kilometern. Am Wegesrand oder an Aussichtspunkten befanden sich zahlreiche Infotafeln zur Entstehung der Vulkanlandschaft. Ein Highlight der Wanderung waren die so genannten Sieben Stuben. Hierbei handelte es sich um kleine Höhlen am Fuße einer Schlackewand, in denen die Einwohner von Ettringen während des zweiten Weltkrieges Schutz gesucht hatten. 
Auf dem Kraterrand des Bellerberges

Man konnte sich auf dem Weg an zahlreichen Informationstafeln über die Entstehungsgeschichte der Vulkane schlau machen.  

Die Sieben Stuben. Die Höhlen dienten den Menschen während des Krieges als Versteck.
Auf dem letzten Drittel des Weges passierten wir schließlich das Winfeld, bei dem es sich um ein Sammelsurium an interessant geformten Felsen sowie ehemaligen Steinbrüche handelte, wovon noch Überreste alter Krane und Ruinen von Werkshütten zeugten.
Zurück im Auto fuhren wir wenige hundert Meter bis zu dem früherem Steinbruch in der Ettringer Lay, der nun wie auch Winfeld zum Kletterparadies mutiert war - offenbar sogar über die Landesgrenzen hinweg bekannt, denn auch zahlreiche Autos unserer belgischen und niederländischen Nachbarn standen auf dem dortigen Parkplatz. Auch hier standen die teils noch gut erhaltenen Krane erhaben über den Steilwänden und es fand sich am Boden sogar noch das ein oder andere Überbleibsel ehemaliger Ausrüstung aus den Steinbrüchen.
Interessante Felsformationen im Winfeld.

Zahlreiche Ruinen von Kranen oder Hütten zeugten von den ehemaligen Steinbrüchen.

Felsdenkmal "Junker Schilling"

Gut erhaltener Kran am ehemaligen Steinbruch Ettringer Lay.

Hier hatte wohl jemand seinen Motor "verloren"...
Gegen frühen Abend brachen wir schließlich auf in Richtung Cochem und deckten uns im Supermarkt noch mit Proviant für die nächsten Tage ein. Für das letzte Stück bis zu unserer Unterkunft, dem Weingut Hirschen-Schuster in Mesenich benötigten wir lediglich circa 15 Minuten. Dort wurden wir von der Besitzerin sehr herzlich in Empfang genommen und richteten uns in der geräumigen Ferienwohnung häuslich ein.
Der nächste Morgen begrüßte uns leider zunächst mit Regen, gegen frühen Mittag kam dann glücklicherweise die Sonne heraus. Also entschieden wir uns für eine Wanderung in der Baybachklamm, die sich ca. 40 Kilometer beziehungsweise 30 Fahrminuten von Mesenich entfernt befand. 
Wanderweg hinab in die Baybachklamm

Landidylle

Der Wald wird inzwischen dankenswerterweise größtenteils sich selbst überlassen.

Ehemaliger Stollen "Klöckners Kaul"
Die abwechslungsreiche Wanderung war insgesamt 10,5 Kilometer lang wofür wir zwischen drei bis vier Stunden reine Gehzeit benötigten. Natürlich brauchten wir etwas länger, da einen die gewundenen schmalen Pfade entlang der Schlucht oft an beeindruckenden Felsformationen oder anderen schönen Stellen vorbeiführten und wir dies natürlich auf zahlreichen Fotos festhalten mussten. :-)
Auf etwa halber Strecke machten wir Rast und kehrten in der Schmausemühle ein, deren schöne sonnige Terrasse und gute Essen zum Verweilen einlud - wozu leider die etwas langsamen Bedienungen ebenfalls beitrugen. 
Hier wurde einem die Bezeichnung "Klamm" ganz gut verdeutlicht.

Einkehr in der Schmausemühle

Beim Überwinden einiger steiler Passagen half ein Stahlseil.

Lauschiger Wasserfall am östlichen Ende der Klamm 
Nach der Wanderung gönnten wir uns etwas Nervenkitzel und überquerten die mit 360 Metern längste Hängeseilbrücke Deutschlands bei Geierlay bei Mörsdorf. Der Spaß ist sicherlich nichts für Leute mit ausgeprägter Höhenangst - vor allem wenn die 100 Meter hohe Brücke etwas anfängt zu schaukeln! 
Das Begehen der Brücke ist kostenlos und man findet im Ort zahlreiche Parkplätze für faire zwei Euro für je zwei Stunden. Der Hinweg zur Brücke führt einen dann zu Fuß 1,9 Kilometer über einen relativ eintönigen Feldweg, aber in diesem Fall ist das Ziel das Ziel! ;-) 
Ein Tipp: Versucht wie wir gegen Abend zu kommen, denn gegen 18:30 Uhr war deutlich weniger los als noch am Mittag und wir fanden ohne Probleme einen Parkplatz direkt am Besucherzentrum. 
Die längste Hängeseilbrücke Deutschlands war nichts für schwache Nerven!
In der Nacht zog leider ein Gewitter samt ziemlich starkem Wind auf und sorgte für eine dichte Wolkendecke am nächsten Morgen. 
Daher frühstückten wir erst einmal ganz gemütlich und hofften darauf, dass es wie gestern noch aufklaren würde. 
Unglücklicherweise war uns heute jedoch Petrus nicht hold und das Wetter blieb zunächst bei den 50 Shades of Grey.
Daher entschlossen wir uns für eine Besichtigung der Burg Eltz. Da diese nicht nur in der Region bekannt war, sondern auch fester Programmpunkt jeder Deutschlandreise ausländischer Touristen zu sein schien, war der Parkplatz gegen späten Vormittag bereits ordentlich gefüllt. 
Während die zwei Euro Parkgebühr noch in Ordnung waren, fand ich dann die zehn Euro Eintritt pro Person zunächst einmal recht happig. 
Allerdings zahlte es sich dann doch aus, da man dafür eine interessante 45 Minuten lange Führung durch die mit allerlei altertümlichen Mobiliar, Waffen und Utensilien ausgestattete Räume erhielt - viele davon noch mit originalen Decken und Böden aus dem 16. Jahrhundert! 
Die im Preis enthaltene und ohne Führung zu besichtigende Schatzkammer war ebenfalls sehenswert, vor allem die Spieluhren mit extrem fein ausgearbeiteten aufgesetzten Figuren.
Wieder im Auto brachen wir spontan auf der Fahrt nach Cochem zur Burg Pyrmont ab. Diese war natürlich kein Vergleich zu Eltz und zudem auch noch geschlossen. Den Umweg hätten wir uns ehrlich gesagt sparen können!
Burg Eltz

Vom Bachufer wirkte die Burg sogar recht wehrhaft

Blick auf die Burg vom Wanderweg aus.

Der Burghof war überraschend klein. Von hier starteten auch die Führungen.

Burg Pyrmont
Von hier aus benötigten wir eine knappe halbe Stunde Fahrt bis wir dann wie ursprünglich geplant in Cochem ankamen. Wir parkten unser Auto kostenlos auf der dem Zentrum gegenüberliegenden Flussseite und gelangten nach knappen fünf Minuten Fußweg über die Brücke im Ortskern an. Dort nahmen wir erst einmal im Hotel-Café Germania einen leckeren Kaffee mit Schuss samt Torte zu uns als “Medizin“ gegen das Schauerwetter. :-)
Diese Taktik ging auf, denn just kam dann auch tatsächlich noch einmal die Sonne heraus und so machten wir uns auf, das pittoreske Mosel-Städtchen zu besichtigen über dem die imposante Reichsburg Cochem thronte.
Die Altstadt von Cochem

Das Restaurant "Alte Thorschenke" am Enderttor

Blick von der Skagerrak-Brücke auf Cochem und die Reichsburg
Zu Abend speisten wir heute bei uns im Ort Mesenich im Moselgasthof Andries. Ich traute mich zum erstem Mal in meinem Leben an einen Saumagen und war begeistert! 
Das wunderbar zarte gebeizte Wild an Süßkartoffelpüree als Vorspeise war ebenfalls ein Traum! Zu der hohen Qualität des Fleisches trug sicherlich bei, dass das Restaurant gleichzeitig auch Metzgerei war. Ein leckerer Weißwein aus der Region rundete das Essen perfekt ab. 
Altes Weingut in Mesenich
Saumäßig guter Saumagen im Moselgasthof Andries in Mesenich.
Am nächsten Vormittag stand für uns der Höhenweg Calmont auf dem Programm. Unser Auto stellten wir auf dem Wanderparkplatz beim alten Römischen Höhenheiligtum oberhalb von Bremm ab uns sparten uns so den ziemlich steilen Aufstieg vom Ort aus. Der flache Weg vom Parkplatz aus führte uns nach nur wenigen Minuten direkt zum Aussichtspunkt Gipfelkreuz. Hier eröffnete sich uns das fantastische Panorama auf die wohl bekannteste Fluss-Schleife der Mosel, die regelrecht wie ein Nadelöhr geformt war. Vom Aussichtspunkt aus spazierten wir dann ein Stück den Höhenweg entlang bis zum so genannten Vier-Seen-Blick. Von dort hatte man noch einmal eine ganz andere Perspektive auf die Moselschleife, den Ort Bremm sowie den Calmont und konnte auch gut die Ruine von Kloster Stuben am gegenüberliegenden Ufer erkennen. Zurück am Gipfelkreuz genossen wir noch etwas den Ausblick bei Weißwein und Kuchen, die zu günstigen Preisen in der nahe gelegenen Hütte eines Weingutes angeboten wurden. 
Schwindelfreie können übrigens auch eine komplette Rundtour samt dem Calmonter Klettersteig gehen, der auf teils abenteuerlichen Pfaden mit kurzen Kletterstrecken mitten durch den Steilhang führt.
Ausblick vom Gipfelkreuz auf die Moselschleife am Calmont

Der Vier-Seen-Blick bot ein schönes Panorama auf die Moselschleife, die Ruine von Kloster Stuben, sowie den Ort Bremm.
Auf der Fahrt nach Cochem legten wir einen kurzen Fotostopp an dem gegenüberliegenden Ufer von Beilstein ein und gönnten uns eine Bratwurst am Kiosk des Campingplatzes. Das pittoreske Beilstein hatten wir zwei Jahre zuvor bereits per Boot besucht, als wir eine zweitägige Kajaktour auf der Mosel bei Mosel-Kanutours unternommen hatten, die ich euch ebenfalls sehr ans Herz legen kann!
Blick auf Beilstein

Die Krümel unserer Bratwurst-Brötchen zogen interessierte Blicke auf sich! :-)
Im heute deutlich volleren Cochem fanden wir leider nur noch Platz auf dem großen kostenpflichtigen Parkplatz in der Nähe des Bahnhofes. Wir benötigten für den Fußweg von dort bis zur Altstadt knappe zehn Minuten und dann noch einmal ungefähr eine Viertelstunde hinauf bis zur Reichsburg
Der Eintritt zur Burg war mit sechs Euro fast halb so teuer wie für die Burg Eltz, aber dennoch genauso sehenswert. Die geführten Touren fanden ebenfalls in verschiedenen Sprachen statt und dank der netten und motivierten Führerin war die Besichtigung sehr interessant und kurzweilig. 
Anders als bei Burg Eltz war es einem hier auch gestattet, in den Innenräumen Fotos zu machen. Dies liegt daran, das Burg Eltz bis heute in Privatbesitz ist, wohingegen Burg Cochem Eigentum der Stadt ist. 
Der Fußweg hinauf zur Reichsburg Cochem

Den Hauptturm zierte ein großes und golden in der Sonne glänzendes Christopherus-Mosaik

Burg-Idylle

Es hätte mich nicht gewundert, wenn Harry Potter um die Ecke gebogen wäre! ;-)

Dieses Fantasiewesen erfüllte angeblich Wünsche, wenn man es berührte.

Viele der Räume beeindruckten durch ihr antikes Mobiliar.

Toll gearbeiteter Kerzenständer

Breakdance schien auch schon früher populär gewesen zu sein! ;-p
Nach der Besichtigung aßen wir noch eine Kleinigkeit im Burgrestaurant mit schönem Blick auf Cochem. 
Kurze Zeit später machten wir uns schließlich auf den Rückweg nach Düsseldorf und waren erstaunt über die vielen unterschiedlichen Impressionen, die wir in der kurzen Zeit unseres Wochenendtrips an der Mosel mitgenommen hatten!
Christian

Donnerstag, 26. April 2018

Ligurien und Toskana Tag 5+6: Ein Strandtag, ein Geisterdorf und eine riesige Chilischote

Nach so viel Bewegung in den letzten Tagen, sei es per pedes, Bahn oder Schiff, freuten wir uns auf den heutigen Strandtag in Monterosso al Mare
Strandtag in Monterosso al Mare
Der Zug brachte uns von La Spezia für vier Euro pro Person in einer guten Viertelstunde zum Ziel. Dort erwartete uns phantastisch klares Wasser, das zum Baden vor bester Kulisse mit Blick auf alle vier anderen Dörfer von Cinque Terre einlud. 
Nach einer Begutachtung der verschiedenen Anbieter entschieden wir uns für einen Liegeplatz auf der Höhe des Hotels Baia. Denn dort war der Kiesstrand etwas feiner und der Preis für zwei Liegen samt Schirm für insgesamt 18 Euro pro Tag etwas günstiger im Vergleich. Wobei man bei so einem Preis eigentlich nicht von "günstig" sprechen kann, aber ich hatte auch keine Lust, mich auf den wenigen und schmalen frei zugänglichen Strandabschnitten auf den recht groben Kies nur mit meinem Handtuch zu legen. Zudem drängten sich dort sehr schnell die Menschen aufeinander, bis sie fast schon wie die Sardinen nebeneinander lagen.
Am späten Nachmittag packte uns dann doch noch etwas der Sportsgeist und wir mieteten uns direkt bei dem Anbieter am Strand ein Standup-Paddle-Board für eine halbe Stunde zum Preis von acht Euro. 
Die ganze Stunde kostete 14 Euro. Darüber hinaus konnte man dort auch Einer- und Zweier-Kajaks für sieben und zwölf Euro pro Stunde ausleihen. Während des Tages versorgten wir uns an der nahe gelegenen Beachbar mit leckerem eiskaltem Caffè Shakerato für faire 2,50 Euro und Tomate-Mozzarella-Focaccia für vier Euro. 
Nachdem die Sonne am Abend schließlich auch beschlossen hatte, im Meer baden zu gehen, fuhren wir mit dem diesmal ungewöhnlich leeren Zug zurück nach La Spezia.
Insgesamt war dieser entspannte Tag ganz nach meinem Geschmack gewesen und auch ein perfekter Abschluss für unseren Aufenthalt in der Region Cinque Terre. 
Am nächsten Tag machten wir uns nach dem Frühstück auf die Fahrt nach Lucca zur nächsten Station unseres Urlaubs. 
Auf dem Weg dorthin legten wir einen ersten Stopp im Dorf Colonnata ein. Unser Auto stellten wir nahe des Dorfzentrums auf dem kostenlosen Parkplatz ab und brachen von dort auf zu einer Wanderung zum Geisterdorf Vergheto. Diese findet ihr übrigens zum Nachwandern im Rother Wanderführer "Toskana Nord" unter Tour 43.
Auf dem Weg nach Colonnata staunten wir bereits über die riesigen in die Berge gehauenen Marmor-Steinbrüche.

Diese - natürlich marmorne - Gedenktafel vor der Kirche in Colonnata war den Steinbrucharbeitern gewidmet.

Das Dorf mit seinen kleinen verwinkelten Gassen war auch hübsch anzusehen.

Am östlichen Ende des Dorfes begann die Wanderung zum Geisterdorf.

Der Weg führte die meiste Zeit durch diesen schönen lichten Wald.

Wir waren dankbar über den Schatten der Bäume, denn es ging konstant bergauf.
Der Weg dorthin bestand im Grunde aus einem mehr oder weniger anstrengenden knapp einstündigen Aufstieg, der jedoch dankenswerter Weise durch schattigen Wald führte, welcher uns vor der bereits recht heißen Sonne schützte.
Der Ausblick von dem auf einem Hügelkamm gelegenen Dorf machte aber alle Mühen wett, denn von dort bot sich uns ein traumhaftes Panorama auf die Berge der Apuanischen Alpen, die monströsen Steinbrüche, sowie bis hinab zur Küste. 
Unser Tipp: Im Dorfzentrum angekommen, geht rechterhand am Haus vorbei über die Wiese neben dem Weg hoch durch das Dorf bis zu einer alten Steinhütte. Von dort oben habt ihr die beste Sicht! 
Aber auch das verlassene Dorf selbst mit seinen urigen alten Steinhäusern war definitiv sehenswert. 
Im Geisterdorf angekommen.

Von hier oben hatte man einen schönen Blick auf die Apuanischen Alpen.

Das tolle Panorama verdankte das Dorf seiner Lage auf einem Bergrücken.

Zwischendurch bekamen wir Besuch von dieser Ziegenherde, die sich ihren Weg ganz eigenständig ohne Hirten suchte.

Die Sicht reichte bis hinab zur Küste im Hintergrund.

Die Marmor-Steinbrüche waren beeindruckend anzusehen, aber irgendwie machte es einen auch etwas traurig, wie hier die Natur zerstört wurde.
Für den Rückweg, der identisch mit dem Aufstieg war, benötigten wir gerade einmal eine gute halbe Stunde. Genug Zeit also, um uns noch Colonnata anzusehen und im Imbiss mit Blick auf den Marmor-Tagebau und die monumentalen Berge den berühmten Lardo Speck zu kosten
Auf dem Rückweg aus den Bergen machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Besuchertagebau von Fantiscritti. 
Marmor und Speck - die wichtigsten Produkte von Colonnata in einem "Kunstwerk" vereint.

Geschützte Herkunftsbezeichnung des Lardo-Specks

Vor so einem Panorama schmeckte der Lardo gleich doppelt so gut! :-)

Da hoffte man, dass die Ladung nicht ins Rutschen kam, wenn der Kollege hier vor einem fuhr!

Handarbeit im Steinbruch von Fantiscritti

Für weniger diffizile Arbeiten kam ein Roboter zum Einsatz.

Museum und Tickethäuschen des Besucher-Stollens von Fantiscritti. Fragt mich nicht, warum letzteres komplett in Pink gehalten war!
Wir entschlossen uns jedoch weiterzufahren, da die nächste Führung erst in einer halben Stunde stattgefunden hätte und wir uns heute auch noch die Stadt Pietrasanta ansehen wollten. 
Diese wartete neben einer schönen Altstadt mit einer riesiger roten Chilischote und einem silbernen Esel auf und erweckte durch ihre zahlreichen Ateliers und Boutiquen in uns den Eindruck einer lebhaften Künstlerstadt. Die Nähe zu den Marmorbrüchen zeigte sich hier in einer fast schon verschwenderischen Verwendung des Materials, so etwa beim Bau des Doms und des kleinen hübschen Baptisteriums. Die Krone setzte dem Ganzen jedoch der komplett aus Marmor gestaltete Skatepark auf! 
Bereits beim Betreten der Innenstadt von Pietrasanta wurde uns klar, dass man hier ein Faible für "besondere" Kunst hatte!

Es wurde offenbar auch darauf geachtet, allem einen angemessenen Rahmen zu geben!

Fast besser als ein Horrorfilm! Wandgemälde in der Kirche Misericordia di Pietrasanta.

Auf dem Domplatz erwartete uns neben dieser Birne...

...eine riesige Chilischote!

Ob dieser silberne Esel hinten rechts vor der Kirche Sant Agostino auf Einlass wartete, wurde uns nicht bestätigt.

Auch die Gebäude selbst waren irgendwie Kunst.

In der Architektur konnte man deutlich die römischen Wurzeln erkennen.

Leopold der Zweite hatte alles im Blick!

An fast jeder Ecke atmete man Kultur.

Im Inneren des Doms von Pietrasanta.

Eine Requisite aus Sharknado? :-)

In der Innenstadt fanden sich auch diverse hübsche Cafés und Restaurants wie das Il Marzocco in der gleichnamigen Straße.

Ein Skatepark aus Marmor - wer hat, der hat! :-)
Nach der Stadtbesichtigung deckten wir uns im nahe gelegenen Coop Supermarkt ein, bevor wir das letzte halbstündige Wegstück über die Autobahn bis Lucca zurücklegten. Dort wurden wir von unseren liebenswerten Gastgebern empfangen und staunten über das großzügige Willkommenspräsent in Form eines Kuchens samt extra kalt gestellten Sekt.
Willkommensgeschenk unserer Gastgeber in Lucca
Solche Liebenswürdigkeiten sollten wir noch öfters in diesem Urlaub erleben, nicht jedoch in den Hotels, sondern ausschließlich bei den meist privat vermieteten Wohnungen über Airbnb oder auch Booking.com. 

Die sehr schön eingerichtete Ferienwohnung samt Nutzung des Gartens befand sich in einem ruhigem Wohnviertel und nur 15 Minuten zu Fuß von Innenstadt entfernt.
Eine perfekte Location also, um sowohl die Stadt als auch die Umgebung von Lucca zu erkunden!
Christian