Dienstag, 22. Dezember 2015

Karibik Tag 21+22: Kajaktour in der Grand Cul de Sac Marin und Besichtigung von Point a Pitre auf Guadeloupe

Wunderbar erholt vom gestrigen Strandtag, freuten wir uns auf die heutige siebenstündige Kajaktour in der riesigen Lagune der Grand Cul de Sac Marin von Morne Rouge aus, mit dem Anbieter TamTam für 50 Euro pro Person inklusive Mittagessen. 
Die Kontaktinfos hatten wir ja zu Beginn unserer Rundreise auf Basse Terre direkt im Hafen von Morne Rouge eingeholt. 
Etwas Schwierigkeiten bereitete uns offen gesagt, die telefonische Buchung ein paar Tage zuvor, da wie überall auf Guadeloupe hauptsächlich Französisch und kaum Englisch gesprochen wurde. 
Auf gehts! Start der Kajaktour in die Lagune von Grand Cul de Sac Marin von Morne Rouge aus. 
Aber am Ende hatte dann doch alles gut geklappt, insbesondere dank des sehr netten Führers Cyrill, der extra für uns auch später während der Tour immer bemüht war, die wichtigsten Fakten zu Flora und Fauna der Lagune und der Mangroven so gut wie möglich auf Englisch zu erklären. Auch die französischen Urlauber in unserer Truppe halfen immer mal wieder netterweise beim Übersetzen aus und sorgten so für eine prima Völkerverständigung! :-) 
Blick zurück auf die Küste und Berge der Südinsel Basse Terre von Guadeloupe.
Die insgesamt wunderschöne Tour führte zunächst durch die Lagune mit meist kaum knietiefen, kristallklarem Wasser, aus dem Cyrill immer mal wieder Meerestiere, darunter mehrere Seegurken, einen Seestern, eine Medusa sowie einige Seeigel, mit der bloßen Hand fischte und herumreichte, bevor wir sie natürlich wieder zurück in ihr Element entließen. 
Ein Seestern im flachen Wasser der Lagune
Unser Guide holte für uns zahlreiche Meeresbewohner kurz aus ihrem Element, bevor wir sie wieder freiließen.
Prachtvoller Seestern
Unser erstes Ziel, die winzige Insel La Biche, die im Grunde fast gar keine ist, da man überall knöcheltief im Wasser steht, erreichten wir gegen Mittag. Trotz des nassen Untergrundes, hatten dort ein paar findige Leute eine Picknickhütte samt Grill aufgestellt und damit perfekte Voraussetzung für ein einmaliges Barbecue-Erlebnis geschaffen!
Kurz vor der Ankunft auf dem Inselchen La Biche
Da die Insel komplett unter Wasser stand, konnte man direkt bis zur Grillhütte paddeln.
Karibik at its best, Baby! ;-)
"Weg" zum Schnorchelspot am Rande der Insel - im Hintergrund unsere Paddeltruppe
La Biche war ein beliebtes Ziel für zahlreiche, auch motorisierte Ausflügler an dem Tag.
So saßen wir dann eine knappe Stunde später quasi mitten im Meer in der Hütte auf den Holzbänken und ließen die Füße im warmen Wasser baumeln, während wir den, von Cyrill frisch zubereiteten, leckeren kreolischen Fisch genossen...das war einfach nur genial! :-)
Während Cyrill den Fisch vorbereitete, hatten wir zuvor noch Gelegenheit zum Schorcheln am Rand Insel, was jedoch aufgrund der Korallen, die den Fußweg zum Spot säumten, barfuß eine ziemlich unangenehme Angelegenheit war. Am Spot angekommen, war dann das Wasser leider immer noch zu flach, um ohne Flossen und der Gefahr, die Bekanntschaft mit einem Seeigel zu machen, gut schnorcheln zu können. 
Daher würde ich empfehlen, solltet ihr auch mal die Tour machen, entweder Flossen mitzunehmen oder sich einfach lieber auf der Insel in das flache warme Wasser in die Sonne zu setzen und sich mit einem kalten Rumpunsch in der Hand die Zeit bis zum Essen zu vertreiben. :-)
Unser Guide und Koch an seinem "Arbeitsplatz".
Zu Mittag gegessen wurde an diesen Tischen und Bänken mit den Füßen im warmen Wasser der Lagune.
Nach dem Essen bestiegen wir wieder unsere Kajaks und fuhren durch die Lagune weiter und schließlich zu den dichten Mangrovenwäldern an der Küste. Im Vergleich zur Lagune bot sich uns dort ein ganz anderes, aber nicht minder tolles Erlebnis, da man teils durch sehr schmale, in die Mangroven geschlagene Kanäle, die kaum breiter als die Boote waren, fuhr. 
In den, von der Außenwelt nahezu abgeschotteten Mangroven, ließen sich auch zahlreiche Vögel gut beobachten. 
Vereinzelte Mini-Mangroven-Inseln in der Lagune
Einfahrt in die Mangrovenwälder an der Küste
Wir fuhren meist durch solch kleine Kanäle mitten durch die Mangroven.
Im Vergleich zu der Lagune bot sich uns hier eine ganz andere, und ebenso idyllische Welt.
Der restliche Weg von dort zurück zum Hafen von Morne Rouge war dann dank des ordentlich blasenden Gegenwinds noch mal ein schönes Workout! 
Das Wetter meinte es, trotz ein paar Wolken, überwiegend gut mit uns an dem Tag.
In dem Labyrinth aus Kanälen sollte man lieber nicht den Anschluss an die Gruppe verlieren. 
Auf dem Rückweg passierten wir noch diesen, mitten im Meer stehenden Baum.
Dort machten es sich zahlreiche Vögel gemütlich.
Entsprechend müde, aber glücklich, kehrten wir gegen 16 Uhr in unser Hotel zurück und erlebten dann den ersten und gleichzeitig letzten Regen des gesamten Urlaubs, denn am nächsten Morgen sollte es leider wieder zurück nach Deutschland gehen. 
Bevor wir Tags darauf um 17:20 Uhr mit Air France von Point a Pitre aus zurück über Paris nach Düsseldorf flogen, schauten wir uns noch das schöne alte Stadtzentrum in der Nähe des Hafens an.
Markt am Hafen von Point a Pitre
Place de la Victoire
Altes Kino am Place de la Victoire
Fußgängerzone im Stadtzentrum
Der Marché aux Épices
In der Markthalle konnte man unzählige Souvenirs erstehen. 
Dort befand sich auch das erste Hotel unserer Reise, das St. John Perse, in dem wir an unserem Ankunftstag vor unserer Überfahrt nach Dominica übernachtet hatten. 
So schloss sich also wieder der Kreis!
In diesem Sinne: Setzt die Segel, Kurs Karibik und macht´s gut, ihr Süßwassermatrosen!! :-) 
Christian

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