Montag, 20. Mai 2024

Norditalien Tag 11: Zu Land und zu Wasser auf dem Comer See

"Eine Schifffahrt die ist schön" war heute das Tagesmotto! 
Denn wir kauften uns ein Tagesticket für den sogenannten Middle-Lake-Shuttle. Hiermit konnte man für 15 Euro pro Person diverse und beliebig viele Orte im zentralen Gebiet des Comer Sees anfahren. Auch war man an keine festen Uhrzeiten gebunden, sondern nahm einfach die zeitlich am besten passende Fähre. Probleme einen Platz zu bekommen hatten wir dabei nie.
In diese typisch italienische "Knutschkugel" würde ich mit meinen 2 Metern gar nicht reinpassen! :-)

Blick zurück vom Boot auf Bellagio

Vor dieser Bergwand wirkten Schiff und Häuser winzig.

Wir parkten wie gestern auf dem kostenlosen Parkplatz in der Nähe der Altstadt von Bellagio und stachen mit der Fähre um 09:30 Uhr nach Varenna in See.
Nach einer Fahrtzeit von circa 20 Minuten erwartete uns dort 
eine entspannte Atmosphäre, da aktuell auch noch recht wenig Touristen unterwegs waren. 
Irgendwie erinnerte mich Varenna dabei etwas an die pittoresken Dörfchen in Cinque Terre.
Ankunft in Varenna am wohl schmalsten Hotel des Tages! :-)

Der Ort strahlte Romantik pur aus!

In den engen Gassen von Varenna konnte man sich nur zu Fuß bewegen.

Unsere Besichtigung führte uns zunächst entlang des Greenway dei Patriarchi bis zur Villa de Monastero. Hier konnte man sich für 8 € Eintritt deren schöne Gartenanlage ansehen, wir kehrten jedoch wieder ins Dorfzentrum zurück, da wir heute noch viel vor hatten.
Im Ortskern schlenderten wir durch süße kleine Gassen, umgeben von teils dicken Mauern wodurch man sich fast wie im Inneren einer Burg fühlte.
Was für ein traumhafter Ort für ein Frühstück!

Am pittoresken Hafen und Promenade von Varenna.

Auf dem Piazza San Giorgio oberhalb des Hafens.

Im wehrhaften Varenna fühlte man sich fast wie im Inneren einer Burg.

Um 11: 15 Uhr kehrten wir zum wenige Gehminuten entfernten Hafen zurück und es ging weiter mit der nächsten Fähre nach Menaggio
Der Ort war deutlich größer und weitläufiger als Varenna und hatte einen ganz anderen und geschäftigeren Charakter. 
Ankunft in Menaggio

Am geschützten kleinen Hafen

Die schöne Promenade lud zum entspannten Flanieren ein.

Auf keinen Fall war Menaggio weniger interessant oder schön - vor allem rund um die Piazza Garibaldi mit ihren zahlreichen Cafés in denen man perfekt bei einem Cappuccino in der Sonne entspannen konnte. Oder man lies 
von der schattigen Promenade aus einfach den Blick auf den See schweifen. 
Sehenswert waren auch die Innenräume der Kirche Heilige Martha und insbesondere der der größeren Kirche Heiliger Stefan mit einem wunderschönen Kuppelbau über dem Altar.
Der Piazza Giuseppe Garibaldi befand sich direkt hinter der Promenade und eröffnete den Weg in die Gassen der Altstadt.

In der Via Calvi befanden sich zwei sehenswerte Kirchen und zahlreiche Läden.

Im Inneren der Kirche Heilige Martha

Über dem Altar der Kirche Heiliger Stefan befand sich ein kleiner Kuppelbau samt toller Fresken.

Ob hier wohl früher eine Julia auf ihren Romeo gewartet hatte? ;-)

Mittagessen mit tollem Panorama im Ristorante Tato

Zu Mittag speisten wir im Ristorante Tato etwas oberhalb des kleinen Hafens bei einer leckeren Pizza und dazu einem tollen Blick auf den See.
Um 14:10 Uhr nahmen wir die Personenfähre Nr. 807 und fuhren zunächst zurück nach Varenna und Bellagio. Von dort ging es schließlich weiter vorbei an der schönen weißen Villa Carlotta bis zum Ort Lenno
Unser Ziel war nicht etwa der ebenfalls sehenswerte kleine Ort, sondern die berühmte Villa Balbianello, die schon Drehort für Star Wars und James Bond war. 
Auf dem Weg nach Lenno passierten wir die mondäne Villa Carlotta...

...sowie das ebenfalls klassisch-schöne Grand Hotel Tremezzo.

Ja, der Comer See war eindeutig ein Bergsee!

Ankunft im kleinen Hafen von Lenno

Im Dino-Supermarkt kauften wir uns noch etwas zu trinken, denn die 
Villa erreichte man nur zu Fuß in circa 20 Minuten auf einer teils bergauf und bergab verlaufenden Privatstraße. 
Im verwunschenen Garten der Villa Balbianello

Sogar eine eigene kleine Kirche befand sich hier.

Nun fehlten nur noch Padme und Anakin! :-)

Dank zahlreicher verschlungener Wege konnte man regelrecht auf Entdeckungstour im Garten gehen.

Aber sowohl der etwas anstrengende Weg also auch der Eintritt, der 
mit 11 € für den Garten und 22 Euro für Garten und Villa entsprechend teuer war, wurden am Ende belohnt durch eine unglaublich schönen Gartenlandschaft - darin eingebettet die pittoreske Villa mit diversen tollen Ausblicken auf den See. 
Darunter befanden sich natürlich auch die bekannten Szenenbilder aus Star Wars. Ich verstand nun um so besser, warum Hollywood diesen fast schon magischen Ort ausgewählt hatte. 
Leider schloss die Anlage um 18 Uhr und so reichte die Zeit nur für die Besichtigung der Gärten. 
Wer wollte, konnte dank dieser kleinen Anlegestelle die Villa auch per Boot erreichen.

Die Touristen verteilten sich ganz gut auf dem Areal und so waren wir teils sogar wie hier für kurze Zeit komplett allein.

Die Gärtner der Anlage leisteten wahrhaft Großartiges!

Obwohl die Anlage gar nicht so groß war, boten sich immer wieder neue Perspektiven.

Einer der Hotspots sowohl für Insta-Girls und -Boys als auch Hochzeitspärchen.

Vor der Rückfahrt mit der Fähre um 18:20 Uhr vertrieben wir uns auf der Terrasse des direkt bei der Anlegestelle gelegenen Hotel Albergo Lenno die Zeit mit einem kühlen Blonden.
Dabei kam mir der Gedanke, dass irgendwie am Comer See trotz der vielen Touristen für mich alles noch eine Nummer entspannter wirkte als am Gardasee.
Für den nächsten Tag wollten wir aktiver und noch unabhängiger als heute sein und reservierten uns ein Boot ohne Führerschein per Telefon bei Smanboats direkt bei uns in Lezzeno. 
Die Miete sollte für zwei Stunden 100 Euro und circa 50 Euro für das Benzin betragen.
Christian

Freitag, 17. Mai 2024

Norditalien Tag 10: Fahrt an den Comer See und Besichtigung von Bellagio

Arrivederci Gardasee! 
Zum Abschied unseres tollen Aufenthaltes in Roè Volciano schenkten uns unsere lieben Gastgeber sogar noch eine Flasche Bardolino Rotwein und eine Stofftasche.
Entsprechend etwas wehmütig brachen wir entsprechend auf zu unserer circa zweieinhalbstündigen Fahrt zum Comer See. 
Einen ersten kurzen Stopp legten wir in Magreglio am Aussichtspunkt Belvedere Romeo mit seinem Denkmal für Rennradfahrer ein und konnten dort einen ersten Blick auf den Comer See erhaschen.
Wenige Fahrminuten weiter in Richtung Bellagio hielten wir am nächsten Denkmal, diesmal für Motorradfahrer. Mit dem Bellavista di Civenna erwartete uns dort ein noch viel besserer Aussichtspunkt, der eine Sicht über einen großen Teil des östlichen Seeufers bot. 
Am Aussichtspunkt Belvedere Romeo

Noch bessere Sicht auf den Comer See vom Bellavista di Civenna

Dann aber ging es endlich in das heutige Highlight, das wunderschöne und entsprechend beliebte Dorf Bellagio am Ufer des Comer Sees. 
Unser Auto stellten wir einige hundert Meter vom Zentrum entfernt auf dem kostenlosen Parkplatz in der Nähe des Friedhofs ab. 
Unmittelbar anschließend gibt es hier auch kostenpflichtige Parkplätze aber wenn man Glück hat erwischte man wie wir noch einen der freien und weiß gekennzeichneten Parkplätze.
Von dort aus erreichten wir nach knappen 10 Minuten zu Fuß die Altstadt, in der uns ordentlich viel touristischer Trubel erwartete, wozu auch die sehr vielen US- Amerikanischen Touristen beitrugen. 
In der Altstadt von Bellagio am Comer See

Teils fühlte man sich sogar gefühlt bis in die Römerzeit zurückversetzt!

Viele der Gassen war für Autos gesperrt und man konnte wie hier ungestört speisen.

Angekommen an der schönen Uferpromenade

Nach einem kurzen Spaziergang erreichten wir die Uferpromenade an der zahlreiche Fähren und Wassertaxis auf Kundschaft warteten. Denn in diesem zentralen Gebiet des Comer Sees herrschte im Vergleich zum Westufer des Gardasees richtig viel Betrieb auf dem Wasser. 
So konnte man für 15 Euro mit einem Tagesticket diverse Orte am See inklusive Bellagio mit den Fähren anfahren.
Das wollten wir definitiv morgen machen, wenn das Wetter mitspielte!
Wartende Taxiboote

Was für ein Ausblick! Am gegenüberliegenden Ufer zu sehen, das Dorf Menaggio.

Wenn sich die Sonne blicken ließ, erstrahlten Wasser und Häuser regelrecht!

Die ehemalige Luxushotel Grand Bretagne war leider nur noch eine Ruine.

In den Kolonnaden an der Piazza Giuseppe Mazzini fanden sich zahlreiche Cafés und Läden.

Musste es schnell gehen, standen auch Tragflügelboote zur Verfügung.

Typische Schlange an den Anlegestellen der Boote

Von der Promenade, an der sich auch diverse nette Cafés befanden zogen wir weiter durch die Altstadt von Süd nach Nord bis zum Punta Spartivento, einem schönen Aussichtspunkt mit Blick auf den nördlichen Comer See. 
Tolle Häuserfassaden an der Piazza Giuseppe Mazzini

Das war mal eine Bootsgarage!

Blick vom Punta Spartivento nach Norden und auf den Ort Varenna

Danach ging es durch die obere Altstadt zurück und wir kauften uns noch ein kleines Souvenir aus Murano-Glas. Die Versuchung des Shoppens war in Bellagio groß, denn an nahezu jeder Ecke gab es Souvenirläden, sei es Lederwaren, Glasprodukte oder auch einfach nur Tinnef.
Auf der Piazza della Chiesa

Hier befand sich auch dieser pittoreske Süßigkeitenladen.

Wer mit dem Auto durch Bellagio musste, hatte keinen Spaß! :-p

Zurück im Auto fuhren wir circa 10 Minuten bis zu unseren Unterkunft, der Casa da Greta in Lezzeno
So herzlich unser Abschied heute morgen war, so war auch der Empfang hier! Dazu erwartete uns eine tolle Wohnung in einem alten Haus mit allem ausgestattet was man benötigte, sogar inklusive einer Waschmaschine. Das beste war jedoch der kleine Balkon von dem man hinab bis zum Comer See schauen konnte! 
Dazu erhielten wir als Willkommensgeschenk noch diverse Getränke, Milch, ein Körbchen voller Gebäck und sogar noch einen Obstteller!
Auch in der Küche war alles vorhanden was man brauchte, sei es Kaffee oder auch alle möglichen Kochutensilien. 
Ausblick vom Balkon unserer Unterkunft im authentischen Ort Lezzeno 

Die Ferienwohnung war extrem sauber, modern und bot alles was man brauchte.

Benötigt ihr eine möglichst barrierefreie Wohnung, muss ich euch jedoch darauf hinweisen, das es recht anstrengend war unsere Koffer vom einige Meter entfernten Halteplatz hinauf über mehrere Treppen bis in die Wohnung zu hieven. Zudem war der private für uns zur Verfügung gestellte Parkplatz zwei bis drei Minuten Fußweg entfernt. 
Dafür wohnte man in einem authentischen kleinen Dorf und kam in den Genuss der bereits erwähnten phänomenalen Aussicht. Die Wohnung war zudem sehr sauber und groß die beste Unterkunft bisher!
Nachdem wir unsere Sachen verstaut hatten, gingen wir zu Fuß diverse Treppen bis hinunter zur Hauptstraße und wenige Meter entfernt zur rechten Seite befand sich dort auch der kleine Supermarkt und die Bäckerei Antico Prestino mit sehr liebenswerten Verkäuferinnen. 
Hier deckten wir uns mit allem Nötigen ein und freuten uns, unseren Einkauf gleich wieder die ganzen Treppen hinaufzuschleppen! ;-p 
Am Abend kochten wir uns aus dem Einkauften etwas Leckeres und genossen natürlich noch den Ausblick von unserem Balkon.
Christian
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