Donnerstag, 18. September 2014

Düsseldorf Teil 3 - Die besten Feste und nahe gelegene Ausflugsziele

Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten ist Düsseldorf auch eine besonders lebhafte Stadt, in der ihr je nach Geschmack und Partylaune, fast jede Art von Musik und Lebensart zelebrieren könnt. Sei es etwa die "JGA-Partymeile" Bolkerstrasse, die urtypische Ratinger Strasse mit ihren Altbierbrauereien oder auch eine der zahlreichen, über das Jahr stattfindenden Feste, wie etwas die größte Kirmes (hessisch "Kerb") am Rhein, das Frankreichfest, die Nacht der Museen, das Weinfest, der Fischmarkt, die Jazzrally oder auch das Japanfest, der größten in Deutschland lebenden japanischen Gemeinde. Letzteres ist auch Anlass für inzwischen aus vielen Ländern extra anreisende Manga- und so genannte CosPlay-Fans, um ein Wochenende lang mit hunderten Gleichgesinnten in eine andere Welt abzutauchen.
Die Rheinkirmes

Der von März bis November monatlich stattfindende Fischmarkt am Tonhallenufer

Unkonventionelle Performance an den Kasematten während der Jazzrally am Pfingstwochenende

Cosplay auf dem Japanfest
Im Winter ab Ende November kann man sich wunderbar bei heißem Glühwein und Reibekuchen auf einem der fünf über die ganze Stadt verteilten Weihnachtsmärkte aufwärmen und am Schauspielhaus sogar noch Schlittschuh auf der extra dafür errichteten Eisbahn laufen.
Weihnachtsmarkt samt Riesenrad am Burgplatz 

Weihnachtsmarkt am Rathausplatz
...und natürlich nicht zu vergessen, der wichtigste Event, der für viele Jecken mehrere Monate lang andauert: KARNEVAL !!! (hessisch Fasching) ;-)
Sambatruppe auf der Kö an Karneval
Sogar eigene Wagen bzw. Schiffe bringen die Leute mit :-)
Kälte hält keinen Düsseldorfer vom Feiern ab!
Wer ein paar Stunden oder einen halben bis ganzen Tag Zeit hat, dem bietet Düsseldorf und die nähere Umgebung diverse Möglichkeiten für einen schönen Ausflug. Besonders bei gutem Wetter hat Düsseldorf einen enormen Freizeitwert und so kann man beispielsweise eine einstündige Radtour nach Kaiserswerth unternehmen und fährt dabei ab den Rheinwiesen bzw. der Messe immer am Rhein entlang auf einem asphaltierten Fahrradweg ohne von Autos gestört zu werden. Besonders sehenswert in Kaiserswerth ist die Kaiserpfalz-Ruine und die kleine pittoreske Altstadt. Nach der Besichtigung lässt es sich dann perfekt in einem der Biergärten - entweder am Fähranleger oder direkt neben der Kaiserpfalz, beide mit Blick auf den Rhein - entspannen. Als weniger bewegungsintensive Alternative bietet sich auch eine Bootstour mit der Köln-Düsseldorfer "KD" Linie bspw. von Düsseldorf bis Kaiserswerth an und dann entweder mit U-Bahn, Taxi oder erneut per Boot zurück. Darüber hinaus kann man mit Auto oder Rad auch in Kaiserswerth per Fähre übersetzen und auf der anderen Seite des Rheins wieder bis nach Düsseldorf komplett auf Fahrradwegen zurückfahren.
Kaiserswerth mit Kaiserpfalz (rechts)

Die begehbare Ruine der Kaiserpfalz

Altstadt von Kaiserswerth
Biergarten des Restaurants "Alte Rheinfähre" am Fähranleger
Macht man letzteres bietet sich kurz vor Düsseldorf ein weiterer Zwischenstopp beim Beachclub Sonnendeck (am Parkplatz Strandbad Lörick) für einen Cocktail an, den man stilecht in einem Strandkorb mit den Füssen im Sand genießen kann.
Wer sich lieber abkühlen möchte, dem kann ich das neben dem Sonnendeck sehr schön an einem stillen Seitenarm des Rheins gelegene Strandbad Lörick empfehlen, auf dessen weitläufiger Liegewiese jeder genug Platz für sein Handtuch und Freiraum findet.
Oder aber man läuft nördlich des Seitenarms entlang, überquert eine kleine Brücke und befindet sich dann direkt am Ufer des Rheins. Zahlreiche Buhnen mit feinsandigem Strand bieten einem hier die perfekte Möglichkeit zur Entspannung und zum Grillen und wer sich traut, kann sich auch im Rheinwasser abkühlen. An dieser Stelle möchte ich aufgrund zahlreicher trauriger Unglücke mit Todesfolge aber deutlich machen, dass der Rhein teilweise eine sehr starke Unterströmung entwickeln kann und man auf keinen Fall versuchen sollte, in den Rhein hinauszuschwimmen.
Beachclub Sonnendeck

Fast schon "Karibik-Feeling" an einem der zahlreichen Rheinstrände im Sommer ;-)

Wassersport auf dem Rhein
Wer lieber unter Aufsicht schwimmen möchte, aber dennoch nicht in einem Schwimmbad, der fährt am besten zum ca. 20 Minuten mit dem Auto vom Düsseldorfer Zentrum entfernt gelegenen Unterbacher See mit seinen zwei Naturbädern Südstrand und Nordstrand. Der von Bäumen umrandete Unterbacher See ist ein wahres Nah-Erholungsparadies, denn hier kann man nicht nur schwimmen, sondern auch noch surfen, segeln, sich ein Tret- oder Ruderboot mieten, um den See herum wandern oder auch einfach nur in einem der Restaurants mit tollem Blick auf den See etwas trinken oder essen gehen.
Strandbad Nord am Unterbacher See

Der Unterbacher See ist auch bei Seglern und Surfern beliebt
Wenn man mehr Lust auf eine kleine Wanderung hat, bietet sich der direkt am östlichen Ende von Düsseldorf gelegene Grafenberger Wald an, der einem Natur pur bietet und in dem wir schon sogar freilaufende Rehe keine 20 Meter von uns entfernt beobachten konnten. Noch mehr Wild und auch zahlreiche andere heimische Tierarten wie Wildschweine oder Füchse kann man kostenlos im direkt im Wald gelegenen Wildpark erleben, der damit auch ein tolles Ziel für Familien mit Kindern ist. Etwas Geld sollte man dagegen schon mitbringen, wenn man auf der Pferderennbahn neben dem Wildpark an einem der diversen Renntage im Jahr auf ein Pferd setzen und dabei den besonderen Nervenkitzel und die Atmosphäre vor Ort spüren möchte.
Pferderennbahn und Golfplatz im Grafenberger Wald

Fuchs im Wildpark im Grafenberger Wald
Weiter östlich des Grafenberger Waldes kann man quasi zurück in die Steinzeit reisen, denn hier befindet sich in der Nähe des Ortes Mettmann das Neanderthal samt Museum, in dem sich alles um den gleichnamigen berühmten Neanderthaler dreht. Zudem kann man hier auch noch schön wandern und dabei die seltenen, hier extra angesiedelten Wisente beobachten.
Wisent im Neanderthal
In nördlicher Richtung von Mettmann und Düsseldorf liegt Ratingen und die malerisch in dem Angertal gelegene Auermühle, die sich ebenfalls perfekt für einen Wanderausflug eignet. Mehr Details hierzu findet ihr in diesem Post.
Da nun eigentlich nur noch der Süden fehlt, um euch Ausflugsziele für jede Himmelsrichtung vorzustellen, möchte ich euch das Benrather Schloß und das pittoreske Zons mit seiner alten Zollfeste empfehlen. Wenn ihr einen ganzen Tag Zeit habt und gerne Fahrrad fahrt, könnt ihr ähnlich wie nach Kaiserwert eine sehr schöne Radwanderung unternehmen, die euch fast ausschließlich durch die Natur am Rhein entlang führt. So könnt ihr bereits ab dem Medienhafen in Düsseldorf die Brücke über den Rhein in Richtung Hafen bzw. Golfplatz nehmen und folgt dann einfach dem Radweg entlang des Rheins vorbei an Hamm, Volmerswerth und Himmelgeist bis nach Benrath zum Schloss. Nach Besichtigung des Schlosses fahrt ihr noch etwas weiter südlich bis zur Rheinfähre bei Urdenbach. Hier könnt ihr dann direkt nach Zons übersetzen und euch das kleine Dorf am besten zu Fuß ansehen.
Schloss Benrath
Rheintor und Zugang zur Altstadt und ehemaligen Zollfeste von Zons

Mehrere Türme, die so genannte "Pfefferbüchsen" sowie die Stadtmauer zeugen von der Wehrhaftigkeit der Stadt.
Das gut erhaltene Gebäude des Kreisarchivs und der "Juddeturm" im Hintergrund
Von Zons aus folgt ihr dem Radweg wieder zurück nach Norden über Stürzelberg und Üdesheim bis nach Neuss, von wo ihr nach Überquerung der Josef-Kardinal-Frings-Brücke schließlich wieder auf dem gleichen Radweg bei Hamm in der Nähe des Hafens südlich von Düsseldorf landet und dann entweder durch das interessante Gelände des Industriehafens oder erneut am Rhein entlang bis nach Düsseldorf zurückfahren könnt. Etwas weiter entfernte, aber ebenfalls lohnenswerte Ausflugsziele im Südwesten von Düsseldorf sind das Schloss Dyck, besonders wenn dort in einer Nacht im Jahr die Illumina stattfindet und Schloss und Umgebung von bezaubernde Lichtspielen angestrahlt werden, sowie der Braunkohletagebau bei Garzweiler mit seinen riesigen Schaufelradbaggern, der einem das Dilemma von Energiegewinnung durch Braunkohle und die einhergehende Naturzerstörung deutlich vor Augen führt.
Die einmal jährlich stattfindende Veranstaltung "Illumina" auf Schloss Dyck

Blick auf den Braunkohle-Tagebau Garzweiler von der Aussichtsplattform bei Jackerath
Natürlich gibt es noch viel mehr tolle Ausflugsziele rund um Düsseldorf; alle hier aufzuführen würde aber den Rahmen sprengen. Ich hoffe aber dennoch, ihr habt nun einen guten ersten Eindruck und Lust bekommen.
Wen es dann doch einmal von Düsseldorf aus in die Ferne zieht, dem bietet der nur 20 Minuten von der Stadt entfernte internationale und drittgrößte Flughafen Deutschlands dazu die beste Möglichkeit - oder man steigt in das Auto und ist in einer knappen Stunde in Holland oder Luxemburg.
Christian

Samstag, 6. September 2014

Düsseldorf Teil 2 - Noch mehr Sehenswürdigkeiten

Falls ihr ein paar Tage in Düsseldorf verbringt und damit etwas mehr Zeit, als für die im ersten Post beschriebene "Kleine Tour" durch Düsseldorf mitgebracht habt, findet ihr nun hier sozusagen die erweiterte Tour.
Dank des guten ÖPNVs in Düsseldorf und der bereits beschriebenen Kompaktheit des Stadtzentrums - oder wenn ihr einfach unternehmungslustig und gut zu Fuß seid, könnt ihr euch natürlich auch aus den Sehenswürdigkeiten nach Belieben eure eigene Tour zusammenstellen oder einfach weitere Punkte zur kleinen Tour hinzufügen.
Hierzu könnt ihr die bereits erwähnte Karte nutzen, die alle Orte enthält und auf der die beiden Touren bzw. Gebiete zur besseren Übersichtlichkeit farbig markiert sind.
Da ich ja die kleine Tour in der Ratinger Straße beendet hatte und es dann wahrscheinlich Abend sein dürfte, führt uns - solltet ihr noch Lust auf einen Nachtspaziergang haben - unser Weg von dort aus gen Osten ca. 15 Minuten parallel zur Maximilian-Weyhe-Alle und der Jägerhofstrasse durch den schönen Hofgarten. Das Ziel sollte euch dann schon aus der Entfernung "erscheinen", denn es handelt sich um zwei Reihen beleuchteter Sitzbänke, die beide Seiten des großen Alleenweges säumen und durch ihre Illumination der Bäume und Umgebung eine ganz besondere Atmosphäre schaffen.
Beleuchtete Sitzbänke im Hofgarten im Winter
Unsere nächste Station, das am östlichen Ende dieser Allee gelegene Schloss Jägerhof und Goethemuseum, solltet ihr wie die weiteren Sehenswürdigkeiten dann aber am besten wieder bei Tageslicht erkunden. ;-)
Schloss Jägerhof und Goethemuseum
Von hier aus gehen wir wieder etwas zurück durch die Allee bis wir kurz vor dem Teich mit der ebenfalls nachts beleuchteten schönen Fontäne links abbiegen und quasi direkt vor dem 94 Meter hohen Dreischeibenhaus stehen. Hierbei handelt es sich um ein ehemaliges Hochhaus von Thyssen-Krupp, dessen extrem schmale Bauweise angeblich dafür sorgte, dass man unter Umständen bei Wind in den oberen Stockwerken dank der Schwankungen "seekrank" werden konnte. :-) Aber auch von außen und besonders bei sonnigem Wetter ist dieses imposante Haus und Symbol für das deutsche Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit, mit seiner fast nur aus Fenstern bestehenden Fassade, ein sehr interessantes Fotomotiv.
Das Dreischeibenhaus
Von dort gehen wir ein kurzes Stück entlang der Schadowstrasse in Richtung Königsallee und biegen gegenüber von Esprit nach rechts ab und schauen direkt auf ein weiteres Kunststück moderner Architektur: den Köbogen mit seinen vorherrschenden geschwungenen Formen. Dieser ist eines der jüngsten Gebäude der Stadt und wurde ganz frisch erst im Jahre 2013 eröffnet. Die Errichtung des Gebäudes wurde überhaupt erst möglich durch die immer noch im Bau befindliche Untertunnelung des Bereichs, zwischen Hofgarten und Königsallee, mit dem Ziel den Verkehr - wie bereits an der Rheinuferpromenade geschehen - in den Untergrund zu verbannen und damit weitere Teiler der Innenstadt wieder den Fußgängern zurückzugeben. In meinen Augen war es die richtige Entscheidung, da die Königsallee wieder mit dem Hofgarten "verbunden" wurde und dadurch Freizeitwert und Stadtbild erheblich verbessert wurden.
Die Gebäude des neu errichteten Köbogens

Die rückwärtige Seite des Köbogens in Richtung Hofgarten lädt zum Relaxen ein
Von hier aus geht es gen Süden entlang der Königsallee, bis rechter Hand von uns, an der dritten Kö-Brücke von Norden gesehen, die Bastionstraße liegt, in die wir abbiegen. 
Nach ein paar Metern stehen wir vor dem beeindruckenden Verwaltungsgericht Düsseldorfs auf dem noch das Schild "Stahlhaus" prangt, da es Anfang des 20sten Jahrhunderts vom Verband der deutsch-luxemburgischen Stahl- und Eisenindustrie errichtet wurde. An der Kreuzung biegen wir nach links in die Kasernenstraße, bis wir das ältere Gebäude der Ortskrankenkasse auf der gegenüberliegenden Straßenseite sehen können.
Das imposante Verwaltungsgericht von Düsseldorf

Die zwischen Gebäuden "eingequetschte" alte Ortskrankenkasse
Das Gebäude selbst ist schön anzusehen, noch interessanter ist jedoch meiner Meinung nach der Kontrast zu den moderneren und erheblich größeren Gebäuden links und rechts davon, die die kleine Ortskrankenkasse nahezu zwischen sich einquetschen.
Ein paar Meter weiter befindet sich das moderne GAP 15 Bürogebäude, dessen imposante Erscheinung und dynamische Formgebung wir am besten von der gegenüberliegenden Seite der Graf-Adolf-Allee erfassen und fotografieren können. 
Das GAP 15
Wir bleiben auf der Straßenseite und spazieren rechter Hand parallel zur Straße entlang des kleines Sees names Schwanenspiegel bis wir am westlichen Ende zu einer schön gelegenen Ecke mit Parkbänken gelangen, die zum kurzen Verweilen einladen. Von hier aus machen wir einen kurzen Abstecher zum malerisch am so genannten Kaiserteich gelegenen Ständehaus, in dem sich für Kunstinteressierte auch das K21 Museum befindet.
Von hier aus an könnt ihr beispielsweise gut die kleine Route in Richtung Rheinturm und Medienhafen fortsetzen oder aber ihr kehrt an der Rheinuferpromenade entlang zur Altstadt zurück.
Blick vom Schwanenspiegel-See auf GAP 15 links und Hochhaus der Deutschen Rentenversicherung rechts

Das Ständehaus und K21 Museum
Diesmal lassen wir jedoch die Altstadt rechts liegen und spazieren die Promenade weiter entlang nach Norden, bis wir kurz hinter der Oberkasseler Brücke das legendäre Fortunabüdchen am Rhein erreichen.
Egal bei welchem Wetter oder zu fast welcher Uhrzeit, hier ist immer Betrieb und hier könnt ihr euch neben diversen Pils-Bieren, Bockwurst und Anti-Alkoholischem natürlich auch an Altbier laben. All dies erhaltet ihr zu unschlagbar günstigen Preisen und die tolle Aussicht auf den Rhein und die "Skyline" linker Hand gibt´s sogar komplett für Umme! :-)
Wir kommen hier immer mal wieder gern auf ein Bierchen beispielsweise nach einer Radtour am Rhein vorbei und schauen auf dem Mäuerchen neben dem Büdchen sitzend dem Sonnenuntergang zu.
Das Fortunabüdchen am Rhein
Oberkasseler Brücke
Das auf der anderen Rheinseite gelegene Oberkassel
Am Ulanendenkmal geht es an der Ampel über die Straße und wir stehen nach ca. 10 Metern direkt im Zentrum zwischen dem NRW Forum, dem Museum Kunstpalast im Norden und der Tonhalle mit ihrer markanten Kuppel im Süden. Kunstinteressierten bieten sich etwa im NRW-Forum wechselnde Ausstellungen oft berühmter moderner Künstler, während im Museum-Kunstpalast auch gerne Kabarettisten ein Gastspiel geben. Musikliebhaber, insbesondere klassischer Musik, zieht es dagegen in die Tonhalle.
Blick auf die Tonhalle im Hintergrund und das NRW-Forum rechter Hand

Das Museum Kunstpalast im Hintergrund
Wer mit der, zugegeben etwas morbiden, nächsten Sehenswürdigkeit kein Problem hat, der biegt nördlich vom Museum Kunstpalast in Richtung des markanten Hochhauses mit der "Kompassnadel" auf dem Dach, das der Ergo-Versicherungsgruppe gehört, ab. Gegenüber der offenen Einfahrt bei den Fahrradständern steigen wir dann die kleine Treppe linker Hand hinauf und befinden uns nun auf dem altehrwürdigen Golzheimer Friedhof.
Hier fühlt man sich fast um ein Jahrhundert zurückversetzt, wenn man in der hier, obwohl man sich in der Stadt befindet, sehr ruhigen Atmosphäre an den teils sehr alten und kunstvoll verzierten Grabsteinen entlang spaziert.
Der Golzheimer Friedhof
Am nördlichen Ende treffen wir auf die Klever Straße und können je nach Lust und Laune noch den zweiten Teil des Friedhofs auf der anderen Straßenseite erkunden. Danach oder auch sofort folgen wir der Klever Straße nach links und befinden uns nach ca. 50 Metern auf den Rheinwiesen.
Die Rheinwiesen sind eines der populärsten Ziele für alle aus dem nördlicheren Düsseldorf stammenden Grill-Enthusiasten und Freizeitsportler. An einem sonnigen Wochenendtag trifft man hier auf Familien, Hobbyfußballer samt transportabler Tore sowie zahllose Gruppen und Pärchen, die ihren Grill befeuern und dabei teilweise ganze Bierzelt-Garnituren dabei haben. 
Tausende von Krokussen blühen jedes Jahr im Frühling auf den Rheinwiesen
Wer lieber doch etwas gehobener essen möchte, hat die Qual der Wahl zwischen dem an den Rheinterrassen gelegenen Biergarten oder dem permanent vor Anker liegenden Restaurantschiff Canoo. In beiden Lokalitäten sitzt man wunderbar in unmittelbarer Nähe bzw. direkt auf dem Rhein und kann hier wie am Büdchen perfekt Sonnenuntergänge beobachten und dabei perfekt entspannen.
Freunde des türkischen Fastfoods werden in Düsseldorf natürlich auch extravagant bedient und finden nördlich der Rheinwiesen am Jachthafen bei der Theodor-Heuss-Brücke das erste und wohl auch einzige Dönerschiff von Düsseldorf! :-)
Restaurantschiff Canoo auf Höhe der Rheinwiesen

Jachthafen an der Theodor-Heuss-Brücke mit dem roten Dönerschiff
Von hier aus ist es dann noch ca. eine viertel Stunde entlang des Promenadenweges am Rhein in Richtung Norden, bis wir die Fußgängerbrücke überqueren und in im Nordpark befinden. Neben dem besonders an regnerischen Wintertagen zu empfehlenden Aquazoo, befindet sich hier auch der kleine aber dennoch sehr schöne Japanische Garten in der nordwestlichen Ecke des Parks.
Der Japanische Garten im Nordpark
Die letzte Station der Tour führt uns dann wieder zurück auf der Promenade weiter nach Norden bis wir vor der Messe Düsseldorf stehen und im Hintergrund auch das Fußballstadion bzw. die Esprit-Arena erkennen können. Die Messe neben zahlreichen Business- und Industriemessen unter anderem berühmt für ihre internationalen Ausstellungen wie etwa die Boot oder der Caravan-Salon. Die ca. 30.000 Personen fassende Esprit-Arena ist das Heimstadion von Fortuna Düsseldorf oder auch Spielort großer Konzerte internationaler Musik-Stars.
Messe Düsseldorf
Stadion bzw. Esprit-Arena
Ganz am Schluss habe ich auch noch einen "Geheimtipp" für euch, wenn ihr anstelle von Museen mehr an Street-Art interessiert seid: Schaut doch mal in der Kiefernstrasse im Stadtteil Flingern vorbei und bewundert dort die kunstvoll und teils sehr humorvoll bemalten Hausfassaden.
Street Art in der Kiefernstrasse
Und nun viel Spaß beim Entdecken! :-)

Alles zu den besten Festen und Ausflugszielen rund um Düsseldorf erfahrt ihr im dritten und letzten Teil.
Christian