Samstag, 24. Dezember 2016

Teneriffa Tag 1: Ankunft und Reiseroute

Nachdem wir bereits Ende 2014 Gran Canaria einen Besuch abgestattet hatten und des öfteren während unserer Wanderungen den schneebedeckten Teide-Vulkan im Blick hatten, wollten wir dieses Jahr endlich einmal auch die deutlich größere Insel Teneriffa kennenlernen. Zudem hatten wir bereits viel Gutes über diese kanarische Insel gehört, die ähnlich wie Gran Canaria eine große Diversität an Landschaften und Aktivitäten bieten sollte.

Im Anflug auf Teneriffa: Der Teide-Vulkan thronte majestätisch und weithin sichtbar über den Wolken.
Diesmal ging es jedoch nicht im Winter in Richtung Süden, sondern relativ spontan Ende Februar, da das deutsche Wetter zu der Zeit auch noch nicht viel besser war und wir uns nach Sonne und T-Shirt-Wetter sehnten! :-)
Mit Germanwings erreichten wir nach circa viereinhalb Stunden Flug von Köln Bonn aus den Flughafen Teneriffa Süd. 
Dort übernahmen wir unseren Mietwagen am Schalter von Cicar, über die wir bereits sehr günstig auf Gran Canaria zuvor unterwegs gewesen waren. Der Preis für 8 Tage für einen Opel Corsa inklusive Vollkasko ohne Selbstbeteiligung lag bei ungefähr 200 Euro und zusätzlichen gerade einmal 5 Euro mehr für ein Navi. Letzteres kann ich jedem nur ans Herz legen, denn es hilft ungemein, um sich in den kleinen Dörfer und engen Gassen der Insel zurechtzufinden!
Die Ausflugsziele unseres achttägigen Aufenthalts auf Teneriffa.
Auf Google Maps findet ihr bereits alle Ziele unserer Ausflüge der folgenden Tage.
Unsere Fahrt in Richtung Unterkunft führte uns über die gut ausgebaute Autobahn nach Norden. Dieser Weg war zwar länger, aber dennoch schneller, als wenn wir über die Dörfer im Osten gefahren wären. 
In Puerto de la Cruz deckten wir uns im Hiper Dino Supermarkt mit Vorräten ein, den wir schon bereits von Gran Canaria kannten und schätzten. Zwar gibt es auch zahlreiche deutsche Supermärkte wie beispielsweise Lidl, aber wer will schon im Urlaub das Gleiche wie daheim essen!? Außerdem finde ich es persönlich immer spannend in ausländischen Supermärkten die zahlreichen unbekannten Produkte auszuprobieren. Entsprechend kann so ein Einkauf - sehr zum Leidwesen meiner besseren Hälfte - auch gern etwas länger als üblich dauern! :-) 
Nach insgesamt circa einer Stunde reinen Fahrtzeit vom Flughafen aus, erreichten wir unser Ziel, das kleine Küstendorf San Marcos und unsere Unterkunft die Apartamentos La Luna. Für Autofahrer war Teneriffa übrigens ein regelrechtes "Benzin-Schlaraffenland", denn mit knapp 80 Cent für Superbenzin fühlte man sich wie in das Deutschland der 90er Jahre zurückversetzt!
Blick von der Dachterrasse unserer Unterkunft 

Die Wohnung war groß, modern und sehr sauber.

Das Wohnzimmer
Von der Vermieterin nahmen wir unser schönes und sauberes Appartement Nummer 4 entgegen, dass im Grunde fast ein eigenes Haus samt eigener Dachterrasse mit Meerblick war und eine komplett ausgestattete moderne Küche samt Backofen und großem Kühlschrank mit zwei Gefrierfächern bot. Lediglich ein paar scharfe Küchenmesser, ein Schneidebrett und ein Toaster wären noch wünschenswert gewesen und die Betten hätten einen Tick weicher sein können. Aber das alles ist Lamentieren auf hohem Niveau und eigentlich auch nicht gewollt, denn unsere Vermieter waren ein liebenswürdiges älteres spanisches Ehepaar, das uns sogar noch ein Bündel Bananen als Willkommensgruß schenkte.
Der Preis mit 50 Euro pro Nacht war zudem unschlagbar für das Gebotene.
Am Abend nutzten war dann ausgiebig die Kochmöglichkeiten und ließen es uns auf unserer eigenen Dachterrasse schmecken und tranken dabei das extrem süffige kanarische Dorada Bier.
So ging der erste Tag trotz der relativ langen Anreise ganz entspannt und ohne irgendwelche Aufreger zu Ende und wir freuten uns, in den kommenden Tagen die Insel zu entdecken!
Christian

Samstag, 17. Dezember 2016

Korsika Tag 14-15: Die Zitadelle von Calvi

Unseren letzten Urlaubstag auf Korsika widmeten wir noch einmal komplett Calvi. Für den Vormittag stand zunächst eine ausgiebige Besichtigung der Zitadelle auf dem Programm.
Blick auf die Zitadelle von Calvi

Am Hafen von Calvi mit Blick in Richtung Altstadt

Calvi schien auch bei monetär "etwas" besser Ausgestatteten ein beliebtes Ziel zu sein.
Innerhalb der Meterdicken Mauern befand sich quasi eine kleine autarke Stadt aus zahlreichen Wohnhäusern, kleinen Läden und Restaurants sowie einer noch aktiven Kaserne der französischen Fremdenlegion, die eine Einheit Fallschirmjäger beherbergt.
Neben den "inneren Werten", bot sich natürlich auch ein tolles Panorama von der auf einem Felsen thronenden Zitadelle hinab auf Hafen und Altstadt sowie die Bucht von Calvi. 
Die wehrhaften Mauern der Zitadelle

Das Eingangstor - hier passte nicht jedes Auto durch

Der kurze Aufstieg lohnte sich, denn von der Zitadelle aus bot sich ein schönes Panorama auf Calvi und die Bucht.

Im "Inneren" der Zitadelle

Die Festungsstadt beherbergte zahlreiche Restaurants mit teils tollem Panorama.

Blick über die Bucht von Calvi
Selbiger statteten wir am frühen Nachmittag einen erneuten Besuch ab und entspannten am Strand, bevor wir gegen Nachmittag durch die Altstadt bummelten.
Im Feinkostladen Annie Traiteur in der Altstadt deckten wir uns mit korsischen Gewürzmischungen und Maronenlikör ein. Wer in dem mit zahlreichen geräucherten Schinken und Würsten, die von der Decken hängen und den ganzen kleinen anderen Tiegeln, Säckchen und Dosen voller Köstlichkeiten nicht dazu animiert wird, etwas zu kaufen, ist wirklich standhaft oder bereits pleite vom Shopping in den anderen Läden und Boutiquen! ;-)
Die Zitadelle war quasi ein Freilichtmuseum aus pittoresken alten Gebäuden, die meist aber noch bewohnt zu sein schienen.

Tor des ehemaligen Militärhospitals

Kleines Auto - großes Haus! :-)

Die angebliche Geburtsstätte von Christoph Kolumbus

Blick in Richtung Südwesten. Im Hintergrund der Leuchtturm von Punta de la Revellata.

Zurück in unserem Hotel Saint Erasme
Etwas wehmütig schlenderten wir nach dem Abendessen zurück in unser Hotel, denn am nächsten Morgen wartete auf uns der Rückflug nach Deutschland vom Flughafen Calvi.
Rückblickend kann ich jedem, der auf der Suche nach einem schnell von Deutschland aus zu erreichendem Urlaubsziel, das unterschiedlichste Landschaften und Eindrücke bietet, Korsika nur ans Herz legen. Denn hier wird im Grunde jeder glücklich - sei es der Bergwanderer, der Strandurlauber oder der Indiviualreisende, der wie wir gerne selbstorganisierte Rundreisen macht.
Christian 

Sonntag, 11. Dezember 2016

Korsika Tag 13: Das Geisterdorf Occi und Relaxen am Strand von Calvi

Für den heutigen Vormittag stand zunächst eine kurze Wanderung zum bekannten Geisterdorf Occi an, bevor wir nachmittags an den Strand von Calvi zum Entspannen wollten. Zunächst fuhren wir mit dem Auto in das Dorf Lumio, da wir ja bereits schon einmal am Ankunftstag besucht hatten.
So schloss sich nun also der Kreis gewissermaßen wieder! 
Von dort aus erreichten wir nach einer knappen halben Stunde Aufstieg das Geisterdorf. Im Vergleich zu Tassu, das wir ja für uns allein hatten, stiefelten hier schon bereits ein paar Leute durch die Ruinen. Da das Gelände jedoch deutlich größer war, tat dies dem Ganzen dennoch keinen Abbruch. 
Der "rustikale" Weg von Lumio hinauf zum Geisterdorf Occi.

Vom Plateau, auf dem Occi gelegen war, bot sich eine tolle Aussicht zurück in Richtung der Bucht von Calvi.

Angekommen im Geisterdorf Occi.
Den besten Blick auf Ruinen hatte man natürlich von oberhalb. Dazu folgte man am besten zunächst dem Wanderweg rechterhand etwas und stieg dann quer durch den mit Büschen bewachsenen Hang hinauf bis zu einer größeren Felsformation, die von unten gesehen wie eine Steinmauer aussieht.
Von dort oben bot sich auch ein tolles Panorama auf die Küste mit der Bucht von Calvi, sowie den Bergen dahinter.
Der Eintritt in das Geisterdorf ist übrigens frei und es ist für jeden zugänglich.
Von dem bis 1914 noch bewohnten Dorf sind bis auf die renovierte Kirche nur noch Ruinen übrig.

Den besten Ausblick hatte man vom Hang oberhalb des Dorfes.

Vom ehemaligen Dreschplatz bot sich ebenfalls eine schöne Perspektive auf das verlassene Dorf.

Die einsturzgefährdeten Ruinen zu betreten, war verständlicherweise verboten.
Nachdem wir unser Auto zurück zum Hotel gebracht hatten, verbrachten wir den Nachmittag am Stadtstrand von Calvi. Eigentlich hatte ich keine große Erwartungen, denn mein Bild von in der Stadt gelegenen Stränden war eher, dass diese klein und etwas dreckig sind.
Hier bot sich uns jedoch ein völlig anderes Bild!
So kann ich diesen mit Fug und Recht als absoluten Traumstrand bezeichnen: Ein feinsandiger, flacher Einstieg, sauberes Wasser und ein gepflegter Strandbereich samt zahlreicher Restaurants. Aber was diesen Strand so besonders machte, war vor allem der Ausblick! So blickte man beim Baden oder Entspannen direkt auf die imposante Zitadelle von Calvi und wenn man dann den Blick nach rechts schwenken ließ, auf die Bucht, die von den Bergen im Hintergrund eingerahmt wurde.
Am Strand von Calvi mit Blick auf Hafen und Zitadelle.

Blick in Richtung der imposanten Berge im Osten.
Für mich als Windsurf-Amateur boten sich dort zudem besten Bedinungen, da das Wasser flach und der Wind nicht zu stark aber konstant blies. Die Preise bei dem Surfverleih lagen bei 19 Euro pro Stunde für ein Anfängerrigg und 25 Euro für die Pro-Version. 
Zum Abendessen zog es uns erneut in die Altstadt und wir speisten erneut gut, diesmal im Restaurant Via Marina.
Christian

Freitag, 9. Dezember 2016

Korsika Tag 12: Das Fangotal und Fahrt nach Calvi

Der Tag heute startete leider zum ersten Mal mit Regen, als wir von Porto aus nach Calvi aufbrachen und die sich in unzähligen Kurven die Steilküste entlang windende Straße nach Norden fuhren. Nach den ersten gefühlten hundert Kurven begann das Wetter aber langsam immer besser zu werden und war dann teils sogar wieder sonnig. 
Au Revoir, Porto!
Den ersten Zwischenstopp legten wir am Rande des Ortes Galéria ein, denn von dem großen kostenlosen Parkplatz am Ortsrand aus gelangten wir direkt in das Naturschutzgebiet Fangotal
In dem idyllischen kleinen, von hohem Schilf bewachsenen Tal, das direkt hinter dem Strand gelegen ist, liehen wir uns ein Kanu für 6 Euro pro Person und Stunde und erkundeten die beiden stillen Flussarme auf der Suche nach Vögeln und vor allem Schildkröten.
Obwohl so gut wie keine Strömung herrschte, sorgte ein ordentlicher, vom Meer kommender Wind dafür, dass wir beim Paddeln ganz gut was zu tun hatten.
Im ersten und zweiten Seitenarm konnten wir zunächst leider keine Tiere entdecken. Als wir jedoch die deutlich kleineren und idyllischen dritten und vierten Seitenarme erreichten, hatten wir Glück und erwischten ein paar Schildkröten beim Sonnenbaden!
Am Parkplatz direkt am Meer blies ständig ordentlich der Wind, wie man an diesem Baum unschwer sieht.


Alter Genuesertum samt Anbau

Das Fangotal begann direkt hinter dem Strand, an dem sich die Wellen in lautem Getöse brachen.

Kanuverleih im idyllischen Naturschutzgebiet des Fangotals

Tolle Lichtstimmung an der Küste von Galéria
Nach diesem kleinen Abenteuer und einem Eis zur Belohnung am Kanuverleihstand fuhren wir weiter in Richtung Calvi. Leider mutierte ab hier die bis dato gut ausgebaute Küstenstraße zu einer ziemlichen Schlaglochpiste. Das Geschaukel nahmen wir aber im Tausch für das deutlich spektakulärere Panorama im Vergleich zur Überlandroute gern in Kauf. 
Verlassene Fabrik irgendwo am Straßenrand in Richtung Calvi
Kurz vor Calvi stoppten wir noch einmal oberhalb des Leuchtturms von Punta de la Revellata und genossen die tolle Aussicht auf die Küste, bevor wir einen Abstecher den Berg hinauf zur Kirche Notre Dame de la Serra machten. Von dort oben eröffnete sich uns eine grandiose Panoramasicht auf Calvi, bei dem die von der Nachmittagssonne angestrahlte Zitadelle besonders hervorstach.
Darüber hinaus konnte man dank des inzwischen sehr guten Wetters die gesamte Bucht samt der Berge am Horizont überblicken. 
Die wilde Steilküste in der Nähe von Punta de la Revellata im Nordwesten Korsikas

Und ich so: "Das könnte auch irgendwo in der Karibik sein!" :-)

Die Kapelle Notre Dame de la Serra

Die Statue der Junfrau Maria blickte schützend auf Calvi hinab.

Von der Kapelle aus bot sich ein fantastisches Panorama mit Calvi und der kompletten Bucht.

Blick auf die Zitadelle und den Hafen von Calvi
Vom Balkon unseres Zimmers im Hotel Saint Erasme konnte man bis zum Leuchturm von Punta de la Revellata sehen.
Nach kurzer Fahrt von knapp zehn Minuten erreichen wir schließlich Calvi und das kleinere und sehr gepflegte Hotel Saint Erasme. Wir bezogen unser schönes Zimmer mit Meerblick in Richtung des Leuchtturms von Punta di la Revellata, an dem wir auf dem Hinweg zuvor ja Halt gemacht hatten. 
Abends spazierten wir eine knappe Viertelstunde bis zur Zitadelle und der pittoresken Altstadt von Calvi. 
Vom Hotel aus erreichten wir zu Fuß in einer knappen Viertelstunde die Zitadelle von Calvi.

Korsen bei ihrem Lieblingshobby, dem Boule.

Gedenkstatue für Christoph Kolumbus, der einem Gerücht nach in der Zitadelle von Calvi geboren wurde.

Die Altstadt von Calvi mit ihren zahlreichen Restaurants

Am Hafen von Calvi

Blick vom Hafen in Richtung Zitadelle

Bei der tollen Stimmung wollte man sich am liebsten direkt niederlassen!

Wer auf der Suche nach kulinarischen Souvenirs ist, kommt um Annie Traiteur in der Altstadt nicht herum!

Am Kirchplatz befand sich auch unser Restaurant, das Chez Doumé

In diesem schönen Café wollten wir eigentlich am nächsten Morgen frühstücken, doch leider schien es eher nur für Nachtschwärmer zu öffnen.

Zu später Stunde leerten sich die meisten Restaurants und die Leute zogen in die Bars weiter.
Wir entschieden uns, im Restaurant Chez Doumé am Kirchplatz zu Abend zu essen und das Menü mit typisch korsischem Wildschweingulasch als Hauptspeise mundete vortrefflich! :-)
Christian