Donnerstag, 28. März 2013

Peru: Kondore im Colca Canyon

Nach dem gestrigen langen Tag mit der Fahrt über den Bergpass von Arequipa nach Yanque und unserem netten Essen mit der peruanischen Familie, war auch an diesem Tag wieder das Motto "Nur der frühe Vogel fängt den Wurm"!
Dieses Motto war heute sogar besonders zutreffend, da wir auf unsere erste Begegnung mit den berühmten Anden-Kondoren hofften, die mit einer Spannweite von bis zu drei Metern wahre Riesen sind.
Der beste Ort den Kondoren ganz nah zu kommen, ist das Cruz del Condor im Colca Canyon.
Hierbei handelt es sich um eine Felsformation direkt am Canyonrand, die von einer Kondorfamilie seit mehreren Jahren als Zuhause bzw. frühmorgendlicher Jagdsitz dient.
Aber auch bereits die Hinfahrt entlang des Colca-Tals war ein Erlebnis, da sich dort hunderte, von den Inkas erbaute und teilweise immer noch genutzte Terassenfelder aneinander schmiegen und das Tal in den unterschiedlichsten Grün- und Brauntönen erstrahlen lassen.
Peruanische Tracht
Blick in das farbenprächtige Colca-Tal

Hier bekommt der Begriff "Tiefe" eine neue Dimension!

Überall finden sich unzählige, der bereits von den Inkas erbauten Terassenfelder.
Oft liegen viele Kilometer zwischen den seltenen Brücken (Bildmitte) und der Möglichkeit das Tal zu überqueren.
Am Cruz del Condor angekommen, hatten wir die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Aussichtspunkten und schauten uns erst einmal beide an, da die Kondore sich noch nicht blicken ließen.
Wir entschieden uns dann für den oberen Aussichtspunkt und warteten gespannt mit den anderen Schaulustigen auf den großen Auftritt.
Das Cruz del Condor
Der Colca-Canyon ist der zweit-tiefste Canyon der Welt
Doch dieser passierte leider nicht bei uns, sondern natürlich an der anderen Stelle, von wo aus man nun die durch das Tal kreisenden Vögel erheblich näher beobachten konnte.
Aber dann waren sie auf einmal plötzlich direkt über uns und zogen immer wieder majestätisch und keine 10 Meter entfernt an unseren Köpfen vorbei und kreisten um das Cruz del Condor. Jeder Touri drehte und reckte sich wie wild und die Kameras surrten und klickten ohne Unterlass. :-)
Plötzlich waren die Kondore da!
Auch wenn die Tiere noch nicht ausgewachsen waren, beeindruckte ihre Größe enorm.

Die Kondore umkreisten immer wieder das Cruz del Condor in unmittelbarer Nähe der Zuschauer.
Das Beste kam jedoch noch! 
Direkt auf einem Felsvorsprung, ca. fünf Meter entfernt von uns, landete zunächst ein junger Kondor und dann noch zwei weitere seiner Brüder. Besser hätten wir es nicht treffen können! Was für ein Erlebnis!!
Auf einmal landeten die Kondore kaum fünf Meter von uns entfernt!
Drei auf einen Streich!

Die typische weiße Halskrause bekommen erst die Älteren.
Nach diesem spektakulären Morgen besichtigten wir noch in das kleine Städtchen Cabanaconde, zu dem wir laut Reiseplan eigentlich wandern wollten...aber wir waren auf Grund der Höhe von knapp 4.000 Metern dann doch froh den Van genommen zu haben. 
Wanderer ruhen sich auf dem Platz im Zentrum von Cabanaconde aus.

Der Kondorbrunnen muß natürlich sein! :-)
Eine der kleinen staubigen Straßen des Ortes.
Stierkampfarena von Cabanaconde mit spektakulärer Aussicht.
Rückfahrt entlang des Colca-Tals.
Am Nachmittag ging es dann zum Relaxen wieder in die Thermalbecken unserer Colca Lodge.
"Vor-relaxen" war auch bitter nötig, denn am Tage darauf erwartete uns eine anspruchsvolle Wanderung auf bis zu 4.500 Metern Höhe.
Aber davon das nächste Mal mehr.
Christian

Kommentare:

  1. Ich war vor etwa 15 Jahren einmal an der Schlucht. Deinen Bildern nach zu Urteilen, hat sich in den Jahren kaum was verändert. Ist die Strasse dorthin noch immer so grottenschlecht?

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  2. Jepp, immer noch ne ordentliche Schaukelei :-)

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