Samstag, 21. Februar 2015

Südfrankreich Tag 1: Ankunft in Nizza

Unser erster Flitterwochentag begann ziemlich früh morgens mit einem circa eineinhalbstündigen Flug mit der Lufthansa von Düsseldorf nach Nizza.
Am Flughafen übernahmen wir unseren Mietwagen und machten uns dann auf die Suche nach unserer Unterkunft in dem etwas hügeligeren Teil Nizzas. Leider war die Beschreibung auf AirBnB etwas ungenau und so kombinierten wir die Suche nach dem Appartement unfreiwillig mit einem kleinen Spaziergang. :-)
Traumvilla auf den Hügeln von Nizza

Die Villenbewohner haben ein tolles Panorama auf die Stadt!

Die beiden hier hatten irgendwie etwas von der Muppetshow! :-)
Nach ungefähr zwanzig Minuten fanden wir unser Ziel und übernahmen die Schlüssel von der sehr netten Mutter des Gastgebers.
Darüber hinaus bot sie uns noch an, uns in das Stadtzentrum in ihrem Auto mitzunehmen.
Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen, schnappten uns unsere Kameras und nach knapp zehn Minuten befanden wir uns mitten in Nizza.
Im Zentrum von Nizza angekommen

Kein Ballsport sondern was zu essen! :-)
Da es bereits Nachmittag war, stillten wir unseren Hunger erst einmal mit einem traditionellen Socca, einem in der klassischen Variante einfach gewürzten Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl. In Italien ist dieses ursprüngliche Arme-Leute-Essen unter dem Namen Farinata bekannt. Offen gesagt, es stillte den Hunger, die Geschmacksoffenbarung war es zumindest für uns nicht. 
Nach diesem kleinen Imbiss erkundeten wir die schönen und teils engen Gassen der Altstadt Nizzas. 
Überall in den Gassen konnte man Leckereien erstehen...
...oder auch gleich wunderbar etwas länger verweilen.

Die Innenstadt von Nizza ist geprägt von toller Architektur.

"Fensterlandschaft" in der Nähe des Aufgangs zum Schlosshügel Le Chateau
Später bestiegen wir noch den Hügel Le Chateau, der sich mitten in der Stadt befindet und die Promenade von dem Hafen trennt. Von der weitläufigen Parkanlage rund um das alte Fort dort oben hat man eine sehr schöne Aussicht auf fast ganz Nizza - das tolle Wetter tat sein übriges dazu. Besonders gut kann man auf diese Weise die Architektur der Stadt mir ihren sehr schönen alte Häusern erkennen. 
Blick vom Schlosshügel Le Chauteau auf die Altstadt Nizzas.

Der Strand Nizzas mit der Promenade des Anglais

Blick auf das Mittelmeer vom Schlosshügel.

Der Jachthafen von Nizza
Das Flair der Stadt jedoch kann man am besten in sich aufnehmen, wenn man durch die gerade zum Abend hin belebten Gassen mit ihren zahlreichen Restaurant schlendert: Überall wird getrunken, gegessen und sich unterhalten! 
Da wir ja nur einen halben Tag in Nizza hatten, konnten wir leider nirgends besonders lange verweilen und so spazierten wir am Ende lieber noch etwas im Sonnenuntergang entlang der Strandpromenade und passierten dabei auch das berühmte und schön illuminierte Hotel Negresco
Für alle Badefreunde: Der Strand von Nizza ist leider kein Sandstrand, sondern besteht überwiegend aus großen Kieseln, man kann sich aber an einem der zahlreichen Strandbädern Liegen mieten.
Schmale Gassen und noch schmalere Häuser
An jeder Ecke findet man zahlreiche Restaurants

Die Promenade des Anglais

Das berühmte Hotel Negresco, dessen Kuppel von Gustave Eiffel konstruiert wurde.

Nachtstimmung in Nizza
Als es bereits Abend und dunkel war, versorgten wir uns noch mit etwas Essen in einem kleinen Supermarkt und speisten auf dem Balkon unseres Appartements und genossen entspannt das Ende dieses ersten Urlaubstages. Ich hätte euch gern den Link zu der Unterkunft vermittelt, aber leider kann ich sie aktuell nicht mehr auf AirBnB finden.
Christian

Freitag, 20. Februar 2015

Südfrankreich: Die Reiseroute


Bonjour mes amis!

Da die in letzter Zeit hier vorgestellten Reisen meist von Ländern in weiter Ferne handelten, wird es nun einmal Zeit, sich wieder Europa zu widmen!
Wir möchten euch einladen, uns auf unserer Rundreise durch den Süden Frankreichs zu begleiten, die wir im September 2013 unternommen hatten.
Neben der phänomenal schönen Landschaft und tollen Erlebnissen bot diese Reise auch für uns persönlich etwas ganz Besonderes, denn es waren unsere Flitterwochen! :-)
Nach einem Tag Erholung von unserer Trauung und der Hochzeitsparty, letztem Aufräumen und Packen der Koffer flogen wir montags früh von Düsseldorf nach Nizza.
Von dort führte uns die Rundreise per Mietwagen am folgenden Tag nach Westen durch wundervolle kleine pittoreske Bergdörfer wie Saint Paul de Vence, Tourettes sur Loup und Gourdon, bevor wir mit Aix-en-Provence unser erstes Tagesziel erreichten.
Unser flotter Flitterwochenflitzer! :-)
Während der nächsten beiden Tage bestaunten wir die fantastischen Farben der Ockerbrüche von Roussilon und Rustrel und wanderten durch die engste Schlucht Südfrankreichs im Gorges du Regalon.
Bei der Besichtigung der Burg von Les Baux und kleinen Dörfern wie Gordes oder Lacoste, dem Wohnort des berühmt berüchtigten Marquis de Sade, fühlte man sich zudem regelrecht ins Mittelalter zurückversetzt.
Nachdem wir die von imposanter und teils gut erhaltener römischer Architektur geprägten Städte Arles und Avignon sowie die einzigartige Landschaft der Carmargue erkundet hatten, fuhren wir gen Osten zunächst an die Cote d'Azur nach Cassis, von wo aus wir eine Wanderung entlang der schmalen Buchten, den Calanques unternahmen.
Wir folgten mit dem Auto weiter der Küstenlinie und machten Station unter anderem in Bormes les Mimosas, Grimaud und St. Tropez, bevor uns der letzte Teil der Reise in den eindrucksvollen so genannten „Grand Canyon“ Frankreichs, den Gorges du Verdon führte.
Die Stationen der gesamten Rundreise haben wir für euch auf Google Maps zusammengestellt.
Alle Stationen unserer Rundreise durch Südfrankreich
Dieser Urlaub war auch dahingehend etwas Besonderes, da wir fast alle Übernachtungen bei AirBnB gebucht hatten und ich die Plattform absolut empfehlen kann, da die Unterkünfte immer den Beschreibungen entsprachen oder sogar noch besser waren. Zudem lernten wir so, anders als in der eher anonymen Atmosphäre eines Hotels, sehr interessante und immer besonders gastfreundliche Menschen kennen!
Nach insgesamt 13 Tagen endete unsere Rundreise in Nizza, dort wo sie auch ihren Anfang genommen hatte, und natürlich hatten wir uns bereits fest vorgenommen wiederzukommen. 
Das nächste Mal evtl. mit etwas mehr Zeit im Gepäck, um all das zu sehen, was wir in der knapp zweiwöchigen Tour nicht geschafft hatten und auch um die zahlreichen Gaumenfreuden und Möglichkeiten der Entspannung intensiver zu zelebrieren - getreu dem hier perfekt nachvollziehbaren Motto „Leben wir Gott in Frankreich“!
Christian

Sonntag, 8. Februar 2015

Costa Rica: Top10 Orte, Aktivitäten, Hotels und Restaurants

Wir haben für euch hier noch einmal die schönsten Orte und spannendsten Aktivitäten, sowie die besten Hotels und Restaurants unserer Costa Rica Rundreise zusammengestellt.
Wir hoffen dies hilft euch bei der Reiseplanung, solltet ihr auch bereits an einen Urlaub in dem tollen Land denken!








Top10 Orte & Aktivitäten:

  1. Tiere beobachten und baden im Manuel Antonio Nationalpark
  2. Den Dschungel per Boot im Tortuguero Nationalpark erkunden
  3. Rund um den El Arenal Vulkan wandern gehen
  4. Am Strand von Samara relaxen und Wellenreiten lernen
  5. Schnorcheln vor der Isla Cano und einen Ausflug zur Rangerstation La Sirena im Corcovado Nationalpark machen
  6. Den türkisblauen Rio Celeste im Tenorio Nationalpark entlang spazieren
  7. Über die Hängebrücken von Nuevo Arenal zwischen Baumkronen laufen
  8. Zum Wasserfall Catarata la Cangreja im Nationalpark Rincon de la Vieja wandern und ein kühles Bad nehmen
  9. Im Nationalpark Monteverde eine geführte Tour machen 
  10. Abends in den warmen Ecotermales bei La Fortuna entspannen


Top10 Hotels und Restaurants:

  1. Evergreen Lodge in Tortuguero
  2. Restaurant & Hotel Villa Caletas in Herradura
  3. Restaurant El Ancla in Samara
  4. Hotel Claro de Luna in Santa Elena
  5. Restaurant El Avion in Quepos
  6. Bed & Breakfast Hotel Sueno Celeste in Bijaqua
  7. Eco Arenal Lodge in La Fortuna
  8. Hotel Villa Romantica in Quepos
  9. Restaurant Kukula in Quepos
  10. Pizzeria Anchio in La Fortuna

Samstag, 7. Februar 2015

Costa Rica Tag 18+19: Corcovado Nationalpark und Rückfahrt nach San Jose

Am nächsten Morgen begrüßten wir überrascht erneut Braynor, der wie gestern beim Schnorcheln auch unser Guide für den heutigen Tagesausflug in den Nationalpark Corcovado zur Rangerstation La Sirena sein sollte, der für seine von Menschenhand fast komplett unberührte Natur berühmt ist.
Da das Wasser hier der schnellste und oft einzige Weg ist, ein Ziel zu erreichen, ging es erneut per Boot ca. eine Stunde entlang der Küste, bis es dann wie üblich hieß: Schuhe aus und an Land waten!

Begegnung auf "hoher See" mit einem anderen Ausflugsboot.
Bodennebel umhüllt die Küstenlinie.

Aufgrund der Ebbe war ein direktes Anlanden am Ufer nicht möglich.
Der durch die Ebbe freigelegte steinige Meeresboden.
Kaum stießen wir die ersten Meter über die schmalen Wanderpfade in den Dschungel hinein, kreuzten keine zehn Meter entfernt viele Pekaris (Nabelschweine) unseren Weg, die man jedoch zunächst eher roch als sah. :-)
Kurz darauf streunerte eine Familie Nasenbären durch das Laub und dann entdeckten wir auch noch ein paar Totenkopfäffchen. 
Schild des Wanderweges zur Rangerstation.
Dschungelfeeling pur!
Pekari
Totenkopfäffchen
Nasenbär am Wegesrand
Wir kamen uns hier inzwischen, ähnlich wie im Nationalpark Manuel Antonio, wie in einem Freiluftzoo vor, nur mit dem Unterschied, dass unsere kleine Gruppe die einzigen Touristen waren und es so gut wie keine Zivilisation in der Nähe gab.
Während wir dem Weg weiter folgten, entdeckten unsere Guides auch noch Klammeraffen und viele Vögel sowie kleinere Echsen und große Leguane für uns. 
Nun aber verließen wir den Weg und machten uns mit unserem Guide abseits aller Pfade mitten durch den Dschungel und teils am Meer entlang auf die Suche nach einem Tapir. Unser Guide war sehr bemüht und führte uns sogar durch dichtes Geäst und Gebüsche, doch leider entdeckten wir es trotzdem nicht. Die schöne Landschaft und die Suche selbst waren jedoch auch schon irgendwie aufregend.
Einer der zahlreichen Leguane

Fragt mich bitte nicht was das hier für ein Ding ist! :-)
Klammeraffe
Reiher in dem vom Meer abgetrennten Salzwasser-See
Auf der Suche nach dem Tapir wanderten wir auch ein Stück an diesem schönen Strand entlang.
Doch etwas später hatten wir dann doch noch Glück und entdeckten den Tapir beim friedlichen Suhlen in einem Schlammloch. Er hatte uns natürlich schon bemerkt, doch bis auf seine Ohren, die sich wie Radarschüsseln in unsere Richtung drehten, ließ er kaum Interesse oder gar Furcht vor uns erkennen. 
Am Ende entdeckten wir doch noch den Tapir!
Im Vergleich zum Tapir winzige Echse auf einem Ast.
Wir marschierten weiter bis zur Rangerstation, in der man auch übernachten kann, machten dort Rast und verspeisten unser Lunchpaket, zu dem auch erfreulicherweise die gleichen tollen selbst gebackenen Kekse wie gestern gehörten. 
Von dort aus kehrten wir über den Sendero La Sirena weiter durch den Wald und später entlang des Strandes zurück zum Bootsanleger, von dem uns das Boot wieder nach Drake Bay brachte. 
Die Rangerstation La Sirena, in der man übernachten oder wahlweise auch am Rande des Flugfelds campen kann.

Rückweg zu den Booten entlang der Küste.
Nach dem Abendessen erlebten wir mit Fernando, der uns Frösche im Garten zeigen wollte, noch ein kleines Abenteuer, als wir eine Giftschlange in der Nähe seines Hauses entdeckten, die jedoch schnell den Rückzug antrat.
Und so endete unser Dschungelabenteuer genauso aufregend wie es mit der Bootsüberfahrt begonnen hatte!

Ein winziger Laubfrosch in der Nähe unseres Zeltes...
....und eine riesige Kröte auf dem Zufahrtsweg zur Hosteria.
Diese Giftschlange sorgte am Ende noch für einen kleinen Adrenalinschub!
Grundsätzlich hier noch ein meines Erachtens wichtiger Tipp für den Trip nach Corcovado: Achtet darauf, dass ihr ausreichend Bargeld dabei habt, denn allein für die Bootstour von Sierpe nach Drake Bay müsst ihr 15 Dollar pro Person und Strecke und für das bewachte Abstellen des Autos in Sierpe nochmal 9.000 Colones (ca. 15 €) berappen. Des weiteren konnte ich in Drake Bay keinen Bankautomaten entdecken und solltet ihr dort beispielsweise auch Ausflugstouren buchen wollen, ist es wahrscheinlich auch am besten, bar zu bezahlen.
Am folgenden Tag galt es, Strecke zu machen: Erst von Drake Bay aus mit dem bekannten Boot wieder zurück bis Sierpe und von dort aus dann mit Auto insgesamt fünf Stunden und 250 km zurück bis nach San Jose
Unterwegs legten wir einen kleinen Zwischenstopp im für seine tolle Lage berühmten 5-Sterne-Hotel Villa Caletas ein und genossen den grandiosen Ausblick bei einer super leckeren Ceviche (kalter marinierter Fisch)die mit ca. zehn Euro überraschend günstig war. Zudem war der Service ebenfalls erstklassig. 
Daher kann ich jedem diesen Abstecher absolut empfehlen und wer noch etwas mehr Geld locker hat, sollte dort mindestens eine Nacht verbringen und dabei auch den tollen Infinitypool austesten! 
Die köstliche Ceviche im Restaurant des Hotels...
...wurde durch diese Aussicht von unserem Tisch sogar noch übertrumpft!
Der letzte Stopp vor unserem Ziel sollte der Strand bei Punta Leon sein, der als Setting des Films 1492 berühmt wurde und auf den Gerard Depardieu alias Christoph Kolumbus seine nassen Füße setzte. 
Aber irgendwie wollte das Feeling des Films nicht ganz auf uns überspringen, was entweder an dem Resort lag, das direkt an den Strand angrenzte oder daran, dass wir nur dank eines Tipps im Reiseführer, einen Schleichweg zu nehmen und so die unverschämten 20 Dollar Eintritt zu sparen - nur um durch das Ressort fahren zu dürfen - umgehen konnten.
Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, dass wir daheim beim Betrachten des Kinohits herausgefunden haben, dass wir auf der anderen Seite der Bucht gelandet waren, die man als Filmset benutzt hatte. :-)
Der Strand von Punta Leon und Drehort des Films 1492...oder doch nicht? :-)
In San Jose und wie zu Beginn der Reise im Hotel Rincon de San Jose angekommen, waren wir nach den doch etwas puristischen Tagen im Zelt wieder froh, in einem richtigen Zimmer samt bequemen Bett zu übernachten. 
Abends speisten wir gut in der Nähe des Hotels im Restaurant Kalu auf dessen schöner Dachterrasse unter freiem Himmel, bevor es am nächsten Morgen mit dem Flieger via Panama zurück nach Deutschland ging.
Ich hoffe, das Reisefieber für das tolle, abwechslungsreiche und - was die Tierwelt angeht - für mich bisher an Artenvielfalt und Nähe zu den Tieren unerreichte Costa Rica in euch geweckt zu haben und verbleibe mit einem lauten und herzlichen: "Pura Vida!"
Christian

Mittwoch, 4. Februar 2015

Costa Rica Tag 16+17: Drake Bay und Schnorcheln vor der Isla Cano

Nach unserem gestrigen tollen Tag im Nationalpark Manuel Antonio brachen wir am nächsten Morgen zu der circa zweistündigen Fahrt von Quepos zu dem kleinen Dorf Sierpe auf.

US-Truck in Sierpe
Vom Anleger des Restaurants Las Vegas in Sierpe legten die Boote ab.
Eines der "Wassertaxis"
Dort schifften wir dann samt Gepäck auf einem der zahlreichen Wassertaxis - kleine offene Boote mit Außenmotor - ein und fuhren zunächst etwas den Fluss hinauf. Später ging es ein kurzes Stück durch wunderbar verästelte Mangrovenwälder, bevor wir das letzte Stück über die offene See in Richtung Drake Bay und unserem dort gelegenen Hostel fuhren.

Zunächst ging es flussauf an zahlreichen, im Wasser treibenden Pflanzen vorbei.

Das schönste Teilstück der Bootsfahrt führte durch dichte Mangrovenwälder.

Zuletzt ging es entlang der Küste über die offene See.
Für alle Piratenfans: Die Bucht wurde tatsächlich nach dem berühmten Admiral und Freibeuter Sir Francis Drake benannt, der hier im Jahre 1579 vor Anker ging! 
Unser Bootsführer nahm den plötzlichen Wolkenbruch, der uns noch auf dem Wasser überraschte und uns sowie auch teilweise das Gepäck unter Wasser setzte, mit typisch costa-ricanischem Humor und bedankte sich bei dem Herrn da oben für diese kostenlose Dusche. :-)
Ankunft in der Drake Bay mit etwas nassen Füßen.

Der schöne Sandstrand der Drake Bay
Am Strand wurden wir von einem Freund der Hosteria mit einem klapprigen Kleinlaster abgeholt, nachdem wir barfuß mitsamt Gepäck die letzten Meter durch das Wasser vom Boot an den Strand gewatet waren. Spätestens jetzt merkten wir, dass dieser Nationalpark im Vergleich zu Manuel Antonio bedeutend weniger gut touristisch erschlossen war, dafür das Ganze aber einen deutlichen höheren Abenteuer-Faktor bot.
Wir fuhren ca. zehn Minuten, bis wir unser Ziel erreicht hatten, denn das Hostel Pura Vista Corcovado Ecocamp liegt auf einem Bergkamm mitten im Grün, dafür aber leider nicht direkt an der auch zum Baden geeigneten schönen kleinen Bucht. 
Unser "Zimmer" war dann die nächste Überraschung, denn es bestand hauptsächlich aus einem größeren Zelt auf einem Holzpodest, über das zusätzlich noch ein Dach gebaut war. Hinter dem Zelt befand sich dann in einem separaten Raum das kleine Bad mit Dusche und WC. 
Das war nun in der Tat Dschungelcamp pur! ;-)
Welcome to the Jungle! :-)
Unser "Hotelzimmer". ;-)
Blick von der Hosteria auf die Drake Bay
Die Hosteria ist ein kleiner Familienbetrieb und bietet insgesamt vier solcher Unterkünfte an. Das zugegeben alles etwas in die Jahre gekommene Mobiliar und den fehlenden Strom in der ersten Nacht machte der Besitzer Fernando samt vierköpfiger Familie mit seiner großartigen Gastfreundschaft jedoch absolut wett und wir fühlten uns sehr wohl und fast schon in die Familie aufgenommen. Das lag auch daran, dass Fernando keine Berührungsängste hatte, sich beim Essen an unseren Tisch setzte und mit uns über über Gott und die Welt redete. 
Das von seiner Frau zubereitete Essen war natürlich original costa-ricanisch und entsprechend lecker. Nachmittags unternahmen wir noch eine kleine Wanderung zu dem nahe gelegenen Fluss, ohne leider jedoch besonders viele Tiere zu Gesicht zu bekommen. In der Nacht umgaben uns dann unmittelbar die Geräusche des Dschungels während das Moskitonetz Gott sei Dank die meisten Plagegeister fernhielt.
Weg durch dichte Vegetation in der Nähe unseres Hostels.

Hier machen höher gelegte Auto Sinn, außer man schert sich nicht um nasse Füße!
Ein Tukan im Baum direkt neben unserem Zelt.
Nach dem Frühstück ließen wir uns gleich frühmorgens um sieben Uhr nach Drake Bay fahren und buchten direkt bei dem Tourenanbieter vor Ort eine Schnorcheltour zur Küste der kleinen Isla Cano, die ein streng geschützter endemischer Naturpark ist. Die Überfahrt gestaltete sich für uns und die kleine Gruppe an Mitreisenden dank der Kombination aus Wellen und sportlicher Fahrweise ziemlich schaukelig, ohne dabei jedoch unsicher zu sein. 
Ein riesiger Fischschwarm direkt um uns herum.
Pause am Strand auf der Isla Cano
Gleich bei unserem ersten Schnorchelgang hatten wir direkt das Glück, in einen großen Schwarm bzw. eine Schule von Fischen einzutauchen. Die kurze Pause am Strand der Insel war im Vergleich dazu dann eher langweilige und jeder wollte eigentlich nur zurück aufs Boot zur zweiten Schnorchelrunde.
Erneut war uns das Schicksal hold und diesmal durften wir sogar eine Schildkröte direkt neben uns sowie zahlreiche exotisch bunte Fische beobachten. 
Auf der Rückfahrt winkten uns dann auch noch ein paar Delphine mit ihren Rückenflossen auf Wiedersehen. :-)
 Zahlreiche exotische Fische schwammen um uns herum.
Alles spitze hier!
Delphine begleiteten uns auf dem Rückweg.
Da es bereits Mittag war, landeten wir an einem schönen Sandstrand mit dem Boot an und unser Guide Braynor bereitete für die Gruppe ein reichhaltiges Essen zu.
Unser Guide beim Zubereiten des leckeren Picknicks.
Der ebenfalls schöne Sandstrand, an dem wir Rast machten.
Nach so viel Aktivität entspannten wir uns zurück in unserem Hostel den Rest des Tages auf der kleinen Veranda vor dem Zelt und beobachteten mit Fernglas und Teleobjektiv weitere Tiere - darunter diverse Aras und sogar zwei Tukane direkt auf dem Baum neben unserem Zelt.
Christian