Mittwoch, 23. März 2016

Kuba Tag 4: Durch Guantanamo bis zur Sierra Maestra

Nach gewohnt leckerem und reichhaltigen Frühstück in unserer Casa führte unsere Fahrt von Baracoa aus zunächst in Richtung Süden über die schöne Passstraße La Farola und durch eine grüne Berglandschaft. 
Die schöne Passstraße La Farola
In der Nähe von Baracoa herrschte noch subtropisches Grün vor
Je mehr wir uns von dort der Region Guantanamo näherten, desto weiter kletterte das Thermometer nach oben und desto trockener und karger wurde die Landschaft. Unser Weg führte uns über weite Strecken über eine Küstenstraße entlang an einer rauen Küste mit versteinerten Korallen und bis zu drei Meter hohen Kakteen. Kontrastreicher hätte diese Landschaft im Vergleich zum tropisch-grünen Südosten der Insel, aus dem wir kamen, nicht sein können! 
Küstenstraße in Richtung Guantanamo
Unser MG 5 von REX, der uns im ganzen Urlaub immer pannenfrei ans Ziel brachte.
Kakteen prägten das Bild der trockenen Region Guantanamo
So schön und doch so schmerzhaft! :-)
Versteinerte Korallen an der Küste
Die Korallen gab es in den unterschiedlichsten Formen
Einen kurzen Stopp legten wir auch an einem, auf einem Hügel gelegenen Aussichtspunkt samt Restaurant ein und erhaschten einen sehr entfernten Blick auf den berühmt-berüchtigten US-Stützpunkt am Horizont. 
Panorama vom Aussichtpunkt mit Blick auf den US-Stützpunkt am Horizont
Trotz Zoom konnte man kaum etwas erkennen, aber die Landschaft war eh interessanter!
Etwas später fuhren wir dann zum ersten Mal ein Stück über die Autobahn bzw. die Autopista. Dies war für uns als Deutsche ein besonders surreales Erlebnis, da wir oft das einzige Auto auf der dreispurigen Straße waren. Zudem war die rechte Spur Pferdekutschen vorbehalten ... das stelle man sich mal auf der A3 in Deutschland vor! ;-) Davon abgesehen genoss ich es, endlich einmal 100 und fast Schlagloch-frei fahren zu können.
Einmal wurde es dann doch etwas brenzlig, als plötzlich mitten auf unserer Spur ein Baum lag! Als wir ihn passierten, stellten wir fest, dass es sich wohl um die kubanische Version eines Warnzeichens oder auch Absperrung für das riesige Loch im Asphalt dahinter handelte. Wären wir da durchgebrettert, hätten wir uns wohl nach einem neuen Auto umsehen müssen! :-)
Kubas Autobahn, die Autopista - oft ganz ohne Autos! :-)
Nach dem Stück Autobahn fuhren wir wieder über normale Landstraßen, die teils überraschenderweise sehr gut in Schuss waren. Lediglich nach den oft unbeschrankten Bahnübergängen musste man immer Ausschau halten und die nötige Vorsicht beim Überqueren walten lassen. Denn die Schienen standen oft ordentlich nach oben hin über und man hätte sich bei zu schneller Geschwindigkeit ganz schnell einen Reifenplatzer einhandeln können. 
Gut ausgebaute Landstraße
Die Landschaft wurde zunehmends wieder grüner, je mehr wir uns der Sierra Maestra näherten.
Zugewachsener Fluss
Kurz vor Ankunft an unserem Ziel, dem Hotel El Salton, schwitzten wir dank der extrem schlechten Schotterpiste nochmal etwas. Dort angekommen, entschädigte uns dafür dann jedoch die schöne, bei Contramaestre und mitten im Dschungel der Sierra Maestra gelegene Anlage samt klimatisiertem Zimmer. Der Preis des über Cubaism.com gebuchten Zimmers war mit ca. 55 € pro Nacht inklusive Frühstück auch in Ordnung.
"Blockade" der Zufahrtstraße zum Hotel
Das mitten im Dschungel gelegene Hotel El Salton
Die klimatisierten Zimmer verteilten sich auf diesen zweistöckigen Bungalows
Man kam sich teilweise vor wie in Jurassic Park! :-)
Das einzige Manko war, dass der hauseigene Wasserfall samt Naturpool leider auf Grund des trockenen Wetters und Mangels an Wasser nicht zu nutzen war. Eigentlich hätte ein Bad dort die Krönung des Tages werden sollen, denn der Wasserfall lag ganz romantisch mitten im Dschungel und keine 20 Meter von unserem Zimmer entfernt. 
Schön anzusehen war er aber dennoch und auf Regen wollten wir auf keinen Fall hoffen, denn sonst könnten wir wahrscheinlich den Rückweg über die bereits im trockenen Zustand kaum befahrbare Straße mit unserem Auto vergessen! 
Der leider ausgetrocknete Wasserfall samt Naturpool.
Nicht der schlechteste Ort für eine Partie Billard!
Das zu den Seiten hin offene Restaurant
Abends gab´s dann erschreckenderweise doch noch Regen und ein leichtes Gewitter. Das recht schmackhafte Abendessen nahmen wir im offen Restaurant zu uns, umgeben von der Geräuschkulisse des nächtlichen Dschungels samt zahlreichen Glühwürmchen, keine zwei Meter von uns entfernt in den Bäumen. 
Als "Dessert" und schönen Abschluss des Tages gab es dann noch ein kleines Konzert eines kubanischen Gesangstrios samt Gitarre.
Christian

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