Montag, 29. Juni 2015

Interview auf Blogg.de

Falls jemand von euch etwas mehr über meine Beweggründe des Bloggens oder auch über so manche kleine Anekdote lesen möchte, findet hier ein kurzes Interview der Blogger-Kollegen von Blogg.de
Viel Spaß!
Christian

Samstag, 20. Juni 2015

Teutoburger Wald Wochenendtrip - Tag 2

Weg hinauf zum Hermannsdenkmal
Mit schönen Erinnerungen an die Eindrücke des gestrigen ersten Tages im Teutoburger Wald brachen wir am nächsten Morgen nach einem gutem und mit 3,50 € pro Person günstigen Frühstück im Liemer Krug auf und fuhren eine knappe halbe Stunde bis zum Hermannsdenkmal bei Hiddesen. 

Dank der relativ frühen Stunde (10 Uhr) war es dort noch nicht überlaufen und wir hatten kein Problem, einen Parkplatz zu finden. 

Kleiner Tipp: Das Licht, um die Statue von vorn zu fotografieren, ist jedoch nachmittags wahrscheinlich am besten. 
Blick von der Aussichtsplattform des Denkmals über den Teutoburger Wald

Das Hermannsdenkmal

Alles blühte!
Noch gut erkennbares Tor der alten Ringwall-Anlage unterhalb des Hermannsdenkmals.

Hier stand er also nun vor uns in seiner ganzen metallenen Pracht samt erhobenen Schwerte und kühnen Blick gen Westen: der sagenumwobene Herman a.k.a Arminius!
Beeindruckt und zahlreiche Fotos später führte uns eine kurze und recht steile Wanderung zu der kleinen Ringwall-Anlage am Hügel unterhalb des Denkmals. Dort kann man noch recht gut den kreisrunden Erdwall erkennen, aber ansonsten ist das Ganze jedoch eher unspektakulär und kein Must-See bei wenig Zeit im Gepäck oder geringer Ambition auf den Ab- und vor allem erneuten Aufstieg zurück zum Parkplatz. 
Eine richtige Wanderung machten wir darauf folgend durch das schöne Silberbachtal auf den Wanderwegen A6 und A1 bis zur Silbermühle, an der man auch gut einkehren und in der Sonne sitzen kann. 
Die alte, rekonstruierte Schleifmühle aus dem 17ten Jahrhundert auf dem Wanderweg A6.

Der originale Schleifstein im Inneren der Mühle.
Der Wanderweg führte durch das schöne Silberbachtal.
Die Silbermühle - perfekt geeignet zum Einkehren nach einer langen Wanderung!
Hinter der Mühle führte uns direkt neben den Sitzbänken ein etwas versteckter Pfad einen dicht bewachsenen Hang hinauf, bis wir den Wanderweg A2 kreuzten und diesem bis zum Naturfreundehaus folgten. Von dort erklommen wir über ein sehr steiles Teilstück des Hermannsweges den Bergkamm des Velmerstot, den mit 464 Metern höchsten Berg des Eggegebirges. 
Schöne Wildwiese am Rand des Wanderweges A2

Der Hermannsweg führte uns steil hinauf bis zum Velmerstot.

Der Eggeturm im Hintergrund: Unser erstes Ziel oben auf dem Berg.

Blick auf das Bergplateau vom Hügel des Eggeturms aus.
Wir bogen zunächst nach rechts ab und erreichten nach circa 400 Metern den Eggeturm. Dort oben, auf höchstem Punkt des Berges, bietet sich ein phantastischer Rundblick, der sogar noch besser als vom Hermannsdenkmal ist, das man in nördlicher Richtung in 12 km Entfernung sehen kann. Unten am Turm bieten mehrere liegende Baumstämme eine gute Möglichkeit zum Picknick, die wir auch direkt nutzten und unsere Stullen in der Sonne mit Blick auf gelb blühenden Ginster in toller Landschaft verspeisten. 
Blick vom Eggeturm in Richtung Westen.

Blick nach Norden. Im Hintergrund ist das ca. 12 km entfernte Hermannsdenkmal zu erkennen.

Weg zurück in Richtung unseres zweiten Aussichtspunktes.
Gesättigt marschierten wir weiter zum Aussichtspunkt Lippische Velmerstot mit zahlreichen Entfernungsangaben in einem Steinkreis rund um einen Gedenkstein.
Zurück zum Wanderparkplatz nahmen wir wieder den Weg A2 und das letzte Stück auf A1. 
Wie schon in der Nähe der Externsteine gab es auch hier teilweise dichte Besenheide.

Steinkreis und Gedenkstein am Aussichtspunkt Lippische Velmerstot.

Der Weg herunter vom Berg in Richtung Parkplatz führte wieder durch dichten Wald.

Der Donoper Teich
Zum Abschluss des Tages machten wir noch einen kurzen Stopp am schönen Donoper Teich bei Hiddesen und vernichteten eine Pommes mit Coke am Parkplatzkiosk, bevor es zurück nach Düsseldorf ging.
Christian

Samstag, 13. Juni 2015

Teutoburger Wald Wochenendtrip - Tag 1

Ein Wochenende auf den Spuren von Arminius

Seitdem ich über die berühmte Varus-Schlacht, in der die Germanen unter der Führung des Cheruskerfürsten Arminius drei römischen Elite-Legionen in den Tiefen des Teutoburger Waldes eine vernichtende Niederlage beibrachten, Romane gelesen und Filme gesehen hatte, wollte ich schon immer einmal selbst dort auf den Spuren unserer streitbarer Vorfahren wandeln!
Am letzten Wochenende war es dann so weit und nach zwei Stunden Fahrt von Düsseldorf aus, befanden wir uns mitten im Grünen von dichten Wäldern und hügeligen Feldern umgeben. Den tiefen, dunklen und undurchdringlichen Wald gab es wohl eher nur in meiner Phantasie oder zumindest nicht mehr in dem Ausmaß, wie ich ihn mir aufgrund der vielen Geschichten vorgestellt hatte.  
Während unserer Fahrt über Land passierten wir viele kleine Dörfchen mit alten charmanten und reich verzierten Bauernhäusern, die meist unerwartet hinter einer Kurve der oft schmalen Landstraße auftauchten und leider viel zu schnell schon wieder hinter einem lagen. 
Die mystischen Externsteine im Teutoburger Wald
Nur zu gerne hätten wir fast in jedem Ort für einen Fotostopp gehalten, aber es stand noch einiges an Sehenswürdigkeiten auf der Agenda für diesen Tag. Erstes Ziel und sicherlich eines der Highlights des Teutoburger Waldes, waren die mystischen Externsteine bei Horn, die durch Naturgewalt aus der Horizontalen in die Senkrechte gepresst wurden und seit Jahrhunderten Wallfahrtsort für Religiöse und Esotheriker aller Art sind. Entsprechend schlurften auch einige Hippies um die Felsen herum und beschallten Umgebung und Menschen mit Mantraartiger Flötenmusik, bestehend aus den immer wieder gleichen vier Tönen. ;-P
Wer direkt vor Ort sein Auto abstellen möchte, zahlt 2,50 € Parkgebühr und noch einmal 3,00 € um auf die Steine steigen zu dürfen. Wir kauften direkt das Kombiticket inklusive Hermannsdenkmal, da man dadurch 1,50 € pro Person spart. Das Gute ist, dass man beides auch nicht zwingend am gleichen Tag machen muss, da das Ticket unabhängig und bis Ende des Jahres gültig ist. 
Die Externsteine vom gegenüber liegenden Seeufer aus betrachtet. Deutlich sind die zahlreichen Höhlen zu erkennen.

Das Kreuzabnahme-Relief am Fuß der Steine
Nach dem kurzen Aufstieg über die in die Felsen gehauenen steilen Treppen, bot sich ein toller Blick auf die Umgebung und die anderen Steine. Am beeindruckendsten sind die Externsteine jedoch dennoch von unten betrachtet. Das beste Licht für Fotos habt ihr vormittags, da dann die Front der Steine vom See aus gesehen von der Sonne angestrahlt werden.  
Blick hinab, vom mit ca. 40 Metern höchsten, begehbaren Stein.
Nachdem wir die Steine aus jeder Richtung abgelichtet hatten, begaben wir uns auf eine schöne Rundwanderung entlang des Wanderwegs A5 sowie des Hermannsweges, der uns am Ende oberhalb der weiteren, im Wald versteckten Steine entlang, wieder zurück zu den Externsteinen führte. Man kann die Tour auch entgegengesetzt laufen, das Erlebnis bleibt das gleiche. Ebenfalls schön anzusehen sind die oben auf Bergkamm gelegenen Felder mit Besenheide samt diverser Bänke und Holzliegen, auf denen sich vortrefflich entspannen lässt. 
Der Wanderweg rund um die Externsteine führte teils durch den dichten Teutoburger Wald.

Für  pflanzliche Abwechslung sorgten beispielsweise diese wunderschönen Felder mit Besenheide.

Von dem Heidekraut fast zugewachsene Bank.
Der Hermannsweg führte uns auf dem Rückweg entlang der weiteren, im Wald eher versteckten Steine.

Blick hinab zum Eingang der Externsteine kurz vor Ende der Rundwanderung.
Spätnachmittags brachen wir auf zu unserem letzten Ziel des heutigen Tages, dem malerisch an einem Hang gelegenen pittoresken Ort Schwalenberg. Dieser ist ein wahres architektonisches Kleinod mit tollen uralten Fachwerkhäusern und einer kleinen Burg, die über dem Dorf thront. Ein sehr schöner kurzer Pfad führte neben der Pizzeria am Markt hinauf zur Burg und lud mit phantastischen Panoramen, insbesondere vom so genannten Grafenblick, immer wieder zum Verweilen ein. 
Die Straßen führten meist entlang solch schöner, teils hügeliger Wiesen und Felder.

Hunderte Jahre alter und reich verzierter Torbogen in Schwalenberg
Die Altstadt von Schwalenberg mit ihren zahlreichen Fachwerkhäusern.

Es gab kleinere Häuschen...
...und riesige, beeindruckende Prachtbauten, wie das im Jahre 1579 erbaute Rathaus.
Volkwin-Brunnen und Endpunkt des sog. Stadtwassers.
Blick auf Schwalenberg vom Grafenblick aus.
Das Schloss war einmal ein Hotel, scheint aktuell aber verlassen zu sein. 
Dennoch kann man es sich aber zumindest von außen ansehen, da man als Fußgänger an der Seite vom geschlossenen Tor vorbei kommt.
Nach so viel Aktivität meldete sich so langsam ein kleines Hüngerchen und wir entschieden uns im Ort zu bleiben und auf der Sonnenbeschienenen Terrasse der Pizzeria La Piazetta zu Abend zu essen. Dies erwies sich als absolut richtige Entscheidung, denn der Service war gut und das Essen - Bruscetta mit Parmaschinken und mit Spargel gefüllte Ravioli - noch besser! 
Romantischer Pfad unterhalb der Burg.

Wenn das mal keine Sitzbank mit Panorama ist! ;-)

Burg Schwalenberg
Im von Schwalenberg ca. 30 Minuten entfernten Lemgo / Lieme übernachteten wir im Hotel und Restaurant Liemer Krug, von dem aus auch die Externsteine oder das Hermannsdenkmal gut zu erreichen sind. Mit knapp 60 Euro pro Nacht war der Preis absolut in Ordnung für das große, neuwertiges Zimmer mit schön eingearbeiteten alten Holzbalken. 
Unser Zimmer im Liemer Krug
Die russische Hochzeitsgesellschaft, die im Saal unter uns feierte, hielt mich dann dank meiner bleiernen Müdigkeit auch nicht davon ab, nach kurzer Zeit einzuschlafen. :-)
Christian

Hier geht es zum zweiten Tag des Wochenendtrips.

Sonntag, 7. Juni 2015

Südfrankreich Tag 13: Antibes und Adieu La France

Nun war er also da: unser letzter Urlaubstag in Frankreich!
Entsprechend wollten wir uns noch ein letztes Mal sprichwörtlich wie Gott in selbigen Land fühlen!
Was konnte es also für einen würdigen Abschluss dieser wunderbaren und an Eindrücken extrem reichen Rundreise Besseres geben, als noch einmal in entspannter Atmosphäre alles Revue passieren zu lassen und dabei gemäß dem Savoir Vivre etwas die Seele baumeln zu lassen?
Unser empfehlenswertes Hotel La Garoupe & La Gardiole
Leuchtturm von Cap d'Antibes
Blick auf Antibes vom Hügel des Leuchtturms

Mauerbewehrte Küstenlinie der Altstadt von Antibes

Strand in der Nähe der Altstadt von Antibes

Jachthafen von Antibes
So entschieden wir uns nach dem gutem Frühstück im Hotel, den Vormittag mit Faulenzen am Strand Le Garoupe von Cap d'Antibes zu verbringen. 
Nachmittags packte uns dann doch noch einmal die Neugier und wir spazierten hoch zum Leuchtturm des Kaps, von wo sich ein toller Blick auf Strand und Altstadt von Antibes sowie entlang der Küste, sogar bis hin nach Nizza bot. 
Diese altertümliche Tür...
...offenbarte ihre Besonderheit nur im Detail.
Ruhige, schöne Gassen abseits der Hauptstraßen
Mittelalterliche Häuserfront in der Altstadt von Antibes

Eine der beiden Hochzeitsfeiern auf die wir trafen. Hier ließ es sich definitiv stilvoll heiraten!

Künstlermarkt
Danach flanierten wir entlang der Strandpromenade von Antibes weiter, bis in die schöne Etwas später flanierten wir entlang der Strandpromenade von Antibes und weiter durch die quirlige Altstadt, in der wir lustigerweise auf gleich zwei Hochzeitsgesellschaften trafen.
Mit einem schönen Abendessen und Rückflug am nächsten Tag von Nizza endete unsere insgesamt knapp zweiwöchige Reise entlang der Cote d'Azur und durch Südfrankreich, die so enorm abwechslungsreich und schön war, dass sie uns sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird!
Die gut besuchten, aber nicht überlaufenen Gassen von Antibes
Manchmal musste statt in die Breite, in die Länge gebaut werden!
Urige Cafés und Restaurants reihten sich in der Altstadt von Antibes aneinander.

Ich hoffe auch euer Interesse geweckt zu haben und gebe gerne jederzeit Tipps, wenn ihr Fragen bei der Planung haben solltet.
In diesem Sinne:
Au revoir mes amis! :-)
Christian