Dienstag, 8. September 2020

Réunion und Mauritius Tag 9: Fahrt entlang der Südostküste von Réunion

Heute morgen beschlossen wir einmal, das Frühstücksbuffet in unserem Hotel auszuprobieren und wurden nicht enttäuscht!
Auf unseren Gaumen warteten neben Baguette, Wurst und Käse auch frische Pfannkuchen und selbstgemachte herzhafte Würstchen.
Später statteten wir dennoch unserem Bäcker um die Ecke erneut einen Besuch ab und holten uns belegte Baguettes als Tagesproviant, da uns diese bereits gestern während unserer Fahrt und Wanderung in den Bergen gemundet hatten.
Leider wiederholte sich auch die Wetterlage und so war es erneut bewölkt und regnerisch. Eigentlich hatten wir eine Wanderung zum Trou de Fer geplant, entschieden uns aber aufgrund des Wetters für eine Autotour entlang der Südostküste, da es dort hoffentlich etwas besser war. 

Diese Kurve bei l'Echo an der Ostküste war sicherlich der Traum jedes Motorradfahrers! :-)
Nachdem wir auf dem Weg zur Ostseite der Insel der Straße N3 folgend die verregneten Berge und den Pass Col Belevue überwunden hatten, erreichten wir unser erstes Ziel, den See Grand Étang bei leicht bewölktem aber zumindest trockenem Wetter.
Wir stellten unser Auto auf dem Wanderparkplatz ab und machten per Pedes einen kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt rechterhand. Danach wanderten bis zum Ufer des Sees, von wo man ein ganz schönes Panorama auf den See und die dahinter liegenden steilen Bergwände hatte.
Gegen 12 Uhr waren wir zurück am Parkplatz und verspeisten erstmal an einer der Picknickbänke unsere mitgebrachten Baguettes. Dabei wurden wir interessiert von einem hier herumstreunenden Hund beobachtet, der sich aber sehr zurückhaltend und fast scheu verhielt.
Wer übrigens wenig Zeit im Gepäck hat, kann den See meiner Meinung nach auch auslassen, da ich ihn nicht besonders beeindruckend fand.

Feste Schuhe waren auf dem Weg zum See Grand Étang von Vorteil.

Schöner Blick auf den See vom Aussichtspunkt.

Blick auf die imposanten, den See umrahmenden Berge.
Welcher war nur unser Mietwagen?! ;-)
Vom See aus erreichten wir in wenigen Fahrminuten die Küstenstraße N2 auf der es von nun an weiter die Ostküste Réunions entlang gen Süden ging.
An der schönen Kirche von Saint-Anne legten wir einen nächsten kurzen Fotostopp ein bevor wir weiter bis zur alten beeindruckenden Hängebrücke über den Rivière de l'Est fuhren.
Ebenfalls imposant war auch die während eines Vulkanausbruchs im Jahre 1977 gerade noch um wenige Zentimeter von der Lava verschonte Kirche Notre Dame des Laves in Piton Saint-Rose.
Die schöne Kirche von Saint-Anne

Ein Bauer mit seiner Zuckerrohr-Ernte

Abgefuckt aber irgendwie interessant! :-)

Die alte Hängebrücke über den Rivière de l'Est

Leider war das Betreten der Brücke untersagt.

Um erkennbar nur wenige Zentimeter verschonte ein Lavastrom die Kirche Notre Dame des Laves.
Zu der überwiegend schroffen Vulkan- und Felslandschaft, die wir bisher durchfahren hatten bot unser nächstes Ziel, die am Meer gelegenen und von dichter Vegetation umrahmten Wasserfälle der Anse des Cascades einen tollen Kontrast.
Im dortigen schön gelegenen, dafür leider auch entsprechend teueren Restaurant kehrten wir auf einen Kaffee ein, dieser entsprach jedoch vom Geschmack her nicht dem Preis.
Und so brachen wir schließlich wieder auf und konnten zumindest statt unserer Geschmacksnerven unsere Augen beeindrucken mit den riesigen Lavafeldern der Grand Brule, die oberhalb in den Bergen sogar noch heftig dampften und vom jüngsten Ausbruch des Vulkans zeugten.
Die namensgebenden Wasserfälle der Anse des Cascades

Zig Wasserfälle stürzten über die Felswand verteilt herab.

Ein einziger grüner Pflanzenteppich!

Finde das Haus! ;-)

Neugierige auf Krümel hoffende Besucher nahe des Restaurants.

Der kleine Fischerhafen der Anse des Cascades - dahinter das Restaurant.

"Wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht" wäre hier sicherlich ein passender Spruch fürs Phrasenschwein!

Die Landstraße führte mitten durch die Lavafelder der Grand Brule.

Überall konnte man solch fast schon surrealistische Formen der ehemaligen Lavaströme entdecken.

Wilde Hundefamilie mit einer ganz lieben Mama, die geduldig auf etwas Futter wartete.

Die dampfenden Schwaden in den Bergen zeugten vom immer noch aktiven Vulkan. 
Unser letztes Ziel des heutigen Roadtrips, den Souffleur d'Arbonne erreichten wir am frühen Abend und schafften es, noch ein paar tolle Fotos der vom Sonnenuntergang perfekt in Szene gesetzten Küste zu machen.
Zurück in Saint Pierre wollten wir heute Abend einmal ausgehen und entschieden uns für das Fischrestaurant DCP.

Der Souffleur d'Arbonne spuckte ganz ordentlich Wasser aus!

Was für eine fantastische Sonnenuntergangs-Stimmung!

Das sehr empfehlenswerte Fischrestaurant DCP in Saint-Pierre.
Die kalte Fischplatte war exzellent!
Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig, denn nun wurde auch unser Gaumen beeindruckt von einer Panaché-Platte aus rohem Fisch bestehend unter anderem aus Fischtartar, Fischcarpaccio und Sushi. Das warme Fischcurry war ebenfalls vortrefflich! 
Die Preise mit durchschnittlich 20-25 Euro pro Gericht empfanden wir aufgrund der Qualität und der großen Portionen als absolut angemessen.
Christian

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