Montag, 5. August 2019

Bretagne Tag 2: Yport, Étretat, Honfleur, Deauville und Ankunft am Mont Saint Michel

Am unserem ersten Morgen in Frankreich erwartete uns bei unseren Gastgebern ein Frühstück das wahrlich königlich war, samt selbstgebackenem Brot und Kuchen. Dabei plauderten wir sehr nett mit Nathalie und ihrem Mann. Zum Abschied bekamen wir schließlich sogar noch Pflaumen und selbstgemachte Marmelade mit auf die Reise! 
Das Ziel heute für heute Vormittag sollten die imposanten Kreidefelsen an der Steilküste bei Étretat sein. 
Vorher legten wir jedoch noch einen kurzen Stopp im hübschen Dörfchen Yport ein. Die Landschaft erinnerte mich heute während unserer Fahrt stark an die Azoren, nicht wegen der grünen Hügel, sondern weil auch hier fast überall Hortensien blühten. 
Zentrum von Yport

Fischerboote am Strand
In Étretat angekommen, verbrachten wir zunächst einmal eine geraume Zeit mit der Parkplatzsuche, denn trotz der bereits begonnenen Nebensaison waren nun am am späten Vormittag viele der zentralen Parkplätze bereits voll. Aber das pittoreske Étretat mit seiner imposanten Küste war natürlich auch ein touristisches Highlight. 
Nachdem wir die Gassen mit zahlreichen urigen alten Häusern durchquert und die Strandpromenade erreicht hatten, entdeckten wir auch den weiteren Grund für den heutigen Massenandrang. So fand heute eine Marathon stand, bei dem die Läufer sich teils sichtlich die Steilküste linker- und rechterhand des Dorfes hinauf und auch wieder hinab quälen durften. 
Angekommen im pittoresken Étretat

Wie fast alle der Dörfer in der Bretagne und der Normandie hatten auch hier die Häuser ihren ganz speziellen Charme!

Kein Gebäude glich dem anderen.

Natürlich bekam man an jeder Ecke leckeren Cidre - für mich als Hesse ein Traum! ;-)

Obwohl alles auf Tourismus ausgelegt war, gab es so gut wie keine hässlichen Bettenbunker.

In dieser Markthalle quetschte sich ein Souvenirladen an den nächsten.

Die hölzernen Fassaden der Häuser erinnerten mich irgendwie an die Heckseite großer alter Segelschiffe.
Wir beschlossen es jedoch im gemütlichen Spaziergängertempo anzugehen und auch so kam man teils ganz gut außer Puste. Dafür wurde man jedoch mit teils spektakulären Aussichten entlang der teils bizarr geformten Küste belohnt. Grandios war vor allem der Kontrast der schneeweißen Kalksteinfelsen vor einem durch den Kalk fast schon karibisch-smaragdgrün leuchtendem Atlantik. 
Zurück an der Strandpromenade gönnten wir uns Mittags im Restaurant Les Caloges ein Paar herzhafte Crepes mit Schinken, Käse und Ei, begleitet von einem guten kalten Cidre stilecht in der Steinschale. 
Blick von der nördlichen Steilküste zurück auf den Strand von Étretat

Der weiße Kreidestein über dem türkisblauen Wasser strahlte regelrecht, sobald sich die Sonne blicken ließ. 

Welche Stadt braucht bei so einer Küste noch eine schützende Mauer?!

Blick vom Strand nach Norden auf die hoch oberhalb des Dorfes thronende kleine Kapelle der Fischer.

Blick auf Étretat von der südlichen Steilküste aus

Ein versteinerter Riesenelefant? :-)

Der oft raue Atlantik hatte die seltsamsten Formen aus den weichen Kreidefelsen gespült.
Wir sagten Étretat adieu und machten uns auf nach Honfleur mit seinem wunderschönen altem Hafen. Aber auch die Gassen wirken wie aus einem Mittelalterfilm entsprungen! Getreu dem Motto, wer rastet der rostet, ging es nach einer ausgiebigen Besichtigung auch gleich weiter bis zum mondänen Seebad Deauville. 
Anders als die eher pittoresk-gemütlichen Orte zuvor beeindruckte Deauville mit seinen imposanten eleganten Villen rund um das Casino. Ein gerade stattfindendes amerikanisches Filmfestival verbreitete zudem noch das passende Flair.
Die eng aneinander gedrängten Häuser am alten Hafenbecken von Honfleur wirkten wie aus einer Theaterkulisse.

Hier erwartete man fast gleich eine Figur aus Asterix aus der Tür spazieren zu sehen!

Blick auf den südöstlichen Teil des alten Hafenbeckens und das in einer Kirche beherbergte Marinemuseum

Oberhalb des Hafenbeckens in der Nähe der Kirche der heiligen Katharina.

Man fühlte sich in den schmalen Gassen von Honfleur wie in einem Freiluftmuseum!

Das imposante Royal Barriere Hotel in Deauville

Die Häuser hätten aus einem Harry Potter Film entsprungen sein können!

Das Casino von Deauville

Selbst die Shoppingmeile mit ihren auf alt getrimmten Luxusboutiquen hatte ihren Charme.
Da es bereits Abend wurde und noch circa 160 Kilometer bis zu unserer nächsten Unterkunft vor uns lagen, blieb leider keine Zeit mehr für ein Ründchen Roulette - vom nötigen nicht vorhandenem Kleingeld mal ganz abgesehen! ;-) 
Unser heutiger Übernachtungsort war ein nettes Bed&Breakfast in Huisnes-sur-Mer, das in in unmittelbarer Nähe des berühmten Mont Saint Michel lag, der angestrahlt in der Ferne thronte und bereits von weitem zu erkennen war. 
Spontan fuhren wir nach dem Einchecken auch einmal los konnten ein paar schöne Fotos vom Damm aus schießen, der vom Besucherzentrum hinüber zur Insel führte. Zudem sorgte eine sternenklare Nacht und das relativ geringe Streulicht hier draußen dafür, dass man sogar das Band der Milchstraße sehen konnte. 
Der imposante und schön illuminierte Mont Saint Michel
Gegen 23 Uhr fielen wir schließlich erschöpft in unsere Betten, dafür allerdings um enorm viele Eindrücke reicher an diesem eigentlich noch als Anreisetag eingeplanten Tag.
Christian

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