Sonntag, 18. August 2019

Bretagne Tag 3: Mont Saint Michel, Dol de Bretagne und Saint Malo

Blick auf Le Mont Saint Michel vom Damm aus, auf dem man die Insel zu Fuß, per Shuttlebus oder per Kutsche erreichten konnte.
Gleich nach einem guten Frühstück mit frischen Croissants brachen wir auf, um die kleine und lediglich von 30 Einwohnern bewohnte Insel Le Mont Saint Michel zu besichtigen. 
Zeitig aufzubrechen war auch nötig, denn obwohl nur so wenige Menschen dort wohnten, wurde die Insel täglich von Tausenden von Touristen "eingenommen", denn der bei Flut vom Meer umspülte 90 Meter hohe Inselberg war eine Hauptattraktion der Region.
Dank eines Dammes konnte man die Insel zu jeder Zeit besuchen und wir nutzten einen der kostenlosen Shuttlebusse, um von den Parkplätzen aus in wenigen Minuten das Stadttor der Insel zu erreichen.
Die Insel bestand im Grunde nur aus einem großen Felsen, auf dem die Abtei thronte und unter dem sich auch ein paar Gebäude hinter der Stadtmauer duckten.

Am Stadttor konnte man sich von der Wehrhaftigkeit der dicken Mauern überzeugen.

Noch war es relativ leer in den engen Gassen.

Blick von der Stadtmauer gen Osten.

Blick hinauf zur Abtei

Die Abtei wirkte eigentlich eher wie eine Burg. Links zu erkennen ist eine Rampe über die samt Schlitten und Seilwinde Waren transportiert wurden.
Jetzt gegen 10:30 Uhr am Vormittag und dadurch, dass es sich heute um einen normalen Wochentag handelte, war die Menge an Menschen, die sich mit uns durch die engen Gassen des pittoresken Dorfes zwängte noch erträglich. 
Die Aussicht von der Stadtmauer auf die Küste war bereits sehr schön, wurde aber deutlich übertroffen vom dem Panorama, dass sich uns auf dem Vorplatz der Abtei bot, die ganz oben auf dem Berg thronte. 
Dafür und für die Besichtigung der Innenräume der Abtei lohnte sich auch der Eintritt von 10 Euro pro Person. 
Gegen Mittag gönnten wir uns einen kleinen Snack samt Getränk vom Imbiss von La Mère Poulard den wir auf der Stadtmauer sitzend verspeisten. Die zahlreichen Restaurants waren uns hier deutlich zu teuer und meist aus bereits voll besetzt, da der Touristenstrom nicht abbrach. 
Die verwinkelten Häuser könnten aus einem Harry Potter Roman stammen oder waren eventuell sogar Vorlage?!

Blick gen Süden. Dort weiter hinten befanden sich auch die großen kostenpflichtigen Besucherparkplätze.

Scheu? Kannte zumindest diese Möwe nicht!

Tolles Panorama auf die aktuell durch die Ebbe trockene Bucht.

Im Innenhof der Abtei

Auch die Innenräume waren einen Besuch wert!

Ein letzter Blick hinauf zum Berg von der Stadtmauer aus, bevor es nach dem Mittagessen weiterging.
Am frühen Nachmittag kehrten wir schließlich zu unserem Auto zurück und machten uns wieder auf den Weg.
Den nächsten Stopp legten wir im Dorf Dol de Bretagne ein, das mit seinen zahlreichen Gebäuden aus dem Mittelalter und einer aufgrund ihres fehlenden linken Glockenturms interessant anzusehenden Kathedrale viel ursprünglichen Charme versprühte.
Unsere weitere Fahrt führte uns in Richtung des Fischerdorfes Cancale. 
Hier hielten wir jedoch nur kurz am Straßenrand an der Küste in der Nähe des Hafens, denn das Dorf selbst erschien uns nicht besonders interessant und Mont Saint Michel war bereits so weit entfernt, dass unsere Kameras keine guten Fotos mehr davon einzufangen vermochten.
Pittoreske Gebäude in Dol de Bretagne

Man fühlte sich fast wie ins Mittelalter zurückversetzt.

Die Kathedrale Saint Samson mit ihrem nicht fertiggestellten linken Turm. 

Blick auf den Fischerort Cancale
Darüber hinaus war es bereits später Nachmittag und wir mussten noch unseren heutigen Übernachtungsort Saint Malo erreichen dessen Altstadt wir noch erkunden wollten. 
Unser Auto stellten wir außerhalb der Stadtmauer, die die komplette Altstadt umrundete, auf den kostenpflichtigen Parkplätzen am Hafen ab. 
Diese waren fairerweise jedoch ab 19 Uhr in der Nebensaison und ab 20 Uhr in der Hauptsaison bis neun Uhr morgens kostenfrei. 
Nach dem Einchecken und kurzem Frischmachen in unserem großen Zimmer im zentral gelegenen Hotel de la Cité, brachen wir direkt wieder zu einer Stadtbesichtigung entlang der imposanten Stadtmauer auf.
Unser Hotel de la Cite befand sich direkt in der Altstadt von Saint Malo.

Blick auf das vor den Stadtmauern gelegene Fort National

Auch innerhalb der Stadtmauer gab es diverse Befestigungen.

Blick entlang der Mauer auf den großen Stadtstrand samt Seewasserschwimmbad, das bei Flut vollständig "untertauchte".

Möwe die Zweite! :-)

Am westlichen Strand von Saint Malo mit Blick auf die Bar de l'Embraque.
Zum Abschluss der Tour gönnten wir uns ein großes kaltes Bier am Stadtstrand in der Bar de l'Embraque
Während wir der Sonne beim Untergehen zusahen, unterhielten wir uns sehr nett mit einem Kanadier, der sich vor Jahren in die Landschaft und Kultur von Frankreich verliebt hatte und nun hier seinen Wohnsitz hatte. 
Tolle alte Bücherei

In den schmalen Gassen der Altstadt konnte man an fast jeder Ecke etwas Neues entdecken.

Im Innenhafen von Saint Malo ankerte dieses tolle begehbare alte Museumsschiff, die Etoile du Roi.

Leckeren Cidre, schmackhafte bretonische Galettes und diesen tollen Blick gab es im Restaurant Le Corps de Garde.

Tolle Stimmung abends am Porte Saint-Vincent

Das illuminierte Rathaus von Saint Malo
Den Tag beschlossen wir etwas später mit Cidre und leckeren Galettes im direkt auf der Stadtmauer errichteten Restaurant Le Corps de Garde.
Christian

Montag, 5. August 2019

Bretagne Tag 2: Yport, Étretat, Honfleur, Deauville und Ankunft am Mont Saint Michel

Am unserem ersten Morgen in Frankreich erwartete uns bei unseren Gastgebern ein Frühstück das wahrlich königlich war, samt selbstgebackenem Brot und Kuchen. Dabei plauderten wir sehr nett mit Nathalie und ihrem Mann. Zum Abschied bekamen wir schließlich sogar noch Pflaumen und selbstgemachte Marmelade mit auf die Reise! 
Das Ziel heute für heute Vormittag sollten die imposanten Kreidefelsen an der Steilküste bei Étretat sein. 
Vorher legten wir jedoch noch einen kurzen Stopp im hübschen Dörfchen Yport ein. Die Landschaft erinnerte mich heute während unserer Fahrt stark an die Azoren, nicht wegen der grünen Hügel, sondern weil auch hier fast überall Hortensien blühten. 
Zentrum von Yport

Fischerboote am Strand
In Étretat angekommen, verbrachten wir zunächst einmal eine geraume Zeit mit der Parkplatzsuche, denn trotz der bereits begonnenen Nebensaison waren nun am am späten Vormittag viele der zentralen Parkplätze bereits voll. Aber das pittoreske Étretat mit seiner imposanten Küste war natürlich auch ein touristisches Highlight. 
Nachdem wir die Gassen mit zahlreichen urigen alten Häusern durchquert und die Strandpromenade erreicht hatten, entdeckten wir auch den weiteren Grund für den heutigen Massenandrang. So fand heute eine Marathon stand, bei dem die Läufer sich teils sichtlich die Steilküste linker- und rechterhand des Dorfes hinauf und auch wieder hinab quälen durften. 
Angekommen im pittoresken Étretat

Wie fast alle der Dörfer in der Bretagne und der Normandie hatten auch hier die Häuser ihren ganz speziellen Charme!

Kein Gebäude glich dem anderen.

Natürlich bekam man an jeder Ecke leckeren Cidre - für mich als Hesse ein Traum! ;-)

Obwohl alles auf Tourismus ausgelegt war, gab es so gut wie keine hässlichen Bettenbunker.

In dieser Markthalle quetschte sich ein Souvenirladen an den nächsten.

Die hölzernen Fassaden der Häuser erinnerten mich irgendwie an die Heckseite großer alter Segelschiffe.
Wir beschlossen es jedoch im gemütlichen Spaziergängertempo anzugehen und auch so kam man teils ganz gut außer Puste. Dafür wurde man jedoch mit teils spektakulären Aussichten entlang der teils bizarr geformten Küste belohnt. Grandios war vor allem der Kontrast der schneeweißen Kalksteinfelsen vor einem durch den Kalk fast schon karibisch-smaragdgrün leuchtendem Atlantik. 
Zurück an der Strandpromenade gönnten wir uns Mittags im Restaurant Les Caloges ein Paar herzhafte Crepes mit Schinken, Käse und Ei, begleitet von einem guten kalten Cidre stilecht in der Steinschale. 
Blick von der nördlichen Steilküste zurück auf den Strand von Étretat

Der weiße Kreidestein über dem türkisblauen Wasser strahlte regelrecht, sobald sich die Sonne blicken ließ. 

Welche Stadt braucht bei so einer Küste noch eine schützende Mauer?!

Blick vom Strand nach Norden auf die hoch oberhalb des Dorfes thronende kleine Kapelle der Fischer.

Blick auf Étretat von der südlichen Steilküste aus

Ein versteinerter Riesenelefant? :-)

Der oft raue Atlantik hatte die seltsamsten Formen aus den weichen Kreidefelsen gespült.
Wir sagten Étretat adieu und machten uns auf nach Honfleur mit seinem wunderschönen altem Hafen. Aber auch die Gassen wirken wie aus einem Mittelalterfilm entsprungen! Getreu dem Motto, wer rastet der rostet, ging es nach einer ausgiebigen Besichtigung auch gleich weiter bis zum mondänen Seebad Deauville. 
Anders als die eher pittoresk-gemütlichen Orte zuvor beeindruckte Deauville mit seinen imposanten eleganten Villen rund um das Casino. Ein gerade stattfindendes amerikanisches Filmfestival verbreitete zudem noch das passende Flair.
Die eng aneinander gedrängten Häuser am alten Hafenbecken von Honfleur wirkten wie aus einer Theaterkulisse.

Hier erwartete man fast gleich eine Figur aus Asterix aus der Tür spazieren zu sehen!

Blick auf den südöstlichen Teil des alten Hafenbeckens und das in einer Kirche beherbergte Marinemuseum

Oberhalb des Hafenbeckens in der Nähe der Kirche der heiligen Katharina.

Man fühlte sich in den schmalen Gassen von Honfleur wie in einem Freiluftmuseum!

Das imposante Royal Barriere Hotel in Deauville

Die Häuser hätten aus einem Harry Potter Film entsprungen sein können!

Das Casino von Deauville

Selbst die Shoppingmeile mit ihren auf alt getrimmten Luxusboutiquen hatte ihren Charme.
Da es bereits Abend wurde und noch circa 160 Kilometer bis zu unserer nächsten Unterkunft vor uns lagen, blieb leider keine Zeit mehr für ein Ründchen Roulette - vom nötigen nicht vorhandenem Kleingeld mal ganz abgesehen! ;-) 
Unser heutiger Übernachtungsort war ein nettes Bed&Breakfast in Huisnes-sur-Mer, das in in unmittelbarer Nähe des berühmten Mont Saint Michel lag, der angestrahlt in der Ferne thronte und bereits von weitem zu erkennen war. 
Spontan fuhren wir nach dem Einchecken auch einmal los konnten ein paar schöne Fotos vom Damm aus schießen, der vom Besucherzentrum hinüber zur Insel führte. Zudem sorgte eine sternenklare Nacht und das relativ geringe Streulicht hier draußen dafür, dass man sogar das Band der Milchstraße sehen konnte. 
Der imposante und schön illuminierte Mont Saint Michel
Gegen 23 Uhr fielen wir schließlich erschöpft in unsere Betten, dafür allerdings um enorm viele Eindrücke reicher an diesem eigentlich noch als Anreisetag eingeplanten Tag.
Christian
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