Montag, 19. Januar 2015

Costa Rica Tag 14+15: Manuel Antonio Nationalpark

Tiefenentspannt von unseren zwei Strandtagen in Samara, besuchten wir vormittags erneut den schönen Strand und schauten den Surfern zu, während wir unsere Smoothies an der Strandbar La Vela Latina genossen. 
Mit etwas Wehmut brachen wir dann zu unseren heutigen, mit insgesamt ca. fünf Stunden ziemlich langen Fahrt nach Quepos auf. Die Hauptattraktion dort ist nicht der Ort selbst, sondern der weltweit berühmte Nationalpark Manuel Antonio
Meine Entspannung wich leider während der Fahrt ziemlich schnell, da die Straße auf dieser Hauptverkehrsachse größtenteils nur eine Spur pro Richtung bot und die vielen Lastwagenkolonnen entsprechend schlecht zu überholen waren. Die 30 Grad Außentemperatur machten das Ganze auch nicht gerade angenehmer...
Schnie Schna Schnappi :-)
Zahlreiche Krokodile sonnten sich am Flussufer unterhalb der Brücke über den Rio Tarcoles...

...oder ließen sich im Fluss treiben.

Die Brücke über den Rio Tarcoles
Dennoch bot auch diese Tour ein Highlight, als wir unterwegs Halt an der Brücke von Rio Tarcoles machten, die bekannt dafür ist, dass sich im Fluss und am Ufer unter der Brücke gerne Krokodile aufhalten. Und tatsächlich konnten wir von der Mitte der Brücke aus mindestens 15 der Panzerechsen beim Sonnen beobachten. Ich muss sagen, dass diese Tiere absolut beeindruckend und furchteinflößend sind und man keinem wünscht, in ihrer Reichweite zu sein, wenn sie hungrig sind. Auf dem Rückweg zum Auto entdeckten wir auch noch sechs Aras in den Bäumen neben der Straße. 
Die Landschaft und Pflanzenwelt änderte sich während Fahrt zunehmend, je weiter wir uns von der trockenen Region Guancaste entfernten und wurde wieder erheblich grüner und subtropisch. 
Nachtmarkt in Quepos
In Quepos angekommen bezogen wir unser Zimmer im schönen und ruhigen, von Deutschen aus Krefeld geführten Hotel Villa Romantica
Abends aßen wir auf Empfehlung des Hotels guten frischen Fisch im Restaurant Kukula. Dies liegt etwas außerhalb und nördlich des Stadtzentrum an der Überlandstraße, auf der wir gekommen waren und ist zu Fuß in circa 20 Minuten vom Hotel aus zu erreichen. Nach dem Essen schlenderten wir dann noch über den kleinen aber sehenswerten Nachtmarkt von Quepos.
Am nächsten Morgen genossen wir im Hotel zunächst ausgiebig, das meiner Meinung nach beste und reichhaltigste Frühstück unserer Reise. 
Mit vollem Bauch fuhren wir dann bequem mit unserem Auto die ca. 6km bis zum Manuel Antonio Nationalpark. 
Der öffentliche, frei zugängliche Strand vor dem Nationalpark Manuel Antonio.
Seiner Popularität entsprechend, ist leider auch rund um den Park alles ziemlich touristisch. Hierzu gehören auch die so genannten "Parkeinweiser", die alle versuchen, einen auf ihre privaten und natürlich kostenpflichtigen Parkplätze zu lotsen. Man sollte sich davon aber nicht irritieren lassen und vor allem nicht gleich dem Erstbesten folgen, da man sonst unter Umständen noch ein gutes Stück bis zum Park laufen muss. Statt dessen sollte man erstmal die Lage sondieren und bis zum Parkeingang durchfahren. Danach kann man gegebenenfalls wieder ein Stück zurückfahren und den Parkplatz seiner Wahl benutzen.
Der Nationalpark Manuel Antonio
Ein Faultier in den Bäumen direkt am Wegesrand.
Diese Krabbe hatte sich wohl verlaufen. :-)
Ein weiteres Faultier, samt Baby im Baum darunter.
Vor dem Park gibt es auch bereits einen recht schönen öffentlichen Strand, sollte man nur schwimmen und nicht den Eintritt von 10 Dollar pro Person zahlen wollen. 
Auf den Wegen des Nationalparks waren wir trotz Nebensaison nie allein und passierten zahlreiche geführte Gruppen. Das hatte allerdings auch den Vorteil, dass man selbst nicht nach Tieren Ausschau halten musste, da die kundigen Guides bereits jedes Tier für ihre Gruppe ausmachten. Dadurch kamen wir in den Genuss, direkt am Wegesrand zweimal ein Faultier, eins davon sogar mit Baby, beobachten zu können. 
Diese Nähe zu den, an die Menschen gewöhnten und nicht scheuen Tiere, ist neben den tollen Stränden auch das absolut Herausragende an dem ansonsten eigentlich eher kleinen Park. 
Und es wurde noch besser: Während wir an den filmreifen, schönen Stränden entlang durch den Wald liefen, turnten Waschbären, Kapuziner- und Totenkopfaffen keine zwei Meter entfernt im Geäst neben uns sowie direkt über unseren Köpfen. 
Bei so manch besonders frechen Äffchen, die berühmt-berüchtigt dafür sind, Taschen der Besucher zu stibitzen und darin nach Essen zu suchen, kam es auch zum Vollkörperkontakt, wenn der Eigentümer es noch rechtzeitig bemerkte. Dieses lustige Theater wurde von allen anderen unter großem Gelächter verfolgt. Ich hatte natürlich auch meinen Spaß dabei, es machte mich jedoch auch etwas nachdenklich, da man hier in keinster Weise mehr von einer natürlichen Verhaltensweise der Tiere sprechen kann. 
Auch großen Leguanen kamen wir sehr nah - so nah, dass ich während ich einen Affen fotografierte, im Rückwärtslaufen fast über eine der Echsen gestolpert wäre! 

Einer der "Homies" aus der, sich heftig um Futter kabbelnden "Waschbärgang".
Die Affen turnten keine zwei Meter entfernt über unseren Köpfen herum.
Auch diverse Leguane bevölkerten den Strand und die Bäume.
Der ruhigere Strand auf der anderen Seite des kleinen Wäldchens, das ihn vom Hauptstrand trennt.
Wir folgten dann der Rundwanderung zur Punta Catedral, die zu einem schönen Aussichtspunkt auf die vorgelagerte Inseln und danach wieder zurück zur Haupt-Badebucht führt. Danach wanderten wir noch zu den kleinen Buchten von Playas Gomolas.
Panorama vom Aussichtspunkt auf dem Rundwanderweg Punta Catedral

Blick auf die Haupt-Badebucht des Nationalparks Manuel Antonio

Die kleineren Buchten von Playas Gomolas

Der Leguan, über den ich fast gestolpert wäre.
Neugieriges Totenkopfäffchen.
Mutter mit ihrem kleinen Baby.
Wieder zurück am großen Strand, genossen wir die restliche Zeit bis zur Schließung des Parks um 16 Uhr mit Baden und Relaxen - immer mit wachem Auge auf unsere Rucksäcke - bevor wir uns auf den Rückweg zum Parkeingang machten.
Das in und rund um ein Frachtflugzeug gebaute Restaurant El Avion

Cocktailbar im Frachtraum des Fliegers und Zugang zum Cockpit.

Aussicht von der Terrasse des Restaurants.
Auf dem Rückweg vom Park, stoppten wir zum Abendessen beim Restaurant El Avion, das in und um ein komplettes altes Frachtflugzeug herum gebaut ist. Im Inneren der Maschine befindet sich die Cocktailbar und man kann sogar ins Cockpit klettern. Aber auch kulinarisch ist das Restaurant ein Überflieger, denn unser Thunfisch war genau auf den Punkt gegrillt und Cocktails fruchtig und lecker.
Zurück in Quepos übernachteten wir erneut im Hotel Villa Romantica.
Christian 

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