Samstag, 29. Oktober 2011

Verona und Gardasee - Tag 2

Fischerboot auf dem Gardasee
Nach dem bereits sehr ereignisreichen Tag in Verona wollten wir nun auch den nur ca. 20 Km entfernten Gardasee erkunden. Wie bereits gestern war auch an diesem Tag kein einziges Wölkchen am Himmel zu entdecken - perfekte Voraussetzungen also!
Natürlich mieteten wir uns stilecht einen Fiat bei Europcar, die praktischerweise nur ca. drei Minuten Fußweg vom Hotel entfernt ihre Filiale hatten. Der Preis mit ca. 35 € pro Tag war auch in Ordnung - lediglich die Karre war nicht wirklich geputzt worden. Aber egal, dann konnten wir selbst auch etwas Dreck machen ohne uns schlecht zu fühlen. :-)


Unser erster Halt nach der ca. 20 minütigen Fahrt war Lazise. Der Ort hatte uns so beeindruckt, dass wir am dritten Tag nochmal hingefahren sind, weil wir diesmal leider nur ein Parktticket für eine Stunde gezogen hatten.
Die Altstadt des Ortes ist nahezu komplett von einer mittelalterlichen Mauer inklusive Kastel umgeben und die kleinen Gassen und alten Häuser lassen einen wie in einem Freilichtmuseum fühlen.
Stadttor von Lazise


Der schönste Platz war für mich jedoch der kleine Hafen mit seinen Cafés, den vertäuten Booten und dem Blick auf den glitzernden Gardasee.
Das war für mich der perfekte Ort um im Urlaub angekommen zu sein und einfach mal einen Gang runterzuschalten.
Hafen von Lazise

Landungssteg von Lazise


Danach ging es weiter nach Bardolino, dem wohl bekanntesten Ort am Gardasee. Von dort kommt übrigens auch der bekannte und selbige Rotwein her. Eine Flasche hab ich dann auch direkt erworben, die Verkostung steht aber noch aus. Hoffe er schmeckt mir hier genauso gut wie dort und holt mir etwas Urlaubs-Feeling zurück. :-)
Bootshafen von Bardolino

Villa an der Promenade in Bardolino

Piazza in Bardolino



Auch Bardolino war ein echt nettes Dörfchen und unsere erste kulinarische Pause an dem Tag. 
Cappuccino und Bruscetta auf der Terrasse eines Restaurants direkt am See und die Sonne lässt jede Welle glitzern...das ist Dolce Vita!

Danach ging es nach Garda. Hier merkte man zum ersten Mal, dass die Landschaft langsam bergiger wurde, denn der Gardasee ist im Norden komplett von Bergen umfasst und wird immer schmaler, während er zum Süden hin breiter und die Landschaft flacher wird.
Ufer von Garda

Bootshafen von Garda


Ein weiterer Höhepunkt der Fahrt war daraufhin, keine fünf Minuten Fahrt von Garda entfernt, die kleine Einsiedelei Punta San Vigilio. Dort befindet sich übrigens auch der privat bewirtschaftete Strand Baia delle Sirene - der schönste Strand am Gardasee. 
Café an der Punta San Vigilio

Punta San Vigilio


Eigentlich nur als kurzer Stop geplant, haben wir direkt wieder eine Kaffee-Pause eingelegt, da es meiner Meinung nach wohl kaum schöner gelegene Orte gibt, um einen kalten Café Shakerato (eins meiner neuen Lieblingsgetränke!) zu geniessen. Und während wir auf einem Tisch auf der Mole quasi direkt "im See" saßen, legte natürlich auch noch fast schon klischeehaft ein Sportboot an.







Über Torri del Benaco mit seinem nicht mehr ganz so gut erhaltenen Skaligerkastel und einer ebenfalls schönen Uferpromenade ging es weiter zu unserem letzten Ziel an diesem Tag...ich glaube inzwischen, jeder Ort am östlichen Gardasee ist im Wettstreit um die schönste Promenade und eigentlich könnte man überall mindestens einen halben Tag verbringen und die Zeit geniessen...
Torri del Benaco
Malcesine war der würdige Abschluß dieses Tagesausflugs. Hier fühlte man sich wirklich in der Zeit zurückversetzt: Alte enge Kopfsteinpflasterwege zwischen gepflegten Häusern, die sich an den Hügel schmiegen und wenn man sich nicht verirrt am Kastel münden, das über dem Ort thront. 
Gassen in Malcesine

Kastel von Malcesine


Steigt man wieder hinab kommt man zu einem kleinen Hafen. Reckt man den Hals von dort etwas, blickt man vom See an der Dorfkirche und dem Rathaus vorbei auf den 1.760 Meter hohen Monte Baldo, auf den man direkt mit der Seilbahn von Malcesine kommt. 
Kirche und Rathaus von Malcesine


"Von dort oben hat man sicherlich einen phänomenalen Blick auf den Gardasee!?"...somit war der erste Punkt für den morgigen Tag auch schon schnell beim Abendessen in Malcesine festgelegt.
Bis morgen dann!
Christian

Sonntag, 23. Oktober 2011

Verona und Gardasee - Tag 1

Bella Italia...wenn es Orte gibt die genau für diese Bezeichnung stehen, dann zählt Verona sowie der Gardasee mit seinen kleinen pitoresken Dörfern und Häfen rund um den See auf jeden Fall dazu.
Meine Kamera hätte am besten einen Dauerfeuerknopf benötigt, so viele verschiedene wunderbare Motive sind mir vor die Linse geraten.


Aber eins nach dem anderen! 
Zunächst werde ich euch mal von der Anreise und dem dem ersten Tag, den wir in Verona verbracht haben berichten.


Der Flug mit Germanwings von Köln-Bonn aus war super entspannt und dank guten Plätzen am Notausgang auch mit meiner Größe von 2 Metern ein guter Start in den Urlaub. Lediglich die Tatsache, dass der Langzeitparkplatz P3 am Flughafen komplett belegt war und wir dann für 5 Tage insgesamt 99 € Parkgebühr zahlen mussten nervte etwas. Ich kann also jedem nur empfehlen, einen Parkplatz bei P3 online vorher zu reservieren!
Charmant sticht auf jeden Fall die Eigenwerbung der Airline heraus :-):
Die Flugzeit mit einer Stunde machte die Angelegenheit zu einem Katzensprung und das Wetter war sonnig und ohne eine einzige Wolke, was zu einer phänomenalen Sicht auf die Alpen führte:
Alpenüberflug

Alpenüberflug

Alpenüberflug
Nach der Landung in Verona ging es mit dem Flughafen-Shuttlebus für 6 € pro Person zum Hauptbahnhof von Verona und von dort waren wir per pedes in zehn Minuten auch schon bei unserem Hotel, dem Relais Franciscus.


Hotel Relais Franciscus


Das Hotel kann ich insgesamt nur empfehlen: Schönes altes Stadthaus, großes sauberes Zimmer, nettes Personal und inklusive Frühstück für 75 € pro Nacht auch ein fairer Preis für die zentrale Lage.
Also schnell eingecheckt, Koffer ins Zimmer gestellt und direkt mit Kamera und Stadtplan hinein in das nur 5 Minuten entfernte Zentrum von Verona.
Zunächst war dann aber erstmal ein Cappuccino und Entschleunigung angesagt. Das erste Café auf dem Weg sah einfach zu verführerisch aus. :-)


Koffeiniert sind wir dann zum 1354 erbauten Castelvecchio gelaufen. 
Castelvecchio
Dieses ist ein sehr gut erhaltenes Kastel direkt am Fluß mit wunderschöner alter Brücke, der Ponte Scaligero. Früher einmal zum Schutz der in Verona lebenden Scaliger erbaut, dient es heute primär als Museum und Fußgängerbrücke über die Etsch.
Ponte Scaligero

Ponte Scaligero
Von der Brücke selbst hat man auch einen schönen Ausblick auf die am Fluß liegenden Gebäude und Kirchen wie etwa der San Giorgio in Braida im Hintergrund:
Verona Flusspanorama
Danach ging es wieder zurück ins Zentrum hindurch durch die Porta dei Borsari und weiter zur Piazza Bra mit der beeindruckenden und noch bis auf den äußeren Ring der Balustrade völlig erhaltenen Arena die auch bspw. für Opern im Juli und August genutzt wird. Mit 22.000 Sitzplätzen ist sie die drittgrößte Arena des antiken römischen Reiches.

Porta dei Borsari
Arena
Römische Nerds


Nächster Halt war die nicht minder schöne Piazza delle Erbe, die mit ihrem quirligen Markt und den vielen Cafés direkt wieder zu einer kulinarischen Pause einlädt. Wer will kann auch den Torre dei Lamberti besteigen und einen schönen Rundblick auf die Stadt von oben geniessen. Wer schon mal in Venedig war wird auf dem Platz auch Bekanntes wie den Markuslöwen, der auf einer Säule thront wiedererkennen.
Torre dei Lamberti

Piazza delle Erbe




Der erste (halbe) Tag in Verona neigte sich dann recht schnell seinem Ende zu und wir sind an der schön erleuchteten Arena und einem Oldtimer-Autorennen vorbei in das recht nette in einer Seitenstrasse in der Nähe der Porta dei Borsari gelegenen Restaurant Eufemia eingekehrt und haben den Tag mit Rotwein und Pasta ausklingen lassen.
Illuminierte Arena

Oldtimer Rally

Boxenluder :-)

Restaurant Eufemia

Ihr seht, ein halber Tag in Verona allein kann bereits fast ein Buch füllen. ;-)

Stay tuned für den nächsten Tagesbericht.
Christian

Freitag, 7. Oktober 2011

Das Gute liegt so nah!

Lust auf Natur...aber kein Bock auf ne weite Anreise?!

Dann kann ich allen Düsseldorfern auf jeden Fall eine Rundwanderung rund um die Auermühle in Ratingen empfehlen. Das ganze dauert so ca. 3 Stunden (9,5 Km) und man kann wunderbar die verbrannten Kalorien danach wieder in der Auermühle auffüllen. :-)
Die Auermühle liegt sehr schön in einem Tal und angrenzend an das Naturschutzgebiet Angertal. Es gibt dort viele Tische im Freien und sehr leckere große Kuchestücke und Barbecue inkl. Smoker. Sogar einen Beachvolleyballplatz gibts. Dementsprechend populär ist die Mühle natürlich und man sollte entweder früh kommen oder muß etwas weiter weg parken, da dann die Anfahrt schon oberhalb des Tals wegen Überfüllung gesperrt ist. Macht aber nix, dann muß man sich nachher auch nicht mit dem Auto an den ganzen Wanderern vorbeiquetschen.
Wir sind bei unserer Wanderung dem Rundwanderweg A9 gefolgt, der einen sehr abwechslungsreich durch die unterschiedlichsten Landschaften - angefangen von dem Tal in dem die Auermühle liegt, über saftige Wiesen, Felder und Gutshöfe bis hin am Flüsschen Anger entlang wieder zurück zur Auermühle führt.








Wer aber der komische Vogel auf dem Hirsch ist und warum er ihn auf dessen Geweih reitet, hat sich mir nicht erschlossen...auf jeden Fall muß er Schmerzen haben:

Viel Spass auf jeden Fall beim Nachwandern und evtl. fällt euch neben dem Hirschreiter ja noch was Kurioses auf.
Christian